Meine Perfekte VR-Brille

Klar, die perfekte VR-Brille wäre gar keine “Brille”, sondern es wäre irgendeine Technologie, die uns die gesamte virtuelle Wahrnehmung per Super-Brain-Wave-WLAN direkt auf unsere Rezeptoren projiziert. Aber so weit wollte ich heute mit meinem Gedankenspiel noch nicht nach vorne blicken. Mir geht es um eine sehr greifbare Sache, die wahrscheinlich schon sehr bald den VR-Markt erobern könnte.

Die Rede ist von einem Hybrid aus einem mobilen VR-System (Gear VR / Google Daydream) und einem stationärem VR-System (Oculus Rift, HTC Vive oder PSVR). Natürlich gibt es mit den kommenden “Merged Reality Brillen” von Intel, dem Project-Alloy, ein sehr interessanten Ansatz, der sich seine Position genau zwischen mobiler und stationärer VR sucht, allerdings ist es unterm Strich auch nur ein mobiles Virtual-Reality-Headset mit autarkem Tracking und der Möglichkeit den realen Raum zu erkennen. Im Vergleich zur Rift und der Vive bzw den PCs die diese Headsets mit Grafik-Power befeuern, hat es aber immer noch eine vergleichsweise schwache Leistung. Auch Oculus selbst arbeitet an einem ähnlichen Prototypen. Ich denke die Reise könnte in eine andere Richtung gehen.

Nintendo Switch als Vorbild für eine VR-Brille mit „Flow“

Wer eine Nintendo Switch Konsole sein eigen nennen kann, der wird wahrscheinlich auch sagen, dass der “Switch” Teil, also der Wechsel zwischen mobiler Konsole und TV-Konsole, tatsächlich das Beste an dem ganzen Konzept ist. Es geht einfach, smooth und schnell. Ich würde sagen die Switch hat Flow. Nun möchte ich allerdings nicht die Switch in eine VR-Halterung stecken (dazu gab es auch schon Ideen), sondern es geht mir darum sich dieses Switch-Konzept abzuschauen bzw. sich davon inspirieren zu lassen.

Machen wir es kurz. Ich nehme die GearVR, ein High-End Smartphone, den Deluxe-Audio-Strap und das Lighthouse-Tracking System der Vive, aber die Touch Controller der Rift und einen leistungsstarken PC oder eine entsprechende Konsole (die neue XBox mit dem Codenamen Scorpio z.B.), dann werfe ich alles wie ich es beim neuen Zelda Spiel gelernt habe, in einen Kochtopf. Jetzt kurz warten bis es Puff macht und fertig ist meine perfekte VR-Brille. Verfeinert könnte das ganze dann natürlich noch mit Kabellosigkeit werden.

Die Hybridlösung – Das beste der aktuellen VR Technologien

Das Kernelement wäre das Smartphone, so etwas braucht man heutzutage eigentlich sowieso. Eine Sinnvolle Investition also. Nun käme die VR-Halterung hinzu die zusätzlich mit den Lighthouse-Sensoren und Audio Strap ausgestatten sind. Die Extrateile würden meine Halterung gegenüber der GearVR zwar etwas teuer werden lassen, dafür spare ich ja quasi durch das Handy, an einem zusätzlichen Display und anderem Kleinkram. Unterwegs kann ich nun mobiles VR genießen, sobald ich zu Hause ankomme, schließe ich meine VR-Brille via Magnetkabel, oder per Wireless-Lösung an meine Konsole oder meinen PC und erlebe die uneingeschränkte Leistung mit selbigem VR-Headset.

Da das gesamte System durch ein übergreifendes Betriebssystem verbunden wäre (z.B. Windows Holographic) erlebe ich einen ähnliche Flow wie bei der Nintendo Switch und kann gewisse Inhalte direkt weiter erleben. Natürlich wird es auch viele Spiele und Erlebnisse geben die nur mit einem stationären System funktionieren, aber selbst dann hätte ich immer noch den großen Vorteil, dass alles praktisch wie aus einem Guss ist, denn über das Smartphone habe ich jederzeit Zugriff aus das Betriebssystem und brauche beispielsweise den Monitor oder den Fernseher gar nicht mehr anschmeißen um in die Virtuelle Realität einzutauchen.

Einige kleinere Hersteller haben sich schon an ähnlichen Konzepten versucht. Die Ergebnisse waren bisweilen jedoch nie wirklich zufriedenstellend. Es müssen sich nur qualifizierte und erfahrene Hersteller finden, sich der Sache annehmen und ein gutes Produkt daraus machen. Wer weiß was Oculus, HTC, Samsung oder Microsoft demnächst präsentieren werden. In jedem Fall wäre ein offenes System und gewisse Kooperation zwischen den Big Playern wichtig um meine Vision zu verwirklichen.

Wie würde eure perfekte VR-Brille aussehen schreibt es hier in die Kommentare oder auf unseren entsprechenden Beitrag bei Facebook oder Twitter.

Hinterlasse einen Kommentar

Benachrichtige mich zu:
avatar
Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Markus
Gast
Markus

Perfekte Brille?: kabelloses Raumtracking inkl. Body & VRGloves sowie ein FoV von mind. 120° und 8k pro Auge. Und natürlich den PC, der den Spaß befeuern darf :-)

Peter
Gast
Sehr interessantes Gedankenexperiment, das da im Artikel beschrieben wird! Ich denke,dass sich im Bereich VR in den nächsten Jahren noch sehr viel verändern wird und eine VR-Brille für eine Fülle von Möglichkeiten und Situationen genutzt werden kann. In welche Richtung sich das Ganze entwickelt wird man natürlich in 10 Jahren besser wissen, aber es ist aus jeden Fall sehr Spannend… Read more »
vrnerd
Gast

Die Hybridlösung mit dem Smartphone wäre echt super. Mit dem App Intugame VR können PC-Spiele auf das Smartphone übertragen werden, natürlich nicht optimal aber denke, dass es die richtige Richtung ist.

Chris
Gast

Interessante Ansätze! Ich bin echt gespannt und freue mich, was in Zukunft noch alles in diesem Bereich passieren wird. Es steckt so viel Potential darin. Vor allem die Gamingbranche wird versuchen hier Fuß zu fassen. Man stelle sich vor, die Welten von GTA und ähnlichem können mit einer VR Brille „real“ betreten werden. Ein Traum von jedem Gamer!

Green
Mitglied
Newbie

Mobile und stationäre Systeme sollten sich erst einmal beide weiter entwickeln, wobei ich die stationären schon recht solide finde. Bei mobil fehlt zu einer richtig guten VR Erfahrung noch die Auflösung (4k) und eine gute Brille mit idealerweise 120 Grad FOV. Wenn eines der beiden Systeme zu großen Abstand hat, leidet die Gesamterfahrung darunter.

wpDiscuz