GerätenameKinect 2.0
HerstellerMicrosoft
FunktionFull Body Bewegungscontroller
ReleasedatumNov. 2013
EntwicklungsstandXbox One Version released, Windows Version ab Sommer 2014
Verzögerungszeitspürbar (60ms)
PlattformXbox One, später PC
Kombinierbar mit:Oculus Rift, PrioVR, Stem, Virtualizer, Virtuix Omni
Vergleichbar mit:Kinect 1, Playstation Kamera, Leap Motion, Senz3D
Preisca. 500 € (inkl. Xbox One)
Microsofts zweite Generation der Sprach- und Bewegungssteuerung namens Kinect 2.0 kommt standardmäßig mit der Xbox One Spielekonsole. Dank verbesserter Technologie, verspricht Microsoft eine noch detailreichere Bewegungserkennung und eine Vielzahl interessanter Anwendungsmöglichkeiten. Eine offizielle Version für Windows Betriebssysteme ist derzeit nur für Entwickler zugänglich, die sich rechtzeitig für das “Kinect for Windows v2 Developer Preview Program” angemeldet haben.

Da auch mit dem Vorgänger tolle immersive Tech-Demos und Spiele erschaffen wurden, kann man sich sicher denken, dass sich die VR Community danach sehnt, endlich ihre Hände an diese vielversprechende verbesserte Technologie zu bekommen.

Beschreibung

Die Grundkomponenten ähneln dem des Vorgängermodells. Das Neue Kinect 2.0 nutzt eine 3D-HD-Weitwinkelkamera mit einer Auflösung von 1920 mal 1080 Pixel bei 30 FPS und verarbeitet 2 gigabit Daten pro Sekunde, um die Umgebung zu scannen. So kann Kinect 2.0 dank Infrarot Sensor ohne aktive Lichtquelle arbeiten und erreicht eine dreimal so hohe Genauigkeit beim Tracken von Bewegungen. Beachtlich ist auch die Möglichkeiten bis zu 6 Skelette gleichzeitig zu erfassen, bei denen beispielsweise die Herzfrequenz, einzelne Mimiken, Gewichtsverlagerungen und jeweils bis zu 25 einzelne Gelenkpunkte (Daumen eingeschlossen) erkannt werden können.

Kinect v2 und VR

Da die Kinect 2 für Windows genau wie die Variante für die Xbox One sein soll, kann man sich sicher auf zukünftige VR-Projekte freuen. Auch wenn die Latenz von ca. 60ms immer noch ein spürbares Nachziehen der Bewegungen mit sich bringt, wird die Kinect beispielsweise gerne von der NASA für ihre Projekte genutzt. Die NASA. Ja, die NASA experimentiert so zum Beispiel mit Kinect 2.0 und der Oculus Rift, um einen Roboterarm mit Gestensteuerung zu bedienen. Die Kinect 2.0 erfasst die Geste und der Roboterarm imitiert die Handbewegung. So lässt sich an verschiedenste Anwendungsbereiche denken, in denen Roboter von Menschen intuitiv gesteuert werden können, um selbst nicht in Gefahr gebracht zu werden. Wenn es ein offizielles SDK zum neuen Sensor gibt, werdet ihr hier sicher immer wieder von neuen VR-Projekten hören, die sich der Technik der Kinect 2.0 bedienen.

Fazit

Kinect 2.0 ist ein wahrer Schritt nach Vorne und ist das, was viele von der ersten Version der Kinect erwartet hatten. Biometrische Scans, die einzelne Gewichtsverlagerungen und sogar den Herzschlag erkennen zu können, sprechen für sich. Leider trübt die noch nicht optimale Verzögerung der Kamera und die Tatsache, dass man sich derzeit eine Xbox One kaufen muss, um an das kleine Peripheriegerät zu kommen, das Resümee. Auch wenn John Carmack der CTO von Oculus VR sagt: “Kinect ist wie eine tastenlose Maus mit einer Menge an Verzögerung”, bin mir sicher, dass Kinect 2.0 und VR gemeinsam einen längeren Weg gehen als so mancher denkt. Allein schon die Erkennung des Pulses, kann in Horrorspielen den Kick im richtigen Moment bringen.

Keep it virtual.

Gutes
IconPlus kabellos
IconPlus Ganzkörpererkennung
IconPlus erkennt bis zu 6 User gleichzeitig
IconPlus mit Fremdhersteller kombinierbar

Nicht so Gutes
IconMinus z. Zt. nur mit Xbox One erhältlich
IconMinus spürbare Verzögerung (ca. 60 ms)

Videos

Kinect 2.0 RTechDemo part 1/2

Kinect 2.0 RTechDemo part 2/2

NASA Roboterarm

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