World of Tanks VR

Das MMO World of Tanks erfährt wie berichtet eine VR-Umsetzung, allerdings derzeit nur für Spielhallen. Die gute Nachricht: Eine Heimumsetzung ist geplant und soll nächstes Jahr erscheinen. Ausgewählte Journalisten bekamen nun die Gelegenheit, in New York die Arcade-Version des Panzer-Spiels auszuprobieren. Den Titel entwickelt die neu gegründete Firma Neurogaming, eine Kooperation zwischen den WoT-Machern Wargaming und VRTech.

World of Tanks VR

World of Tanks für VR-Arcade im ersten Testlauf

Neurogaming lud einige Journalisten nach New York ein, darunter Ian Hamilton von Upload VR. Zwar befindet sich die VR-Umsetzung von World of Tanks noch in einem frühen Stadium, konnte allerdings trotzdem schon überzeugen. Hamilton fand sich im Cockpit eines Panzers in einer kalten Winterlandschaft wieder und durfte gegen russische Gegner antreten. Dabei chatteten seine Kombattanten in russischer Sprache, was die Immersion laut des Journalisten massiv erhöhte. Und auch sonst konnte das von Grund auf für die virtuelle Realität entwickelte World of Tanks VR überzeugen. Beispielsweise die Steuerung und das bereits gut ausbalancierte Gameplay.

Am Schluss steht allerdings eine kleine „Enttäuschung“: Nach zehn Minuten war die Session vorbei und Hamilton wollte mehr. Was vor allem daran liegt, dass man das Gefühl hat, sich weiter verbessern zu können. Der Wiederspieleffekt ist also also hoch, was Spielhallenbetreiber freuen wird. Über die Monetarisierung macht sich Neurogaming einige Gedanken. Das Unternehmen plant beispielsweise, neben einem Fortschritts-System erstmals In-app-Käufe anzubieten.

World of Tanks VR

Die Installation der passenden Hardware fällt äußerst platzsparend aus und eignet sich damit nicht nur für Arcade-Hallen, sondern beispielsweise auch für VR-Ecken in Kinos und Shopping-Center. Bis zu vier Spieler bedient Neurogamings CinemaVR-System, die Hardware steckt dabei in einem Metallrahmen. Die Headsets baumeln herunter, wodurch für Spieler auch 360-Grad-Drehungen möglich sind, ohne sich im Kabel zu verheddern. 35.000 US-Dollar kostet das komplette Hardware-System derzeit und scheint sich bezahlt zu machen. Laut Aussage von Neurogaming hat man 37 Arcade-Installationen in Europa und Russland am Start. Durchschnittlich kommen monatlich 2500 Besucher und zahlen 5 bis 7,5 US-Dollar für eine zehnminütige Session. Das reiche aus, damit die Arcade Gewinn abwerfe. Insgesamt sollen rund ein Drittel der Besucher Wiederholungstäter sein.

Man darf also gespannt sein, wie sich World of Tanks weiter entwickelt. Bisher war nicht klar, ob und wann eine Heimumsetzung erscheint. Im Artikel von Hamilton bestätigt Neurogaming, dass diese für das nächste Jahr geplant ist.

(Quelle: Upload VR)

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