Meta Cookie

Nein, eine Geschmackssimulation kommt nicht zum Einsatz. Trotzdem will die Nahrungsmittelindustrie via AR und VR den Kunden ihre Produkte schmackhaft machen. Gleich drei VR-Projekte stehen auf dem Tagungsprogramm einer Tagung in Japan. Beispielsweise Meta Cookie. Die bereits 2010 entwickelte Virtual- und Augmented-Reality-Erfahrung will die Geschmacksknospen lediglich durch Geruch und einen Augemented-Reality-Keks anregen.

Meta Cookie will die Geschmacksknospen anregen

Und wieder haben wir dank japanischem Erfindungsgeits etwas gelernt. Es gibt nicht nur ein Metaversum, sondern auch einen Meta Cookie. Die Zeitschrift The Japan Food Journal lädt am 9. August 2017 zu ihrem jährlichen Seminar ein, um Möglichkeiten der Lebensmittel-Industrie zu diskutieren. Drei Vorträge widmen sich dabei VR-Themen. Besonders spannend scheint dabei das Thema Deliciousness and Cross-Modality zu sein, bei dem es darum geht, die Geschmacksnerven in VR anzuregen. Grundlage ist der bereits im Jahr 2010 entwickelte Meta Cookie. Der Seminarleiter geht davon aus, dass es bei Lebensmitteln nicht nur um den Geschmack ankommt. Ob wir etwas lecker finden, bestimmen auch Geruch, Aussehen, Haptik und die Klangfarbe. Durch VR kann man nun diese Sinne ansprechen und Wissenschaftler sollen herausfinden, was lecker ist und warum.

Knuspergeräusche für das Mundgefühl

Wer im obigen Absatz über die Klangfarbe gestolpert ist, bekommt im nächsten Vortrag Hilfe. Bei Creating New Mouthfeel in VR, also wie man das Mundgefühl in VR simuliert, geht es um Klang, um die Textur von Speisen in VR abzubilden. Wie genau das funktionieren soll, muss man wohl bis zum Seminar abwarten. Ein Beispiel wäre aber das knisternde Geräusch beim Verspeisen von Kartoffelchips. Während bei Knuspersnack der Ansatz nachvollziehbar ist, dürften andere Speisen wie Fische relativ schwache Geräuschs-Assoziationen wecken.

Der dritte Vortrag wirkt gegen die anderen beiden konventionell, denn es geht um das Einkaufen in der virtuelle Realität. Der japanische Einkaufs-Service Dai Nippon Printing will seine VR-Erfahrung Image Basket VR vorstellen, die sich allerdings noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befindet. Die Teilnehmer im Seminar sollen ihre Erfahrungen beisteuern.

Eine Übersicht der Vortragszeiten sowie weitere Informationen findet man in japanischer Sprache unter moguravr. Teilnehmer an den Seminaren zahlen 16.200 Yen, umgerechnet also rund 130 Euro.

(Quelle: UploadVR)

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