HTC Vive Pro
Tower Tag auf Steam

Nach dem Hinweis am Wochenende folgt nun wie erwartet die offizielle Vorstellung auf der CES 2018 in Las Vegas: HTC kündigt im Live-Stream sein neues Headset Vive Pro an, das mit einer höheren Auflösung und integrierten Lautsprechern glänzen will. Dazu gibt es einen neuen Vive Wireless Adapter.

Vive Pro: Update 1.5 mit 2880 x 1600 Pixeln und Audio

Wer ein völlig neues Modell erwartet, wird womöglich enttäuscht – aber die Vive Pro bietet ein willkommenes Update – die ursprüngliche HTC Vive bleibt weiterhin im Programm. Die Vive Pro besitzt zwei OLED-Displays mit einer gemeinsamen Auflösung von 2880 x 1600 Pixeln und zieht damit beispielsweise mit der Vive Focus aus gleichem Hause gleich. Insgesamt besitzt das neue Headset damit eine um 78 Prozent erhöhte Auflösung und sollte eine wesentlich schärfere und klarere Darstellung erreichen. Zum Vergleich: Die „Normale“ HTC Vive bietet 2160 x 1200 Bildpunkte.

Eine willkommene Neuigkeit ist auch die Integration von Lautsprechern, was den Komfort deutlich steigern sollte. Besitzer des alten Modells mussten zum Deluxe Audio Strap greifen, der bei der Vive Pro nun überflüssig sein sollte. Informationen zur Verfügbarkeit und zum Preis des neuen VR-Headsets will HTC zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen. Im Live-Stream erwähnt HTC zudem, dass man die Vive-Tracker 2.0 einsetzt. Die Vive Pro nur als Headset soll später in diesem Jahr verfügbar sein.

Außerdem kündigt der Hersteller offiziell den Vive Wireless Adapter für die HTC Vive und HTC Vive Pro an, mit dem man die Headsets ohne Kabel mit dem PC verbinden kann. Der Adapter setzt im Gegensatz zu TPCast auf Intels WiGig-Technologie, allerdings muss man sich noch eine Weile gedulden. Erst im dritten Quartal 2018 soll der Adapter auf den Markt kommen. Offen und spannend bleibt der Preis: Zwar ist TPCast für die erste HTC Vive verfügbar, allerdings für rund 350 Euro alles andere als ein Schnäppchen. Ob sich der Vive Wireless Adapter hier als Preisbrecher positionieren kann, bleibt abzuwarten. Ob TPCast mit der HTC Vive Pro ohne (zu) große Latenzprobleme beziehungsweise überhaupt funktioniert, ist ebenfalls noch nicht klar.

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Noname
Noname
3 Jahre her

3k wirklich? Pimax kommt mit 8k. Sorry HTC aber 4k darf man 2018 wirklich erwarten.

linuxJuggler
linuxJuggler
3 Jahre her
Reply to  Noname

Also die Pimax 5K wird mit 2 * 2560 * 1440 spezifiziert, d.h. bei 100 Grad FOV 1280 * 1440 im Vergleich zu 1440 * 1600 bei Vive Pro.
Natürlich ist die Display Auflösung 8K, aber das hilft nur beim Screen Door effekt.
Da der FOV doppelt so groß ist, steigt die zu rendernde Pixelzahl um Faktor 2.
=> 2560*1440 / 1440*1600 = 1.6
=> für die Pimax 5K müssen also schon 60 % mehr Pixel berechnet werden, was vermutlich auf mindestens 30 % mehr Last im Vergleich zur Vive Pro hinaus läuft. Im Gegenzug sind Schriften trotzdem schlechter zu lesen (und das ist meines Erachtens das größte Problem mit der geringen Auflösung) und man verplempert Rechenzeit damit, Dinge mit einer Auflösung zu berechnen die vermutlich jenseits dessen liegt was das periphere Seefeld überhaupt hergibt.

Und was das die Last betrifft, hier mal die Verhältnisse zur aktuellen Vive:
2560*1440/(1080*1200) = 2.84
3860*2160/(1080*1200) = 6.43
=> Um die Last zu simulieren kannst du einfach mal ein Oversampling von 284% bzw. 643 % einstellen und dann mal prüfen wie viele Spiele dabei noch ohne Reprojection und deutlichen Detailverlust laufen.
Ich würde vermuten, dass bei 643% (also Pimax 8K nativ) nicht mal ein ein GTX1080Ti SLI Gespann ausreicht, also wohl auch keine GTX1180.
Wahrscheinlich wird schon bei 284% die GTX1080Ti oft überfordert sein.

=> Das Problem ist nicht ein 4k Display in ein HMD zu pappen, das Problem ist ein solches mit 90 fps und niedriger Latenz zu befeuern.
Dieses Problem muss zuerst mal von AMD / Nvidia “bearbeitet” werden.
Zusätzlich kann dann noch Foveated rendering hinzukommen, aber vermutlich wird auch dann noch die Renderlast für ein 4K Display höher sein, als die eines 2K Displays und ausreichend schnelles eye-tracking scheint wohl eh noch ein offenes Problem zu sein.

Insgesamt ist aloo alles jenseits 3K im Moment nicht praktikabel (dass Quad-Sli mit problemlos mit allen VR Spielen harmoniert würde ich sehr bezweifeln).

Die Vive Pro bietet immerhin im zentralen Sehbereich, in dem die grobe Auflösung am störensten ist, mehr als die Pimax 5K und mehr als diese wird man im Laufe dieses Jahres wohl nicht ansteuern können, von wireless ganz zu schweigen.
Nicht zu letzt zieht die Vive Pro damit mit dem besten Windows MR HMD gleich.

Noname
Noname
3 Jahre her
Reply to  linuxJuggler

Das ist Blödsinn, eine Gtx 1080ti kann bei 4k auch 90 fps oder mehr raus hauen. Mann darf dann halt nicht die höchste Texturqualität und die schönsten Effekte erwarten. Ist bei VR auch nicht notwendig und ja der SDE ist das Hauptproblem in VR welches die Immersion zerstört. Das liegt aber daran, dass die Pentilmatrix verwendet wird, im Vergleich zu Sony welche ein full Subpixel RGB verwendet. In diesem Jahr erscheinen die Ampere Karten und von denen dürfen wir einen Leistungssprung von 30% erwarten. Jetzt noch mit 3K zu kommen, finde ich völlig daneben und ist halt nur ein Refresh, aber was kostet das wieder 700-800 Euro?

Andre
Andre
3 Jahre her
Reply to  linuxJuggler

Die Pimax 8k hat kein 8k Display sondern 2 4k Displays. Außerdem wird die Auflösung intern von 3k hochskaliert. Was die angeblich fehlende Leistung der Grafikkarten betrifft, vergessen viele dass das hochauflösende Display primär dazu dienen soll, den Fliegengittereffekt zu mindern/verschwinden zu lassen und nicht um nur native 4k Inhalte wiederzugeben. Spielt man ein Spiel in 1080p auf einem 4k Display, kommt man trotzdem in den Genuss der besseren Bildqualität ohne Fliegengitter, ohne den Hardwarehunger ins unermessliche zu treiben.

Niko
Niko
3 Jahre her
Reply to  Noname

Ich frage mich warum sich so viele Leute von der Pimax 8K blenden lassen. Die Pixeldichte lässt sich am besten über die vertikale Auflösung vergleichen:

Rift DK1 = 720p
Vive = 1200p
Pimax 5k = 1440p
Odysse = 1600p
Vive Pro = 1600p
Pimax 8K = 2160p
4K TV = 2160p

osyres
osyres
3 Jahre her

Für mich ein kompletter reinfall ehrlich gesagt. Die funk Lösung erst am q3 und dann startet diese mit so einer Auflösung die ich für viel zu gering halte als sie im jahr 2018 als premium anzugeben…..

Affe
Affe
3 Jahre her
Reply to  osyres

Keine Ahnung haben, aber mitreden wollen.
Der Kommentar von linuxJuggler beschreibt sehr genau warum die Technik einfach noch nicht so weit ist. Das nehmen was es gibt oder auf die nächste Generation in 2 Jahren warten. Aber ein “NerveGear” wie aus Sword Art Online aus dem nichts zaubern, geht halt nicht. Alles auf der Welt braucht eine gewisse Zeit um sich zu entwickeln. Naja außer so manches Hirn vielleicht;).

Kosu
Kosu
3 Jahre her
Reply to  osyres

Empfinde ich auch als kompletten Rheinfall, sorry. Es sei denn der Preis ist überraschend niedrig, was ich allerdings nicht glaube.
Komm jetzt nicht immer mit… man kann diese Auflösung noch nicht rendern… darum geht es doch gar nicht bei VR. Es ist dieser beschissene screendoor Effekt der immens stört. Und ob der wirklich “wesentlich” besser ist bei der Voice Pro, bezweifle ich stark.

Es sei denn, man kann das Headset alleine jetzt für 200 € nachkaufen um seine jetzige HTC Vive aufzurüsten. Dann wäre das Upgrade okay.

Stefan
Stefan
3 Jahre her

… ich halte das Update für gut. Die Pimax-Leute müssen erst einmal auf den Markt. Derzeit verschieben sie aber. Die Vive Einzeln klingt gut. Mal sehen, wie hoch der Preis ausfällt (für das HMD). Bis 699 Euro lasse ich mir noch gefallen. Aber da müssen noch Tests her (Displays, Kopfhörer, Komfort usw.)

Kosu
Kosu
3 Jahre her
Reply to  Stefan

Waas, bis 700 € nur für das Headset? Da bist du aber relativ schmerzfrei…
Bei mir müsste das Headset für einen Neukauf weit unter 500 € liegen. Bei 300 € könnte ich nervös werden, ansonsten auf Pimax warten.

Matthias
Matthias
3 Jahre her

An sich ist ein Update immer gut, ich denke das Headset wird schon ziemlich gut werden, allerdings stört mich der Name Vive Pro, denn es ist kein Nachfolger, der technische Verbesserungen bei einem nach Möglichkeit gleichen oder sogar günstigeren Preis bedeutet, sondern es ist das höherpreisige “Pro” Modell das automatisch auch mehr kosten darf. Das Headset sollte Vive 2 heißen und nicht Pro und einen massentauglichen Preis haben und unter 500€ liegen, die Headsets müssen billiger werden, sonst wird das nichts.