Front Defense

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass HTC an einem eigenen VR-Store mit dem Namen Viveport arbeitet. Genauer gesagt ist es ein Shop für Inhalte für die HTC Vive von HTC und Valve. Dieser Store bietet aber keine exklusiven Inhalte, der Viveport von HTC ist vielmehr nur optional und für Länder gedacht, in denen Valves Online-Marktplatz Steam eine geringer Userbase hat.

Da Steam in China kaum verbreitet ist, ist der chinesische Markt ein wichtiger Grund für die Entwicklung des eigenen VR-Stores. Dies bestätigte nun Shen Ye (VR Product Specialist HTC) auf dem VR-Meetup in Köln.

Viveport von HTC ist nur optional und für den chinesischen Markt?

HTC Vive Developer Viveport Checkbox

Ehemalige Viveport Checkbox für Entwickler (mittlerweile entfernt) || Quelle: HTC

Viele Menschen hatte die Vorstellung des VR-Stores von HTC verwundert, da man sich bei der HTC Vive mit Valve als Partner  wohl eher auf Steam als Vertriebsplattform gefreut hatten. Das HTC Probleme bei der Kommunikation mit seinen potentiellen Kunden hat, hatten wir bereits in einem früheren Artikel festgehalten. Das Problem zeigt sich leider auch beim HTC Viveport. HTC hatte bei der Anmeldung für ein Development Kit der HTC eine Checkbox aktiviert, welche besagt, dass die entwickelte Anwendung zuerst im HTC Store erscheint. Betrachtet man dies im Zusammenhang mit der aktuellen Meldung, ergibt es leider wenig Sinn. Auf dem Kölner VR-Meetup bestätigte Shen Ye (VR Product Specialist HTC), dass der VR-Store von HTC nur für Regionen gedacht ist, in denen es zu wenige Nutzer von Steam gibt. Dies sollte bedeuten, dass es keine Anwendungen im Viveport Store geben wird, welche nicht auch auf Steam erscheinen. Auch wenn es immer wieder Hinweise auf diese Tatsache gab, fehlte bisher eine offizielle Stellungnahme von HTC. Und auch diesmal können wir nur froh sein, dass die Organisatoren das VR-Meetup in Köln als Stream auf Twitch angeboten haben bzw. den Zugriff weiterhin anbieten.

 

[Beitragsbild: HTC]

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