robo-recall-2

Robo Recall ist einer der populärsten Titel für die Oculus Rift – und sogar kostenlos zum Download verfügbar. Bis jetzt hielt sich das Gerücht, dass der VR-Titel von Epic Games 10 Millionen Dollar Produktionskosten verschlungen hat. Jetzt stellte sich heraus: Das stimmt so nicht.

Lost in Translation

Das Gerücht, das beinahe von allen Medien aufgegriffen wurde, besagt, dass Epic Games genauso viel Budget zur Verfügung hatte, wie das erste Gears of War. Der Third-Person-Shooter erschien bereits im Jahr 2006 und kostete das Entwicklungsstudio damals rund 10 Millionen US-Dollar. Das Gerücht kam wohl durch ein Interview mit dem Epic Games CEO Tim Sweeney zustande. Denn die Journalisten hatten wohl einen simplen Übersetzungsfehler gemacht.

Budget bedeutet nicht das Gleiche wie Funding

Der technische Direktor für VR & AR bei Epic Games Nick Whiting, der auch stark in der Produktion von Robo Recall involviert war, hat jedoch jetzt durchsickern lassen, dass das Budget doch weit weniger aufgeblasen gewesen sein könnte. Der Übersetzungsfehler der Journalisten könnte darin gelegen haben, dass “budget” und “funding” durch die Journalisten verwechselt wurde. Und die anderen Medien einfach alle denselben Text kommentarlos übernommen hatten. Denn de facto unterscheidet sich vermutlich das, was Oculus an Epic Games gezahlt hat, deutlich von dem, was Epic Games an Produktionskosten hatte. Und da das Spiel umsonst verfügbar ist, möchte man bei Epic Games nicht unbedingt ein Preisschild anhängen. Schließlich könnte jede Zahl einen negativen Beigeschmack haben.

Kosten von rund 3,8 Millionen US-Dollar

Fest steht: An Robo Recall waren 15 Mitarbeiter beteiligt, die ein Jahr in Vollzeit an dem VR-Shooter gearbeitet haben. Lediglich einige wenige Aufgabenbereiche des Designs und der Audioverbesserungen wurden ausgelagert. Man schätzt, dass die Spiele-Entwickler bei Epic Games rund 70.000 – 130.000 US-Dollar verdienen. Wenn man dies auf 150.000 US-Dollar aufrundet, dann würden 15 Vollzeit-Mitarbeiter rund 2.25 Millionen Dollar für ein Jahr gekostet haben. Nimmt man die restlichen möglichen Kosten dazu, könnte man auf kopulierte 3 Millionen Dollar kommen. Mit sonstigen Kosten, würde man aber insgesamt nicht über 3.8 Millionen Produktionskosten kommen. Und damit wäre das Spiel in der Entwicklung also deutlich günstiger gewesen als die bisher veranschlagten 10 Millionen.

(Quelle: uploadvr.com)

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei