Kin Titelbild Oculus Rift

Mit KIN steht ein Puzzle-Plattformer für die Oculus Rift und die Samsung Gear VR bereit, der grafisch schlicht gestaltet und dennoch extrem schön anzusehen ist. Butterweich flimmerte das Spiel in den letzten Stunden über unsere Rift und wir verraten euch, ob sich die Investition von knapp 15 Euro lohnt.

Es geht los! Aber warum?

Nachdem ihr das Spiel gestartet und eure Optionen festgelegt habt, erwacht ihr auf einer kleinen sonnigen Insel, die von Haien umzingelt ist. Doch auch ohne Haie ist das Wasser extrem gefährlich für eure Hauptfigur, denn diese erleidet schreckliche Qualen beim Berühren der Wasseroberfläche. Warum? Keine Ahnung. Das Spiel möchte uns nicht mit einer langen Story belästigen, sondern wir sollen selbst herausfinden, was es mit dieser scheinbar mysteriösen Welt, unserer Spielfigur und dem kleinen Roboter, der uns den Weg weist, auf sich hat.

KIN Oculus Rift 1

Der erste Eindruck einer kleinen und niedlichen Welt erledigt sich schnell, wenn ihr auf die ersten Gegnerklassen trefft. Diese erfordern stets viel Geschick und können schon zum Start sehr fordernd sein, wenn ihr versucht, wie in Mario an die Sache heranzugehen. Das richtige Timing für einen Angriff, Ausweichen und eine Kombination eurer Waffen und Angriffe ist der Schlüssel zum Erfolg. Auch wenn die Kämpfe manchmal etwas unübersichtlich und hektisch werden, so sind sie, wenn man taktisch vorgeht, nie unfair gestaltet. Hin und wieder werdet ihr sogar mit Bosskämpfen belohnt, die sich spielerisch und optisch sehen lassen können. Besonders schön: Wir können den Xbox Controller, die Tastatur und die Touch Controller als Gamepad verwenden und alle Button einzeln im Menü zuweisen. Somit steht einem Wohlfühl-Kampf-Setup nichts im Weg.

Brücke, Pfeiler, Strahl

KIN Oculus Rift 2

Während die Kämpfe in KIN extrem viel Spaß bereiten, toll aussehen und fordernd sind, so kratzen die Rätsel leider nur an der Oberfläche des Möglichen und fühlen sich schnell repetitiv an. Im Prinzip geht es meistens darum, Brücken aus dem Nichts entstehen zu lassen. Dazu muss man einen Weg zu einem Pfeiler finden, den man anschließend mit dem Schwert oder dem Bumerang berührt, um dann den Weg wieder zurückzulaufen und die Brücke zu überqueren. Zwar nutzt das Spiel hierbei immerhin das Positional Tracking der Oculus Rift aus und die Bewegung im Raum hilft uns beim Überblicken des Geschehens, aber dieses Feature wird auch nicht stärker in den Fokus gerückt. Kein Wunder: Die Gear-VR-Version muss ohne Positional Tracking auskommen.

Gestört hat uns, dass wir beim Runterfallen häufig die komplette Welt erneut durchlaufen mussten. Die Welten sind zwar klein, aber dennoch wiederholt man nicht gerne ständig die gleichen Aufgaben. Diese Wiederholung sind besonders nervig, da sie uns nichts bringen. Wir haben beispielsweise keine Chance, Items zu entdecken, Punkte zu machen oder neue Wege zu finden. Das Spiel ist sehr gradlinig und belohnt den Spieler leider nicht ausreichend. Damit verpassen die Entwickler die Chance, die Spieler zum Durchforsten der Welt anzuregen.

Fazit

Kin Endboss Oculus Rift

Wer ein extrem schönes, atmosphärisches und forderndes Geschicklichkeitsspiel und einen neuen Sofa-Titel sucht, der ist mit KIN sehr gut beraten. Dennoch verliert das Konzept bereits nach wenigen Leveln etwas seinen Reiz.

Stark
  • Grafik und Stil
  • Spannende und taktische Kämpfe
Schwach
  • Wiederholende Mechanismen
  • Keine sammelbaren Objekte oder Anreize, die Welt zu erkunden
3.5 / 5

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