Leap Motion Finger Tracking

Der amerikanische Spezialist für Eingabegeräte Leap Motion geht in die dritte Finanzierungsrunde und baut nicht nur Vertriebstrukturen aus, sondern steckt auch Geld in die Weiterentwicklung seines Finger-Tracking-Systems. Ursprünglich bereits 2008 für den Einsatz am normalen Desktop-Systemen entwickelt, setzt das junge Unternehmen inzwischen voll auf VR und AR.

Leap Motion: Neue Finanzierungsrunde sichert Weiterentwicklung

Nach einer Anschubfinanzierung von 1,3 Millionen Dollar im Jahr 2011, folgten 2012 mit 12,75 Millionen und 2013 mit 30 Millionen US-Dollar zwei Finanzierungsrunden. Nun geht es für Leap Motion in die dritte Runde, die mit 50 Millionen Dollar noch üppiger ausfällt. Verwaltet hat die Finanzierung das J.P. Morgan Asset Management, der Kopf der Management-Gruppe, Lawrence Unrein, steigt zudem in den Club des „Board Of Directors“ (ungefähr vergleichbar mit einem Verwaltungsrat) bei Leap Motion ein. Die Folge ist beispielsweise ein neues Büro in Shanghai, um die Vertriebsstruktur in China zu verbessern. Weiterhin will man das Finger-Tracking-System weiterentwickeln, das sich besonders für die Nutzung in AR- und VR-Welten eignet und eine natürlichere sowie filigranere Eingabemöglichkeit verspricht.

Die Bedeutung des Trackings erläutert Michael Buckwald: „Natürliche Eingabe über volles Hand-Tracking ist unersetzlich und Grundlage für die Zukunft von AR/VR, und Leap Motion ist der Motor für eine große Verbreitung.“ Der CEO von Leap Motion zieht den Vergleich zum Touchscreen, der die Smartphone-Revoultion ermöglichte. Einfach ist die Aufgabe für das Start-up nicht. Laut RoadToVR halten Experten ein funktionierendes Finger-Tracking für eine der schwierigsten und kompliziertesten Aufgaben bei der Computererkennung überhaupt. Beispielsweise könnten Sensoren im Headset nicht erfassen, wenn der Anwender den kleinen Finger gegen den Daumen presst und die Hand vom Körper wegweist.

Auf seiner Webseite wirbt Leap Motion mit der Zahl von 200.000 Entwicklern für sein Finger-Tracking-System. Die Software zur Erkennung Orion ist für Windows erhältlich, der Motion Controller kostet derzeit 70 Euro. Um ihn mit der Oculus Rift oder HTC Vive zu verbinden, ist eine Halterung für 20 Euro erforderlich. 10 Euro spart, wer zum Bundle greift. Außerdem hat das Start-up eine Lösung für All-in-One-Headsets auf Android-Basis entwickelt und sucht dafür weitere OEM-Partner. Bisher nutzt das VR-Referenzdesign von Qualcomm den Chip des Herstellers.

(Quelle: RoadToVR)

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