HPU 2 für HoloLens enthält einen AI-Chip

Microsoft arbeitet weiter an der nächsten Version HoloLens, nun soll die AR-Brille schlauer werden. Ein Mitarbeiter des Unternehmens kündigt an, dass die Zentraleinheit der HoloLens eine zusätzliche AI-Prozessoreinheit erhält, die sich ausschließlich für die Berechnungen der künstlichen Intelligenz kümmern soll. Der Chip erweitert die Holographic Processing Unit (HPU) und basiert auf Deep Neural Networks.

HPU in der nächsten HoloLens mit AI-Chip

Marc Pollefeys, Director of Science und im Entwicklerteam der HoloLens, äußert sich in einem Blogpost zu dem neuen Chip, der dabei helfen soll, die reale Umgebung zu erkennen. Er verweist auf die großen Fortschritte von Deep Learning, das bei der Lösung dieser komplizierten Aufgabe hilft, aber auch auf die zwei großen Herausforderungen: man brauche beispielsweise eine große Menge an zuordnenbaren Daten, um das neurale Netzwerk anzulernen. Zudem verwende man eine Form von Berechnung, für die derzeitige nicht-spezialisierte Prozessoren nicht geeignet wären. Bisherige Lösungen in diesem Bereich zielten fast ausschließlich für den Einsatz in Cloud-Serverfarmen.

Die HoloLens als autarkes System mit Recheneinheit und Akku benötige eine andere Lösung, um Dinge wie das Hand-Tracking mit so niedriger Latenz wie möglich zu erledigen. Deshalb habe man einen eigenen Chip entwickelt, die Holographic Processing Unit, die alle Sensor-Daten auswertet. Microsoft entwickelt gerade die zweite Version der HPU, die einen eigenen AI-Prozessor enthalten wird und damit Deep Neural Learning direkt auf der Brille ermöglicht. Harry Shun, Vice-Präsident der AI-Forschungs-Gruppe bei Microsoft, stellte den Chip erstmals auf der Microsoft-Konferenz CVPR 2017 (Computer Vision and Pattern Recognition) auf Hawaii vor und zeigte eine frühe Version der HPU, die Live-Code für die Handerkennung ausführte.

Der AI-Koprozessor soll in der nächsten Version der HoloLens zum Einsatz kommen und laufend akkubetrieben im Einsatz sein, berichtet Pollefeys. Das wäre nur ein Beispiel von den neuen Fähigkeiten, an denen man derzeit für die nächste der AR-Brille arbeite. Abschließend betont der Microsoft-Mitarbeiter, wie wichtig ein langer Atem bei der Entwicklung von Mixed-Reality-Lösungen sei, schließlich repräsentieren Mixed Reality und künstliche Intelligenz die Zukunft der Computerberechnungen.

Bei der Entwicklung der HoloLens hat Microsoft entschieden, die Version 2 zu überspringen, und will direkt die dritte Version ausliefern – derzeit wird diese allerdings erst für das Jahr 2019 erwartet.

(Quelle: Microsoft Research Blog)

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