Light Field VR Projekt, Lichtfeld

Schon im Mitte 2014 kündigte Nvidia an, dass man an VR-Displays arbeitet. Ende 2015 ließ man die Öffentlichkeit wissen, dass man fortan mit der Stanfort University daran arbeitet, ein Light Field Virtual Reality Headset zu entwerfen, das dem Täger ein absolut schwindelfreies VR-Vergnügen bereiten soll. Während der Virtual Reality Los Angeles (VRLA) Messe, wurde ein Prototyp vorgeführt, der von einem leistungsstarken PC mit Maxwell-basierter Grafikkarte angetrieben wurde.

Die stereoskopische Light Field VR Technologie (zu Deutsch Lichtfeld), die in der VR-Brille verbaut ist, besteht aus zwei Displaylagen, die von einem Rücklicht durchleuchtet werden. Am anderen Ende der Konstruktion, befindet sich das Gehäuse mit den verbauten optischen Linsen.

nvidia Lichtfeld VR Prototyp Headset

Bei den derzeitigen VR HMDs, wie Oculus Rift oder HTC Vive, fokussieren die Augen des Nutzers eher das Display, anstatt das eigentlich dargestellte Bild. Dies kann bei längerer Nutzung nicht nur zu müden, trockenen und juckenden Augen führen, es kann auch zur gefürchteten Motion Sickness beitragen. Laut der Stanford University hängt das Schwindelgefühl auch oft mit einer Diskrepanz zusammen, die man erleben kann, wenn die Umgebungsgeräusche nicht zu den Geräuschen in der virtuellen Realität passen. Ein Kopfhörer, der wiederum die passenden Geräusche aus der richtigen Richtung abspielt, kann das Schwindelgefühl deutlich reduzieren.

Dank Light Field VR-Brille zu mehr Komfort

Nvidia und die Stanford Universität wollen mit ihrem Projekt beweisen, dass man dank Lichtfeld VR-Brille auch ohne Kopfhörer völlig beschwerdefrei VR erleben kann. “Die Art wie wir die Welt wahrnehmen ist viel komplexer als in stereoskopischen Bildern,” sagt Gordon Wetzstein, Assistent der Elektroingenieur Fakultät. “Unsere Augen können sich auf die unterschiedlichsten Distanzen fokussieren. Selbst ein Auge kann 3D sehen. Das tut es, indem es etwas fokussiert.

Der stereoskopische Lichtfeld VR Prototyp kann eine natürliche Schärfentiefe für jedes Auge darstellen, wobei die zwei Displays die Bilder, die jedes Auge zu sehen bekommt, aus einem leicht unterschiedlichen Winkel darstellen. Dies erzeugt den stereoskopischen 3D-Effekt.

Der wahrscheinlich faszinierendste Teil von Lichtfeld VR ist aber, dass es dem VR-Brillenträger erlaubt, seine Augen noch natürlicher schweifen und  an bestimmten Punkten ruhen zu lassen. Dies verringert die Ermüdung der Augen und imitiert unser Sehen noch naturgetreuer.

Aktuell verfügt der Prototyp über eine Auflösung von 640 x 800 pro Auge. Natürlich wird sich diese in den nächsten Jahren aber rasant steigern. Es wird erwartet, dass die Lichtfeld Technologie (oder plenoptische Virtual Reality Technologie) in den nächsten drei bis fünf Jahren in VR-Brillen zum Einsatz kommt.

[Quelle: White Paper PDF]
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Nvidia: Arbeitet an Virtual-Reality-Brille mit stereoskopischer Lichtfeld-TechnologieDarkBlooster Letzte Kommentartoren
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DarkBlooster

Das ergibt schon durchaus Sinn. Aber ich bin skeptisch, ob dazu zwei Ebenen in so kurzem Abstand tatsächlich reichen. Bleibt auch die Frage, wieviel mehr Renderleistung das System beansprucht. Ich Hab da zwar schon eine Idee, wie sich das minimieren lässt – mit einem ähnlichem Ansatz wie es bei VorpX bspw. gemacht wird, wo mit dem Z-Puffer gearbeitet wird –… Weiterlesen »

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