Hier möchten wir euch einen Überblick über die aktuellsten VR-Brillen geben. Die Listen werden regelmäßig aktualisiert, sodass ihr bei uns immer auf dem neusten Stand seid.

Wenn ihr nach Empfehlungen für Geschenke für VR-Nerds sucht, dann schaut in diesen Beitrag. Dort haben wir unsere Tipps für 2020 gelistet.

Bitte beachtet: In unserer Liste tauchen nur VR-Brillen auf, welche einer breiten Massen zugänglich sind und welche innerhalb Europas bestellt werden können.

NameOculus Quest 2Oculus Rift SHTC Vive CosmosHTC Vive ProValve IndexHP Reverb G2Pimax 5K Plus
Veröffentlichung2020201920192018201920202018
DisplayLCDLCDLCDAMOLEDLCDLCDLCD
Auflösung pro Auge1832x19201280x14401440x17001440x16001440x16002160x21602560x1440
PPD11,6313,0913,0911,0712,05 - 21,33
Wiederholrate72 Hz 90 Hz80 Hz90 Hz90 Hz80 Hz - 144 Hz90 Hz72 Hz - 144 Hz
Sichtfeld110°110º110°130° (maximum)120º - 170º
IPD Anpassbar in drei StufenNicht anpassbarStufenlos anpassbarStufenlos anpassbarStufenlos anpassbarAnpassbar in drei Stufen
AudioIntegrierte Kopfhörer, 3.5 mm KlinkeIntegrierte Kopfhörer, 1x 3.5 mm KlinkeIntegrierte KopfhörerIntegrierte KopfhörerOff-ear Kopfhörer, 3.5 mm KlinkeOff-ear Kopfhörer, 3.5 mm Klinke3.5 mm Klinke
Gewicht503 g561 g702 g550 g809 g500 g514 g
Preis349 Euro (64 GB) 449 Euro (256 GB)449,99 Euro739 Euro1,164 Euro1079 Euro699,99 Euro559 Euro (Brille ohne Tracker)
BesonderheitenKann auch als VR-Brille ohne PC genutzt werden, Hand Tracking, Oculus StoreBesonders robust und für VR-Arcades optimiertController mit Finger Tracking, Sehr gute KopfhörerBesonders breites Sichtfeld. Umständliche Software und nur ohne Technik für das Tracking lieferbar.
Online VerfügbarJetzt bestellenJetzt bestellenJetzt bestellenJetzt bestellenJetzt bestellenJetzt bestellen

Wichtiger Hinweis zur Oculus Quest 2 und Oculus Rift S

Die VR-Brillen von Oculus sind derzeit nicht in Deutschland verfügbar. Ihr könnt die Produkte aber Problemlos über Amazon Frankreich bestellen, wenn ihr einen Account bei Amazon Deutschland besitzt. Hier findet ihr die Brillen bei Amazon Frankreich:

Oculus Quest 2

Oculus Rift S

Unsere aktuelle Empfehlung (26.11.2020)

Aktuell empfehlen wir die Oculus Quest 2, wenn ihr nicht speziell eine VR-Brille für Simulatoren sucht. Sie bietet durch den eigenen Store eine große Auswahl an Software, kann autark und mit PC betrieben werden und kann ebenso auf alle Steam-Inhalte zugreifen. Hier findet ihr unseren vollständigen Test zur Oculus Quest 2.

Sollte für euch ein sehr akkurates Tracking wichtig sein und ihr auf ein mobiles System keinen Wert legen, solltet ihr euch die Valve Index anschauen, die aber im Set auch deutlich teurer als die Quest 2 von Oculus ist.

Ein heißer Kandidat für das kommende Jahr könnte die HP Reverb G2 werden. Aktuell hat HP jedoch Probleme mit der Auslieferung der Brille. Die Reverb wird sich aber eher für Simulatoren eignen, da das Tracking der Controller laut ersten Tests nicht mit zeitgemäß sein soll. Dafür soll sie jedoch ein extrem klares Bild bieten.

Sonderfall PlayStation VR (PSVR)

PSVR Mega Pack mit PS5 Adapter jetzt bestellen

Da die PSVR die einzige VR-Brille für Konsolen ist, gibt es an dieser Stelle kein Vergleich mit anderen Brillen. Zwar sind die aktuellen Brillen für den PC technisch überlegen, aber nicht jeder Mensch besitzt einen PC und Sony sorgt auch weiterhin dafür, dass regelmäßig neue Titel für die Plattform erscheinen.

Aktuell bekommt ihr hier das Mega Pack mit Adapter für die PS5.

Mit diesem Pack könnt ihr die PlayStation VR an der PS4 und der PS5 nutzen.

VR Brillen Vergleich

Virtual Reality ist nun schon seit ein paar Jahren für die Allgemeinheit verfügbar. Dank der verschiedenen VR Brillen kann man sich zuhause mit PC, Konsole oder Smartphone in virtuelle Welten transportieren. Die Masse an Geräten lässt einen jedoch oft verzweifeln bei der Frage: Welche ist die beste VR-Brille am Markt? Zudem sind die VR-Datenbrillen nicht immer günstig und ein Kauf will wohl überlegt sein. VR-Tech ist unsere Leidenschaft und wir freuen uns euch bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen. Denn je nach Interesse und Nutzung sind verschiedenen Spezifikationen wichtig. So findet hoffentlich jeder die passende VR Brille. Wichtige Begriffe werden auch in unserem Glossar erklärt.

Immersion

Immersion beschreibt den Eindruck, dass sich die eigene Wahrnehmung in der echten Welt vermindert und die Identifikation in der virtuellen Welt steigert. Der aus dem lateinischen abgeleitete Terminus umschreibt das geistige “Eintauchen” oder Verschmelzen. In VR ist festzustellen, dass je realistischer sich die Bewegungsübertragung, Reaktion (Latenz) und die Sicht mittels der VR-Headsets dargestellt und vom Nutzer verspürt wird, desto höher ist die Immersion – das Gefühl in eine Materie eingetaucht zu sein.

Bildqualität

Vergleich Auflösung VR Headsets, Compare resolution Pimax Oculus Rift HTC Vive

Die Bildqualität der einzelnen Hersteller wird von Generation zu Generation besser. Neben Auflösung, Pixeldichte, Matrixart und Displaygröße spielen aber auch die verbauten Linsen einen wichtige Rolle. Das Zusammenspiel all dieser Faktoren beeinflusst, wie stark man noch einzelne Pixel der Headsets wahrnimmt. Dieser Effekt wird oft als Screendoor Effect (Fliegengitter Effekt) bezeichnet, da er daran erinnert durch ein Fliegengitter zu schauen. Zudem können Techniken wie die “Low Persistence Technologie” das Verschwimmen des Bildes bei Kopfbewegungen extrem minimieren.

Um einen vergleichbaren Wert zu zeigen, haben wir in den Tabellen auch den Wert “Pixel pro Grad (diagonal)” eingeführt. Dieser ist ein grober Wert und gibt die ungefähre Anzahl der Pixel pro Grad des diagonalen Sichtfelds (Field-of-View) an. Dieser Wert bildet deswegen nur einen ungefähren Anhaltspunkt, da der Wert auch stark von den verbauten Linsen und dem Augenabstand zum Displaypanel abhängt. Zudem ist durch die Krümmung der Linsen die Pixeldichte in der Mitte des Sichtfeldes höher als am Rand. Dennoch ist der Pixel pro Grad Wert ein guter Indikator für die Bildqualität der VR-Brille. Je höher der Wert, desto besser.

Vergleich Auflösung VR Headsets, Compare resolution Pimax Oculus Rift HTC Vive

Die Bildqualität hängt jedoch nicht nur von der Auflösung ab. Interessante Einblicke hierzu gibt eine neue Studie vom VDC Fellbach.

Sichtfeld (FOV / Field-of-View)

Das natürliche Blickfeld des Menschen mit Augenbewegungen beträgt ca. 270°. Simple Videobrillen mit einem gewöhnlichen Sichtfeld von ca. 45° sind lediglich in der Lage eine große Leinwand in einigen Metern Entfernung vor einem zu simulieren. Die ersten Generationen von VR Brillen starteten mit einem diagonalem Sichtfeld von etwa 100°. Diese Sichtfeld, was vergleichbar mit dem Sichtfeld durch eine Taucher- oder Skibrille ist, reicht jedoch völlig aus, um die Illusion hervorzurufen, man befindet sich in der virtuellen Welt. Wenn man für Computerspiele oder andere VR-Erfahrungen die größtmögliche Immersion haben möchte, sollte die VR Brille ein möglichst großes Sichtfeld haben. Hierzu sollten dann jedoch auch die anderen Faktoren nicht vernachlässigt sein.

Headtracking (Rotational Tracking)

Ohne gutes Tracking ist auch eine immersive Erfahrung kaum möglich. Konnten alte Videobrillen dem Betrachter lediglich eine statische Leinwand vor den Augen zeigen, so steckt die Magie hinter guten VR-Headsets in den Tracking-Modulen. Das Head- oder Rotationaltracking erzeugt eine Hardwareeinheit bestehend aus Gyroskopen, Magnetometern und Beschleunigungssensoren, die in der VR Brille verbaut ist und die exakte Lage, Neigung, Drehung und Beschleunigung der Kopfrotation erfasst. Mit der Hilfe des Headtrackers wird aus einer statischen Videoleinwand eine 3D-Welt, in welcher sich der Betrachter oder besser Teilnehmer umschauen kann.

Positional Tracking

Damit die Position des Kopfes im Raum erkannt und in die virtuelle Umgebung übertragen werden kann, benötigt man zudem noch einen Positional Tracker. Dieser erfasst die genaue Position der VR Brille im Raum und überträgt die Bewegungen naturgetreu in die Virtuelle Realität. Dies geschieht entweder über externe Sensoren, oder ein sogenanntes Inside-Out-Tracking, bei dem Kameras und Sensoren in der VR-Brille die Umgebung und Bewegungen erkennen. Fehlt ein solches Positional Tracking, kann man in VR lediglich seinen Kopf drehen und neigen. Bewegungen nach oben, unten, vor und zurück werden nicht erkannt, was zu einer deutlichen Minimierung der Immersion führt und so machen Menschen schon übel werden ließ.

Für Medienkonsum in einem VR-Kino oder für Erfahrungen, bei denen man sich nicht viel bewegt, stört ein fehlendes Positionstracking jedoch nicht wirklich.

Mobilität und Anschlüsse

Wenn die VR Brille nicht kabellos ist, werden die meisten Geräte über ein HDMI und/oder USB-Kabel an den PC oder die Konsole angeschlossen. Dies kann Probleme geben, wenn man sich mit seinem Headset viel bewegt, dreht oder gar herumläuft. Hier können Stative oder ähnliche Konstruktionen helfen, die das Kabel in der Luft über einem halten.

Smartphone basierte VR-Headsets bieten den Luxus, dass man definitiv kabellos unterwegs ist. Oft ist die Rechenleistung der kleinen Wunderwerke jedoch begrenzt und der von Gaming-PCs deutlich unterlegen. Wer sich hauptsächlich für ein VR-Kino oder kurze VR-Erfahrungen und Spiele interessiert, für den ist die Mobilität der Smartphone basierten VR-Adaptern jedoch Gold wert.

Audio

Ein weiterer wichtiger Teil von VR-Erfahrungen ist der Sound. Im optimalen Fall hört der VR Brillenträger einen räumlichen Klang in 3D. Oft liegt dies jedoch nicht an den Herstellern der Datenbrillen, sondern an der Entwicklern und den benutzen Software Entwicklungs Kits. Einige VR Brillen haben jedoch sogar integrierte Kopfhörer. Hier reicht die Bandbreite von einfachem Stereo über Dolby 5.1 bis hin zu hochwertigen 3D binauralem Klang. Bei guten VR-Headsets sind die Kopfhörer fest verbunden. Das spart das umständliche an- und abstöpseln der Kopfhörer.

VR Brille mit Sehschwäche nutzbar?

Die meisten Virtual Reality Headsets lassen sich nicht mit einer Brille mit Korrekturwerten tragen. Eine Brille unter der VR-Brille sozusagen. Neben der Möglichkeit Kontaktlinsen einzusetzen, bieten jedoch die meisten Hersteller eine Funktion an beide oder einzelne Augen getrennt voneinander so einzustellen, dass das Bild auch ohne die eigene Korrekturbrille scharf zu erkennen ist. Dioptrienwerte von -4 bis +2 machen in den meisten Fällen keine Probleme. Auch der Pupillenabstand (IPD) kann häufig angepasst werden. Den IPD-Wert kann man meistens per Software konfigurieren.

Tragekomfort

Egal ob zum Spielen oder Filme schauen, Virtual Reality Brillen sollten idealerweise bequem auf dem Kopf sitzen. Wer dauerhaft und auch über längere Zeiträume ein VR-Headset tragen möchte, der kommt um ein bequemes Modell nicht herum. Hierbei spielen sowohl das Gewicht aber auch Faktoren wie Tragebänder, die Belüftung und Polsterung eine große Rolle. Bei manche VR-Brillen kann man auch das Visier hochklappen.