Hier möchten wir euch einen Überblick über die aktuellsten VR Head Mounted Display (HMDs) allgemein als VR-Brillen bekannt, zeigen. Wenn euch ein spezielles Headset interessiert, klickt auf das Bild. So gelangt ihr zu unseren Reviews bzw. Previews. Die Listen werden regelmäßig aktualisiert, sodass ihr bei uns immer auf dem neusten Stand seid.

 

VR-Brillen-Vergleichsliste 1:

VR Brille
Name
The Rift
HTC Vive
Playstation VR
Gear VR
Daydream View
Cardboard
Hersteller
Oculus VR HTC Sony Samsung Google Google
Display
2 x 90mm OLED 2 x OLED 5,7-Zoll RGB OLED
Auflösung /
Pixeldichte
2160 x 1200
ca. 456 ppi
2160 x 1200 1920 x 1080
ca. 386 ppi
bis
2960 x 1440
Pixel pro Grad
(diagonal)
ca. 16,14 ca. 14,68 ca. 14,45
Auflösung
pro Auge
1200 x 1080 1200 x 1080 960 x 1080 bis
1480 x 1440
Framerate
90 Hz 90 Hz 120 Hz 60 Hz
Sichtfeld
(diagonal)
ca. 100° ca. 110° ca. 100° ca. 101° ca. 90° ca. 100°
Gewicht
470 g
(ohne Kabel)
555 g
(ohne Kabel)
610 g
(ohne Kabel)
ca. 280 g
(ohne Handy)
ca. 220 g
(ohne Handy)
< 90 g
IPD
Anpassung
Dioptrien
Anpassung
3D Audio
Releasedatum
März 2016 April 2016 Okt. 2016 Sept. 2016 Nov. 2016 Juni 2014
Besonderheit
Von Stoff
umzogen
Room Scale
VR
Für
PlayStation 4 / Pro Konsole
inkl. Motion
Controller
inkl. Motion
Controller
Günstiger
Einstieg
Preis ca.
699 EUR 699 EUR 399 EUR 130 EUR 65 EUR 10 EUR
 

VR-Brillen- Vergleichsliste 2:

Windows
MR Brille
Name
Odyssey
AH100
Explorer
(Review)
Visor
VR1000
HC102
Hersteller
Samsung Acer Lenovo Dell HP Asus
Display
2 x 3,5-Zoll
AMOLED
2 x 2,89-Zoll LCD 2 x 2,89-Zoll LCD 2 x 2,89-Zoll LCD 2 x 2,89-Zoll LCD 2 x 2,89-Zoll LCD
Auflösung /
Pixeldichte
2880 x 1600
ca. 615 ppi
2880 x 1440
ca. 706 ppi
2880 x 1440
ca. 706 ppi
2880 x 1440
ca. 706 ppi
2880 x 1440
ca. 706 ppi
2880 x 1440
ca. 706 ppi
Pixel pro Grad
(diagonal)
ca. 19,57 ca. 21,44 ca. 19,39 ca. 18,51 ca. 21,44 ca. 21,44
Auflösung
pro Auge
1440 x 1600 1440 x 1440 1440 x 1440 1440 x 1440 1440 x 1440 1440 x 1440
Framerate
90 Hz 90 Hz 90 Hz 90 Hz 90 Hz 90 Hz
Sichtfeld
(diagonal)
ca. 110° ca. 95° ca. 105° ca. 110° ca. 95° ca. 95°
Gewicht
645 g 360 g 380 g 590 g 835 g
(inkl. Kabel)
400 g
IPD
Anpassung
Dioptrien
Anpassung
3D Audio
Releasedatum
Nov. 2017 Okt. 2017 Okt. 2017 Okt. 2017 Okt. 2017 Okt. 2017
Besonderheit
Inside-Out-
Tracking,
Integrierte
Kopfhörer
Inside-Out-
Tracking,
Visier hoch-
klappbar
Inside-Out
Tracking
Visier hoch-
klappbar
Inside-Out-
Tracking,
Visier hoch-
klappbar
Inside-Out-
Tracking,
Visier hoch-
klappbar
Inside-Out
Tracking,
Visier hoch-
klappbar
Preis ca.
??? EUR 449 EUR 449 EUR 505 EUR 449 EUR ??? EUR

VR Brillen Vergleich

Virtual Reality ist nun schon seit ein paar Jahren für die Allgemeinheit verfügbar. Dank der verschiedenen VR Brillen kann man sich zuhause mit PC, Konsole oder Smartphone in virtuelle Welten transportieren. Die Masse an Geräten lässt einen jedoch oft verzweifeln bei der Frage: Welche ist die beste VR-Brille am Markt? Zudem sind die VR-Datenbrillen nicht immer günstig und ein Kauf will wohl überlegt sein. VR-Tech ist unsere Leidenschaft und wir freuen uns euch bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen. Denn je nach Interesse und Nutzung sind verschiedenen Spezifikationen wichtig. So findet hoffentlich jeder die passende VR Brille. Wichtige Begriffe werden auch in unserem Glossar erklärt.

Immersion

Immersion beschreibt den Eindruck, dass sich die eigene Wahrnehmung in der echten Welt vermindert und die Identifikation in der virtuellen Welt steigert. Der aus dem lateinischen abgeleitete Terminus umschreibt das geistige “Eintauchen” oder Verschmelzen. In VR ist festzustellen, dass je realistischer sich die Bewegungsübertragung, Reaktion (Latenz) und die Sicht mittels der VR-Headsets dargestellt und vom Nutzer verspürt wird, desto höher ist die Immersion – das Gefühl in eine Materie eingetaucht zu sein.

Bildqualität

Die Bildqualität der einzelnen Hersteller wird von Generation zu Generation besser. Neben Auflösung, Pixeldichte, Matrixart und Displaygröße spielen aber auch die verbauten Linsen einen wichtige Rolle. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren beeinflusst, wie stark man noch einzelne Pixel der Headsets wahrnimmt. Dieser Effekt wird oft als Screendoor Effect (Fliegengitter Effekt) bezeichnet, da er daran erinnert durch ein Fliegengitter zu schauen. Zudem können Techniken wie die “Low Persistence Technologie” das Verschwimmen des Bildes bei Kopfbewegungen extrem minimieren.

Um einen vergleichbaren Wert zu zeigen, haben wir in den Tabellen auch den Wert “Pixel pro Grad (diagonal)” eingeführt. Dieser ist ein grober Wert und gibt die ungefähre Anzahl der Pixel pro Grad des diagonalen Sichtfelds (Field-of-View) an. Dieser Wert bildet deswegen nur einen ungefähren Anhaltspunkt, da der Wert auch stark von den verbauten Linsen und dem Abstand zum Displaypanel abhängt. Zudem ist durch die Krümmung der Linsen die Pixeldichte in der Mitte des Sichtfeldes höher als am Rand. Dennoch ist der Pixel pro Grad Wert ein guter Indikator für die Bildqualität der VR-Brille. Je höher der Wert, desto besser.

Sichtfeld (FOV / Field-of-View)

Das natürliche Blickfeld des Menschen mit Augenbewegungen beträgt ca. 270°. Simple Videobrillen mit einem gewöhnlichen Sichtfeld von ca. 45° sind lediglich in der Lage eine große Leinwand in einigen Metern Entfernung vor einem zu simulieren. Die ersten Generationen von VR Brillen starteten mit einem diagonalem Sichtfeld von etwa 100°. Diese Sichtfeld, was vergleichbar mit dem Sichtfeld durch eine Taucher- oder Skibrille ist, reicht jedoch völlig aus, um die Illusion hervorzurufen, man befindet sich in der virtuellen Welt. Wenn man für Computerspiele oder andere VR-Erfahrungen die größtmögliche Immersion haben möchte, sollte die VR Brille ein möglichst großes Sichtfeld haben. Hierzu sollten dann jedoch auch die anderen Faktoren nicht vernachlässigt sein.

Headtracking (Rotational Tracking)

Ohne gutes Tracking ist auch eine immersive Erfahrung kaum möglich. Konnten alte Videobrillen dem Betrachter lediglich eine statische Leinwand vor den Augen zeigen, so steckt die Magie hinter guten VR-Headsets in den Tracking-Modulen. Das Head- oder Rotationaltracking erzeugt eine Hardwareeinheit bestehend aus Gyroskopen, Magnetometern und Beschleunigungssensoren, die in der VR Brille verbaut ist und die exakte Lage, Neigung, Drehung und Beschleunigung der Kopfrotation erfasst. Mit der Hilfe des Headtrackers wird aus einer statischen Videoleinwand eine 3D-Welt, in welcher sich der Betrachter oder besser Teilnehmer umschauen kann.

Positional Tracking

Damit die Position des Kopfes im Raum erkannt und in die virtuelle Umgebung übertragen werden kann, benötigt man zudem noch einen Positional Tracker. Dieser erfasst die genaue Position der VR Brille im Raum und überträgt die Bewegungen naturgetreu in die Virtuelle Realität. Dies geschieht entweder über externe Sensoren, oder ein sogenanntes Inside-Out-Tracking, bei dem Kameras und Sensoren in der VR-Brille die Umgebung und Bewegungen erkennen. Fehlt ein solches Positional Tracking, kann man in VR lediglich seinen Kopf drehen und neigen. Bewegungen nach oben, unten, vor und zurück werden nicht erkannt, was zu einer deutlichen Minimierung der Immersion führt und so machen Menschen schon übel werden ließ.

Für Medienkonsum in einem VR-Kino oder für Erfahrungen, bei denen man sich nicht viel bewegt, stört ein fehlendes Positionstracking jedoch nicht wirklich.

Mobilität und Anschlüsse

Wenn die VR Brille nicht kabellos ist, werden die meisten Geräte über ein HDMI und/oder USB-Kabel an den PC oder die Konsole angeschlossen. Dies kann Probleme geben, wenn man sich mit seinem Headset viel bewegt, dreht oder gar herumläuft. Hier können Stative oder ähnliche Konstruktionen helfen, die das Kabel in der Luft über einem halten.

Smartphone basierte VR-Headsets bieten den Luxus, dass man definitiv kabellos unterwegs ist. Oft ist die Rechenleistung der kleinen Wunderwerke jedoch begrenzt und der von Gaming-PCs deutlich unterlegen. Wer sich hauptsächlich für ein VR-Kino oder kurze VR-Erfahrungen und Spiele interessiert, für den ist die Mobilität der Smartphone basierten VR-Adaptern jedoch Gold wert.

Audio

Ein weiterer wichtiger Teil von VR-Erfahrungen ist der Sound. Im optimalen Fall hört der VR Brillenträger einen räumlichen Klang in 3D. Oft liegt dies jedoch nicht an den Herstellern der Datenbrillen, sondern an der Entwicklern und den benutzen Software Entwicklungs Kits. Einige VR Brillen haben jedoch sogar integrierte Kopfhörer. Hier reicht die Bandbreite von einfachem Stereo über Dolby 5.1 bis hin zu hochwertigen 3D binauralem Klang. Bei guten VR-Headsets sind die Kopfhörer fest verbunden. Das spart das umständliche an- und abstöpseln der Kopfhörer.

VR Brille mit Sehschwäche nutzbar?

Die meisten Virtual Reality Headsets lassen sich nicht mit einer Brille mit Korrekturwerten tragen. Eine Brille unter der VR-Brille sozusagen. Neben der Möglichkeit Kontaktlinsen einzusetzen, bieten jedoch die meisten Hersteller eine Funktion an beide oder einzelne Augen getrennt voneinander so einzustellen, dass das Bild auch ohne die eigene Korrekturbrille scharf zu erkennen ist. Dioptrienwerte von -4 bis +2 machen in den meisten Fällen keine Probleme. Auch der Pupillenabstand (IPD) kann häufig angepasst werden. Den IPD-Wert kann man meistens per Software konfigurieren.

Tragekomfort

Egal ob zum Spielen oder Filme schauen, Virtual Reality Brillen sollten idealerweise bequem auf dem Kopf sitzen. Wer dauerhaft und auch über längere Zeiträume ein VR-Headset tragen möchte, der kommt um ein bequemes Modell nicht herum. Hierbei spielen sowohl das Gewicht aber auch Faktoren wie Tragebänder, die Belüftung und Polsterung eine große Rolle. Bei manche VR-Brillen kann man auch das Visier hochklappen.