Alien: Isolation VR Test

Alien: Isolation + Oculus Rift = Geht nicht? Geht doch! Wir haben den VR-Test gemacht!

Bekannte Probleme

Wir befinden uns im Moment ca. 1 Woche nach dem Release von Alien: Isolation. Es gibt verschiedene Baustellen beim VR-Betrieb, wobei nicht für jeden Spieler alle Probleme relevant sind. Ein leichtes Stottern im Bild beim Bewegen des Kopfes in großen Räumen und eine leicht falsche Umsetzung der Kopfbewegungen beim Drehen nach links oder rechts, zählt zu den Problemen, welche auch bei uns auftraten und uns deutlich gestört haben. Dies kann bei manchen Menschen schnell zu Übelkeit führen.

Wir konnten uns daran gewöhnen, das gelingt aber sicher nicht jedem.

Zudem beklagen einige Spieler, dass alle Objekte und Räume viel zu klein dargestellt werden. Dies konnten wir bei uns nicht feststellen. Auch beklagen einige Nutzer, dass die Terminals zu nah sind, um auf ihnen etwas zu lesen. Bei uns waren die Terminals auch sehr nah, wir konnten aber soweit alles lesen. Wenn auch nicht besonders Komfortabel. Der Bewegungssensor kann mit ein paar Tricks auch gut im Spiel abgelesen werden.

Am Ende des Testberichtes haben wir euch einige Lösungsvorschläge zusammengefasst. Wenn ihr weitere Ideen habt, schickt uns doch eine Nachricht und wir nehmen diese in der Übersicht auf.

 

Menüs und Einstellungen

Das Optionsmenü ist gut lesbar, auch wenn eine Möglichkeit zum Reinzoomen fehlt. Schwerer wird es bei den Menüs im Spiel. Während die Karte und die Aufzeichnungen gut lesbar sind, ist es beim Zusammenbauen von Gegenständen eher ein Ratespiel. Gezieltes Suchen von Objekten ist somit fast nicht möglich, bevor man alle Objekte kennt. Wir konnten zumindest in diesem Menü kaum etwas entziffern.

Ansonsten bietet das Spiel keine besonderen VR-Optionen. Warum auch? Bis jetzt gibt es ja auch noch keinen Patch, der den VR Modus offiziell freischaltet.

 

Immersion

Soviel Gemecker gleich zum Start? Ja! Aber jetzt kommen wir zum Wesentlich: dem Spielen. Die Immersion ist sehr gut. Wir schleichen durch die Gänge, haben den Motiontracker stehts im Blick und hoffen, dass wir nicht zur Mahlzeit des Aliens werden. Doch nicht nur das Alien hat uns zum Fressen gerne. Überall lauern Gegner und Gefahren und wir merken, wie unser Puls rast wenn wir feststellen, dass wir entdeckt wurden. Zu Beginn hat man nur wenige Möglichkeiten um sich zu verteidigen. Dies ändert sich zwar zum Ende des Spieles, aber dennoch fühlt man sich ständig bedroht und in die Enge getrieben. Das Spiel weiß uns zu packen.

Leider empfanden wir die Missionen bzw. die Gestaltung auf Dauer etwas eintönig. Gerade mit der Rift wäre noch mehr Abwechslung besser, da sich gewisse Ereignisse abnutzen. Was erst noch erschreckt hat, ist im zweiten Anlauf nicht mehr ganz so dramatisch. Dies ist aber eher eine Randnotiz. Wir haben das Spiel nicht ohne Grund in einer Woche durchgespielt. Die Story ist gut, die Stimmung ist perfekt und Gestaltung passend. Da dies für uns der wichtigste Punkt ist, gibt es auch ein dickes Plus.

 

Bewegung und Motion Sickness

Das Positional Tracking funktioniert und bietet einen echten Mehrwert. Wir können uns hinter Gegenständen hervorlehnen oder aus den Luftschlitzen im Spinnt spähen. Das Positional Tracking ist extrem wichtig und fühlt sich sehr natürlich an. Wir hatten unseren Spaß damit. Wenn man sich in Objekte hineinlehnt wird das Bild schwarz. Dies ist manchmal etwas komisch, aber eine gute und logische Entscheidung. Zumindest ist uns bisher keine deutlich bessere Lösung hierfür bekannt .

Die Motion Sickness hatten wir bereits bei den bekannten Problemen angesprochen. Da das Stottern aber nicht für jeden zutreffend ist, wollen wir hierfür auch keinen Punkt abziehen.

Oft verlieren wir aber die Kontrolle über die Kamera und die Bewegungen. Dies ist ein seltsames Gefühl. Man gewöhnt sich zwar daran, aber optimal ist es nicht.

Bei den Videosequenzen hingegen wurde eine gute Lösung gefunden. Wir sehen die Videos auf einem großen Bildschirm innerhalb der Rift. Hierdurch bleibt uns Übelkeit erspart.

 

Optik und Sound

Die Grafik macht viel her. Dies ist derzeit bei den wenigsten Spielen für die Oculus Rift der Fall. Die Effekte und besonders die Schatten von Objekten sind sehr beeindruckend. Auch wenn man für den VR-Betrieb einige Einstellung lieber deaktiviert, sieht das Spiel großartig aus.

Die Waffen und Gegenstände wirken von der Größe her alle gut. Hier gibt es keine Ausreißer und wir haben ein gutes Gefühl beim Benutzen der Waffen oder der Gegenstände.

Der Sound ist auch stets perfekt und unterstreicht die gelungene Inszenierung. Die deutsche Snycro lassen wir mal außer Acht.

Wir machen es kurz. Zwei dicke Punkte für Optik und Sound

 

Fazit

Alien: Isolation hätte den Thron der VR-Spiele locker erklimmen können. Es scheint uns, als hätte nicht viel zu einer perfekten VR-Erfahrung gefehlt. Zum aktuellen Testzeitpunkt hat das Spiel leider noch diverse Probleme. Wir hoffen, dass diese demnächst durch den Entwickler oder die Community behoben werden. Dennoch können wir Alien Isolation euch empfehlen. Wir können euch jedoch nicht sagen, ob ihr von einem oder mehreren Problemen betroffen sein werdet. Mit etwas Glück läuft das Spiel bei euch sogar komplett problemfrei und erobert eure persönliche VR-Top 10.

 

Gutes

IconPlus Tolle Grafik

IconPlus Toller Sound

IconPlus Sehr starke Immersion

IconPlus Fesselnde Stimmung

IconPlus Liebevolle Gestaltung

IconPlus Ladebildschirme und Videos sind nicht störend

 

Weniger Gutes

IconMinus Stottern bei Kopfbewegungen

IconMinus Einige Bugs vorhanden

Troubleshooting

Es gibt verschiede Möglichkeiten wie ihr das Problem beheben könnt. Bei vielen Spielern bleibt das Ruckeln jedoch im Moment vorhanden. Ihr könnt es aber deutlich mit ein paar Einstellungen verbessern. Hier eine Liste an Dingen, die ihr versuchen könnt. Jeder Punkt ist eine einzelne Strategie. Natürlich können diese auch in Kombination genutzt werden:

 

Problem: Es ruckelt in der Rift!

Mögliche Ursache: Euer Monitor läuft nicht mit 75Hz

Lösung:

  1. Stellt die Rift als Hauptmonitor ein (unter Bildschirmauflösung).
  2. Schalten alle anderen Monitore vor dem Starten des Spiels aus.
  3. Übertaktet euren Monitor auf 75Hz. Dies funktioniert bei diversen Grafikkarten oder Systemen anders. Bitte schaut daher im Netz nach, wie es bei euch funktioniert. Wir haben es mit dem Programm: „Custom Resolution Utility“ gemacht.

 

Problem: Es ruckelt noch immer in der Rift!

Lösung:

  1. Stellt die Rift auf 60 Hz
  2. Stellt alle Einstellung auf niedrig oder deaktiviert diese
  3. Deaktiviert SSAO (im Spiel + nach jedem Neustart)
  4. Deaktiviert Windows Aero (im Windows)
  5. Aktualisiert euren Grafikkartentreiber
  6. Schließt das zusätzliche Stromkabel an die Rift an
  7. Beendet alle unnötigen Programme und Dienste (msconfig)
  8. Schaltet den SLI/Crossfire Modus aus (Wenn ihr ein solches System verwendet)
  9. Geht im Spiel in den Fenstermodus (Alt+Enter) und geht dann wieder in den Vollbildmodus (Alt+Enter)

 

Problem: Das Bild driftet ab beim Schauen nach links oder rechts!

Lösung:

1. Schaut beim Kalibrieren leicht nach oben zur Decke (nicht direkt auf die Kamera)!

 

Problem: Alle Gegenstände sind viel zu klein!

Lösung:

  1. Gehe in den Ordner Steam/SteamApps/Common/Alien_Isolation/DATA

Und öffne die Datei: ENGINE_SETTINGS.XML

Ändere diesen Text:

<Setting name=”Field Of View”>
<Quality name=”47″     float=”47.0″ precedence=”7″/>
<Quality name=”50″     float=”50.0″ precedence=”6″/>
<Quality name=”55″     float=”55.0″ precedence=”5″/>
<Quality name=”60″       float=”60.0″ precedence=”4″/>
<Quality name=”65″       float=”65.0″ precedence=”3″/>
<Quality name=”70″       float=”70.0″ precedence=”2″/>
<Quality name=”75″       float=”75.0″ precedence=”1″/>
</Setting>

In diesen Text:

<Setting name=”Field Of View”>
<Quality name=”47″     float=”47.0″ precedence=”7″/>
<Quality name=”50″     float=”50.0″ precedence=”6″/>
<Quality name=”55″     float=”55.0″ precedence=”5″/>
<Quality name=”90″       float=”90.0″ precedence=”4″/>
<Quality name=”100″       float=”100.0″ precedence=”3″/>
<Quality name=”110″       float=”110.0″ precedence=”2″/>
<Quality name=”120″       float=”120.0″ precedence=”1″/>
</Setting>

Anschließend geht ihr in das Spiel und öffnet die Grafiktoptionen. Bei FOV versucht ihr nun die Werte zwischen 90 und 120 aus.

 

  1. Ändert den IPD Wert in den Einstellung der Oculus Rift (OculusConfigUtil)
  2. Spielt das Spiel wenn ihr steht (auf eigene Gefahr)

 

Problem: Ich kann den Motiontracker nicht erkennen!

Lösung:

  1. Öffnet den Motiontracker in der Hocke und steht dann auf. Der Motiontracker hat nun die richtige Position (So sind wir mit dem Problem umgegangen)
  2. Lehnt euch nach vorne, drückt nun LB+RB und lehnt euch anschließend wieder zurück. (Hat uns aber spätestens im Versteck wieder gestört)

 

 

Problem: Das Headtracking geht nicht und Ich sehe grüne und blaue Balken und das Bild sieht gedrückt aus.

Lösung:

  1. Ihr habt vielleicht den Oculus Service nicht beendet. Beendet ihn!

 

Problem: Das Spiel stürzt ab, wenn die Kamera die Rift sieht.

Mögliche Ursache: AMD Phenom CPU

Lösung:

  1. Zieht das USB Kabel aus der Kamera. Das Positional Tracking geht dann bei euch natürlich nicht.

 

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WellerVR-DingsSyndroidJürgen Frey Letzte Kommentartoren
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Jürgen Frey
Gast
Jürgen Frey

Was die Skalierung durch FOV und IPD betrifft: Weder das Ändern der XML-Datei wirkt noch die Veränderung des IPD-Werts im Oculus Configurator ändert die Werte im Spiel. Oder besser gesagt: die FOV-Änderung wirkt sich nur auf das 2D-Spielen am Monitor aus. So wie beispielsweise auch die Antialias-Einstellung im VR Modus offensichtlich generell ausgeschaltet ist, egal was man einstellt. Und IPD… Weiterlesen »

Syndroid
Gast
Syndroid

Also ich habe noch zwei größere Probleme mit dem Rift Modus.

-Das Positional-tracking nach hinten funktioniert nicht.
-Die Rotationsachse beim nach oben und unten schauen, ist wie beim zur Seite schauen, auch verzogen.

Jemand ne Idee, woran es liegen könnte?

Pan
Mitglied

Leider geht aus der sonst wirklich ausführlichen Beschreibung nicht hervor, ob das headtracking vom Körper gelöst ist (freelook) oder ob man auch nach links läuft, wenn man nach links schaut und “vorwärts” drückt.