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Nach einigem Hin und Her konnten wir endlich auch Sonys Project Morpheus auf der Gamescom 2015 ausprobieren. Wer mehr über unseren Trip nach Köln und alles VR Technische erfahren möchte, nutzt unseren Reisebericht. Die Demo, welche uns zur Verfügung gestellt wurde war zwar das bereits bekannte EVE: Valkyrie und bot daher nichts neues, allerdings erlaubt uns diese Konstellation genaue Vergleiche zu dem Konkurenz-Brillen der PC Seite zu ziehen, auf denen wir EVE: Valkyrie bereits spielen konnten. Vor allem ist uns die Ergonomie des Headsets voll und ganz positiv aufgefallen. Anders als zum Beispiel noch das DK2 sitzt die Brille nicht auf dem ganzen Gesicht, sondern vor allem auf der Stirn auf, während der Rest des Gewichts dank der Konstruktion der Halterung auf den Hinterkopf verlagert wird, wo es nicht weiter stört. Leider tendiert die Morpheus jedoch durch die Verlagerung und der fehlenden Auflagefläche dazu bei schnellen Bewegungen ein wenig hin und her zu wackeln.

Auch die fps weiß uns zu überraschen, positiv. Die Bilder pro Sekunde liegen bei mindestens 75, wir konnten keinerlei Bildstottern feststellen. Hier kommt das geschlossene System von Sony zum tragen, welches im Gegensatz zu der PC-Konkurrenz einfaches Plug and Play bietet und genau auf die Bedürfnisse der Konsole angepasst ist. Sollte sich dieses Erlebnis bei sämtlichen zukünftigen Spielen wiederholen, so ist die Befürchtung Sonys VR-Brille würde zu einer unspielbaren Ruckelorgie werden und den VR Markt in Verruf bringen absolut unbegründet. Das Tracking ist dank den hell leuchtenden Lichtern absolut genau ohne den Spieler aus den Augen zu verlieren.

Doch trotz aller zur Schau gestellten Euphorie hat Project Morpheus natürlich auch seine Nachteile. Um die 75fps und das genaue Tracking zu erkaufen, wurde offensichtlich komplett auf Kantenglättung verzichtet. Die sonst so starke PS4 wird hier in die Anfangsphasen der PS3 zurückgeschleudert. Merkliche Treppchenbildung stören hier den Gesamteindruck – man kann zwar darüber hinweg sehen und sie zerstören nicht das ganze Erlebnis, sind jedoch ein störend Staubkorn auf der Linse. Die Grafik ansich spricht jedoch für die PS4, selbst mit dem PC haben wir kaum merklich bessere Ergebnisse erzielt.

Kommen wir letztlich noch zum Screendooreffect. Und hier war unser Tester völlig überrascht – denn dieser ist so gut wie nicht vorhanden. Selbst bei genauer Konzentration konnten wir kaum irgend welche merklich störenden Gitter feststellen, welche den Gesamteindruck gestört hätten. Zum Test suchten wir uns einen hellen Punkt und selbst hier fiel uns der Screendooreffect kaum störend auf. Allerdings – und erneut merkt man hier, dass ein wenig getrickst werden mussten – ist dafür das Bild ein wenig unscharf um sich diesen Effekt zu erkaufen. Dennoch ist Project Morpheus dem DK2 der Rift vor allem in dieser Hinsicht weit voraus.

Bild: Sony

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