Nokia OZO Player SDK

[Update 2] Mitte September senkte Nokia den Verkaufspreis seiner 360-Grad-Kamera Ozo erneut massiv – kostete sie ursprünglich 60.000 Euro, ist sie derzeit für 23.500 Euro zu haben. Nun stellt der einstige Handy-Markführer die Arbeiten an Ozo ein und trennt sich von einem Teil der Belegschaft: bis zu 310 Jobs gehen in Finnland, den USA und Großbritannien verloren. Derzeit beschäftigt das finnische Unternehmen noch rund 1090 Mitarbeiter. Als Grund teilt Nokia mit, dass sich der VR-Markt langsamer entwickelt habe als gedacht. Man will zwar die derzeitigen Kunden weiter pflegen, eine Weiterentwicklung der Kamera wird es aber nicht mehr geben.

[Update] Die OZO von Nokia gehört zu den professionellsten 360-Grad-Kameras auf dem Markt. Ende 2015 kam sie für 60.000 Euro auf den Markt, im Januar 2017 kostete das gute Stück 40.000 Euro. Nun hat Nokia erneut an der Preisschraube gedreht und verkauft die OZO für 23.500 Euro. Das ist für Privatanwender zwar immer noch zu teuer, für kommerzielle Zwecke gibt es aber kaum eine Alternative.

Originalmeldung:

Die Nokia OZO Kamera ist eine 360 Grad Kamera, die sich speziell an professionelle Anwender richtet. Aktuell werden für die Kamera 40.000 Euro fällig, aber dafür ermöglicht die Kamera auch 3D 360 Grad Aufnahmen und die Kamera kann auch für Livestreams verwendet werden.

Nokia veröffentlicht OZO Player SDK

Nokia Zubehör für die OZO Kamera

Quelle: https://ozo.nokia.com/accessories/

Während viele 360 Grad Kameras auf eine Wiedergabe mit einem beliebigen Player setzen, möchte Nokia einen anderen Weg einschlagen und das Unternehmen hat das Nokia OZO Player SDK veröffentlicht. Mit diesem SDK können Produzenten den Player direkt an die eigenen Bedürfnisse und das Videomaterial anpassen.

Aktuell versuchen zwar viele Player diverse Formate zu unterstützen, aber nicht mit jedem Player wird das Video wie gewünscht anzeigt. Mit dem OZO Player SDK können Produzenten also nicht nur den Player direkt anpassen, sondern sie können auch vermeiden, dass das Video nicht wie gewünscht abgespielt wird. Das OZO Player SDK ist zudem auf Cross-Plattform ausgelegt und somit kann das Video auch für diverse Virtual Reality Headsets bereitgestellt werden. Im Moment wird die Oculus Rift, die HTC Vive, die Gear VR, Google Daydream und das Cardboard unterstützt und es steht ein natives SDK und ein Unity Plugin bereit. Das PlayStation VR Headset wird aktuell noch nicht unterstützt, aber Nokia wird diese Lücke vermutlich zukünftig schließen.

Um den Player zu verwenden, benötigt ihr kein Nokia OZO Material. Theoretisch könnt ihr jede Kamera nutzen und das Video in den Player einbinden. Ihr könnt also auch 180 Grad Videos und 2D Inhalte verwenden. Theoretisch soll mit dem Player sogar das Abspielen von 8K Inhalten möglich sein, wenn das Abspielgerät stark genug ist. Es ist auch egal, ob ihr das Video von einem Gerät abspielen, es aus der Cloud streamen oder sogar einen Livestream verwirklichen wollt.

Wenn ihr das SDK verwendet, dann wird der Inhalt mit einem Wasserzeichen versehen. Diese Wasserzeichen kann nur entfernt werden, wenn ihr euch mit Nokia auf eine Lizenzierung einigt. Einen genauen Preis nennt Nokia nicht.

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