Nvidia GTC 2017

Auf der GPU Technology Conference (GTC) in San Francisco skizziert Morgan McGuire, woran er und sein zukünftiger Arbeitgeber NVIDIA derzeit arbeitet. Im Mittelpunkt stand eine dramatisch verbesserte Bildqualität ohne erhöhte Latenz und eine Alternative zur Eingabe von Text in VR.

Texteingabe in VR: Die Tastatur muss weg

Derzeit ist Morgan McGuire noch Professor für Computerwissenschaften am Williams College, bevor er in die Forschung bei dem Grafikkartenhersteller NVIDIA wechselt. In seinem Vortrag auf der GTC widmete er sich besonders der Texteingabe: Sie sei aktuell die Killer App, zitiert VR Focus McGuire. VR stelle den Zugang zu anderen Inhalten bereit und Headsets setzten dabei den Standard zur Computernutzung. Klassische Tastaturen seien dadurch kein praktisches Interface mehr und Firmen, die mit VR arbeiten wollen, müssen das Problem der Texteingabe bedenken. Eine Idee für eine Lösung lieferte der Professor jedoch nicht.

Grafikqualität: Noch sechs Generationen zur Perfektion

Im Grafikbereich sieht McGuire noch weiter in die Zukunft: Grafiksysteme müssten 100.000 Megapixel in der Sekunde verarbeiten können, um die Wahrnehmung des menschlichen Auges auszureizen und Dinge so real wie möglich darstellen zu können. Derzeit sei man bei 450 Megapixel und es dauere noch sechs Generationen, bis man das Ziel erreichen könne.

Anschließend stellte der Professor einen Zusammenhang zwischen Latenz und Grafikqualität her. Man könne zwar derzeit die Latenz verringern, das ginge aber auf Kosten der Bildqualität. Für VR-Inhalte brauche man deshalb neue Ansätze und NVIDIA arbeite an verschiedenen Lösungen. Eine davon sei das Path Rendering, eine Kombination von Rasterung und GPU-Berechnung. Das chinesische GAPS-Forschungsteam hat im letzten Jahr einen solchen Ansatz vorgestellt und konnte damit das Rendern um den Faktor 2,5 bis 30 beschleunigen.

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