Ricoh Theta V

Ricoh stellt das Nachfolgemodell zu seinen beliebten Einsteiger-360-Grad-Kameras Theta S und SC vor: Die Theta V bietet mit 4K eine deutlich höhere Auflösung an als die Vorgängermodelle. Außerdem stattet Ricoh seine neue 360-Grad-Kamera mit vier Mikrofonen aus, die ein 3D-Raumtonverfahren ermöglichen. Das soll das Erlebnis in der virtuellen Realität deutlich verbessern. Neu ist auch die Möglichkeit, Bilder und Videos direkt an den Amazon Fire TV Stick zu schicken.

Theta V: 4K und besserer Dynamikumfang

Wie der Name schon andeutet, geht Ricoh mit seiner Theta-Kamera in die fünfte Generation. Mit der Theta S hatte das Unternehmen eine der ersten günstigen 360-Grad-Video-Kamera auf den Markt gebracht. Die Theta SC drehte dann noch mal an der Preisschraube, brachte technisch aber keine Neuerungen. Der größte Kritikpunkt an den beiden alten Modellen war allerdings die Auflösung: für 360-Grad-Videos ist Full HD mit 1920 x 1080 Bildpunkten einfach viel zu wenig. Samsung brachte dann zu einem vergleichbaren Preis seine Gear 360 und einen Nachfolger auf den Markt. Diese können zwar 4K, arbeiten aber vollständig lediglich mit neueren Samsung Galaxy S– und Note-Modellen zusammen.

Nun zieht Ricoh bei der Auflösung gleich und ermöglicht mit der Theta V 360-Grad-Videos mit 3840 x 1920 Pixeln. Die Bildfrequenz bei dieser Auflösung liegt bei 30 fps. Auch das Live-Streaming ist mit 4K möglich. Nicht geändert hat sich hingegen die Auflösung für Fotos, die nach wie vor bei 5367 x 2688 Pixeln liegt. Auch die Blende bleibt mit f 2.0 unverändert. Allerdings hat Ricoh nach eigenen Angaben am Dynamikumfang sowie am Weißabgleich gedreht. Auch scheinen die beiden 12-Megapixel-Sensoren mehr Licht sammeln zu können: Der höchste ISO-Wert für Fotos liegt bei 3200, bei Videos bei 6400.

Vier Mikrofone für 3D-Ton in der VR

Interessant klingt das 3D-Raumtonverfahren. Hierfür nehmen vier Mikrofone beim Filmen den Sound auf. Bei der Wiedergabe in VR richtet sich laut die Lautstärke nach der Blickrichtung des Betrachters, wie in den YouTube-Videos zu hören ist. Wer auf den 3D-Sound verzichten kann, erhält bei dem neuen Modell die Möglichkeit, ein externes Mikrofon anzuschließen. Die maximale Aufzeichnungszeit liegt bei 4K-Aufnahmen bei fünf Minuten, in Full HD soll man bis zu 25 Minuten am Stück filmen können. Der interne Speicher hat sich gegenüber den Vorgängern auf 19 GB mehr als verdoppelt, er soll für 40 Minuten Video reichen sollen.

Gute Verbindung: Remote-Steuerung und Übertragung zum Fire Tv Stick

Eine Kabelverbindung ist jetzt immerhin über USB 2.0 möglich, bei den älteren Modellen schlichen die Daten noch unzeitgemäß über den ersten USB-Standard. Ansonsten ist die Theta V mit Bluetooth und WLAN ausgestattet. Das ermöglicht die Remote-Steuerung der Kamera über eine Smartphone-App, aber neuerdings auch die drahtlose Verbindung mit dem Amazon Fire TV Stick. So lassen sich direkt Videos und Bilder auf dem Fernseher betrachten. Dabei übernimmt die 360-Grad-Kamera via eingebautem Gyroskop die Steuerung des Bildausschnitts. Bei der Software setzt Ricoh auf Android und erlaubt es, den Funktionsumfang über Plug-ins zu erweitern. Ob und wie das genutzt wird, muss sich allerdings erst zeigen.

Ricoh Theta V

Die Abmessungen der neuen Kamera entsprechen exakt denen der kompakten Theta S, lediglich beim Gewicht legt das neue Modell etwas zu und bringt es auf immer noch leichte 121 g. Zudem gibt es mit Metallgrau für die Theta V derzeit nur eine Farbvariante.

Die Ricoh Theta V ist bereits bei Händlern wie Amazon gelistet und vorbestellbar. Sie soll ab dem 30. September zu haben sein, der Preis liegt bei knapp 450 Euro.

(Quelle: Ricoh)

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