Mitte November hat HTC die autarke VR-Brille Vive Focus vorgestellt, ließ aber eine Menge Fragen offen. Fast alle davon beantwortet jetzt der chinesische Hersteller. Es wird zwei Versionen geben, die sich allerdings nur leicht im Preis und in der Farbe unterscheiden. Die Vorbestell-Phase in China startet am 12. Dezember und dauert bis zum 12. Januar.

Vive Focus: Mehr Details zu der Standalone-VR-Brille

Besonders interessant ist der Preis, den HTC für sein Headset verlangt. Die angepeilten rund 650 US-Dollar für die Version in Electric Blue und 600 Dollar für Almond White klingen angesichts der Oculus Go, die lediglich ein Drittel kostet, erstmal happig, allerdings bietet die Vive Focus auch mehr. Star des Headsets ist auf dem Papier das 3K AMOLED-Display, das mit 2880 x 1600 Bildpunkten auflöst. Zum Vergleich: Die Samsung Odyssey löst pro Auge mit 1400 x 1600 Pixeln auf und bietet damit etwas weniger Pixel an. Der Bildeindruck könnte also ähnlich überragend ausfallen wie bei dem Windows Mixed Reality Headset. Das Sichtfeld gibt HTC mit 110 Grad an, wobei dieser Wert mit Vorsicht zu genießen ist. Der Augenabstand soll sich regeln lassen. Bei der Bildwiederholrate können die PC-Brillen Punkten, die liegt bei der Vive Focus lediglich bei 75 Hertz.

Das dürfte dem Prozessor geschuldet sein, denn im Inneren des Headsets werkelt ein Snapdragon 835 – das derzeitige Topmodell von Qualcomm befeuert auch einen Teil der Samsung-Galaxy-S8-Modelle. Internen Speicher für Anwendungen führen die technischen Spezifikationen nicht auf. Der Punkt bleibt also noch etwas unklar. Die Vive Focus unterstützt aber microSD-Karten mit der aktuell größtmöglichen Speichergröße sowie USB-Sticks mit Typ-C-Anschluss. Über die Schnittstelle wird die Brille auch aufgeladen. Für die drahtlose Übertragung steht WLAN ac zur Verfügung.

Akkulaufzeit und Auslieferdatum

Die Vive Focus verfügt über Inside Out Tracking mit sechs Freiheitsgraden, sodass Roomscale-Erfahrungen ohne externe Sensoren möglich sind. Der Controller besitzt neun Achsen, wird allerdings nur mit drei Freiheitsgraden getrackt. Als autarkes Headset verfügt die Vive Focus sinnvollerweise über Lautsprecher, wer andere nicht stören will oder einen besseren Klang bevorzugt kann Kopfhörer anschließen. Besonders spannend war auch die noch offene Frage nach der Akkulaufzeit. Die gibt HTC mit bis zu 3 Stunden an. Außerdem soll das Headset im Stand-by eine Woche lang „durchhalten“, bevor der Akku leer ist. Dank Qualcomm unterstützt das Headset Quick Charging. Der Controller hält mit zwei AAA-Batterien rund 30 Stunden durch.

Nach der Vorbestellphase will HTC die Vive Focus am 18. Januar in China ausliefern. Später im Jahr soll das VR-Headset auch im Westen erhältlich sein.

(Via Road To VR, Quelle: Yivian)

Hinterlasse einen Kommentar

Benachrichtige mich zu:
avatar
Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Rene Uhlemann
Gast
Rene Uhlemann
was soll man mit einem Handychip in einer VR-Brille erreichen erreichen? Zumal eine 1080 bei Okulus und die PS4 Pro bei PSVR schon zu schwach sind…. Klar kann ich Minecraft in VR spielen aber wer will das? Und dann 600 Dollar oder mehr? Da bin ich ja mit der PSVR und der PS4 Pro nicht teurer und dort hat man… Weiterlesen »
Affe
Gast
Affe
Dass die Brille nicht unbedingt Gamer, geschweige denn Hardcore Gamer ansprechen soll ist glaub ich klar. Meiner Meinung nach verspricht sie GearVR-Spiele und Anwendungen in höherer Qualität mit mehr Komfort, einer besseren Technik und einem für VR optimiertes System, das keine Kabel braucht, eine lange Akkulaufzeit und ein InsideOut Tracking hat. Das reicht vielen Gelegenheitsspieler schon. Da ist zwar eine… Weiterlesen »
wpDiscuz