HTC Vive Pro

Gestern Nacht hat HTC die neue Vive Pro in Las Vegas präsentiert. Amerikanische Journalisten konnten das Modell schon testen, hinzu kommen Trailer, Webseite und weitere Infos. Offen bleibt nach wie vor der Preis und die Funktion der zweiten Kameralinse. Diese lädt zu Spekulationen ein: Könnte die Vive Pro einen Augmented-Reality-Modus mitbringen?

HTC Vive Pro: Die Vive 1.5 überzeugt bei Auflösung und Tragekomfort

Mit der Vive Pro stellt HTC einige Baustellen des Vorgängers fertig. So berichten die meisten Journalisten, dass der Deluxe Audio Strap nun überflüssig sei – durch ein Rad auf der Rückseite lässt sich das gegenüber dem normalen Modell leichter gewordene Headset einfacher am Kopf justieren. Die eingebauten Kopfhörer befeuert die Vive mit einem eigenen Verstärker – über die Soundqualität lässt sich allerdings kaum urteilen, schließlich fanden die ersten Tests in lauten Umgebungen statt.

Vielleicht die wichtigste Neuerung der Vive Pro gegenüber dem Standard-Modell der Vive sind die beiden neuen AMOLED-Desplays, die eine Auflösung von 1440 x 1600 Pixeln bieten und nach übereinstimmenden Berichten den Fliegengittereffekt deutlich reduzieren. Er ist wohl nur noch wahrnehmbar, wenn man sich darauf konzentriert. Zudem steigt die Lesbarkeit von Schriften deutlich. Laut Road To VR sind einzelne Pixel kaum noch zu erkennen. HTC scheint nach dem Bericht die gleichen Fresnel-Linsen wie beim alten Modell einzusetzen. Das Sichtfeld bleibt laut Webseite zur HTC Vive Pro unverändert bei 110 Grad, ebenso wie die Refreshrate bei 90 hz. Für die Verbindung zum PC setzt HTC auf USB-C 3.0 sowie DisplayPort 1.2.

Vive Pro mit zweitem Kameraauge

Die erste HTC Vive besitzt lediglich eine Kamera, die dafür gedacht ist, schnell einen Blick in die echte Realität zu werfen, ohne das Headset abnehmen zu müssen. HTC rüstet bei der Pro-Version auf und spendiert der VR-Brille eine zweite Kamera. Welche Auflösung diese haben, ist unbekannt. Theoretisch könnte das Gespann eine 3D-Ansicht der Wirklichkeit mit der virtuellen Realität verschmelzen und damit Augmented Reality ermöglichen. Ob Entwickler das nutzen, sei dahingestellt – auch, welche Werkzeuge und Möglichkeiten für die Kameras HTC zur Verfügung stellt.

HTC Vive Pro

Bereits bekannt war, dass die Vive Pro die SteamVR Tracker 2.0 unterstützt. Bis zu vier Basestations lassen sich verwenden und ein Feld von 100 Quadratmetern abdecken. Allerdings kann man auch die alten Stations verwenden. HTC will die Vive Pro im ersten Quartal 2018 als reine VR-Brille verkaufen. Das Set mit Controllern und den neuen Lighthouse-Stations soll später folgen. Für das dritte Quartal 2018 hat HTC dann die Auslieferung des Wireless-Adapters geplant, das die Vive sowie Vive Pro von den Kabeln befreien soll.

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NigelLewins
Gast
NigelLewins

“Das Sichtfeld bleibt laut Webseite zur HTC Vive Pro unverändert bei 110 Grad”… are you kidding me?

Neeru
Gast
Neeru

ist doch mehr als genug. man legt halt derzeit mehr wet auf die pixeldichte. ein höheres fov wuerde wieder nur das bild schlechter machen.

NigelLewins
Gast
NigelLewins

Aber es würde ungleich mehr Immersion schaffen, siehe die Pimax, da sagen alle, die die ausprobiert haben, dass das fov der eigentliche GameChanger ist.

Cypher
Gast
Cypher

Mich würde mal interessieren warum man nicht zur “Samsung Odyssey” greifen sollte.
Mal abgesehen davon das sie hier schwerer zu bekommen ist aber für die Odyssey sind 499$ veranschlagt, für die Vive Pro im Set werdens wohl mindestens 699$.
– gleiches FoV
– gleiche Auflösung
– gleiche Hz
– Tracking soll ja ganz ordentlich funktionieren (90% der Vive)