Nach Tilt Brush, Blocks, Medium und Quill bekommt die Tool-Szene für die kreative Erstellung von Inhalten in VR mit Gravity Sketch einen interessanten Neuzugang. Das Programm für die Oculus Rift und HTC Vive ermöglicht die Entwicklung von präzisen 3D-Modellen in der virtuellen Realität, liefert aber auch einfache Malwerkzeuge. Ein erstes Hands-on verspricht einen einfachen Zugang, um selbst als Nicht-Profi schnell überzeugende Modelle entwickeln zu können.

Gravity Sketch: 3D-Modelling in VR leicht gemacht

Gravity Sketch 3D-Modelling
Jamie Feltham von UploadVR konnte das gerade erst veröffentlichte Gravity Sketch bereits testen und findet lobende Worte für die Modelling-Software. Wer die App öffnet, wird von einem simplen Zeichen-Tool im Tilt-Brush-Stil empfangen. Das sollte einen nicht irritieren, denn das Besondere an dem Programm findet man in den Funktionen für das Erstellen von 3D-Polygon-Modellen. Mit ihnen war es Feltham nach eigener Aussage beispielsweise möglich, in Sekunden eine Kerze zu modellieren. Er hebt hervor, wie leicht zugänglich das Programm sei. Die Bedienung mit Touch-Controllern lässt viel kreativen Spielraum, aber Modelle lassen sich auch sehr präzise erstellen – Gravity Sketch unterstützt beide Ansätze.

Wenn man mit dem Ergebnis zufrieden ist, lassen sich die Kreationen als .obj-Dateien speichern. Damit steht der Weg offen für Nachbearbeitungen in anderen 3D-Programmen oder beispielsweise der Export zu Spielentwicklungs-Umgebungen wie Unity. Der umgekehrte Weg ist ebenfalls möglich und es lassen sich .obj-Dateien in Gravity Sketch laden und weiterarbeiten.

Im Moment ist die Software im Early Access zum Sonderpreis von knapp 24 Euro auf Steam erhältlich, später steigt der Preis auf knapp 28 Euro. Eine Pro- sowie Studio-Version bietet der Entwickler ebenfalls an, sie enthalten mehr Import- und Export-Formate. Außerdem lassen sich mehr Ebenen benutzen, die Standard-Version ist auf vier beschränkt. Der wichtigste Unterschied ist allerdings die Lizenz, denn die Basic-Version erlaubt keinerlei kommerzielle Nutzung. Für die Pro- und Studio-Version berechnet das Start-up aus London einen monatlichen Obulus. Die Systemvoraussetzungen von Gravity Sketch sind vergleichsweise moderat. Als Grafikkarte wird eine NVIDIA GTX 970 oder Radeon R9 290 vorausgesetzt, beim Arbeitsspeicher 4 GB.

(Quelle: UploadVR)

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