Fingo

Was fehlen Samsungs Gear VR und Googles Daydream, was die großen Systeme Oculus Rift und HTC Vive mitbringen oder per Zubehör erhalten? Richtig, ein Kopf- und Hand-Tracking. Fingo will dies ändern und bringt eure Hände in die virtuelle Realität. Dabei erfasst das System sogar Finger und soll deshalb auch HTC Vive Nutzer und Oculus Rift Besitzer ansprechen. Die Lösung lässt sich jetzt als Entwickler-Kit für knapp 100 US-Dollar bestellen.

Fingo: Inside-Out-Tracking mit Fingererkennung

Mit dem Inside-Out-Tracking-Modul Fingo kann man herkömmliche VR-Brillen mit einem Tracking-System nachrüsten. Dafür wird das Modul einfach auf der Brille aufgesteckt. Das System verwendet zwar lediglich ein Kameramodul mit zwei Linsen, schafft aber laut Dr. Yue Fei von uSense erstaunliche Ergebnisse und kann insgesamt 22-Fingergelenke erkennen. Fingo soll 6-DOF (degrees of freedom) beim Head-Tracking und 26-DOF beim Hand-Tracking ermöglichen.

Damit wird das System auch für Besitzer von HTC Vive und Oculus Rift interessant. Allerdings fügt der Cheftechniker und Mitbegründer von uSense hinzu, dass man beim Tracking erst am Anfang der Entwicklung stehe. Aktuell ist nicht klar, ob das System deutlich bessere Ergebnisse als der Leap Motion Controller beim Hand-Tracking erzielen kann. Zudem würde es uns überraschen, wenn Fingo ein ähnliches Inside-Out-Tracking wie die HoloLens von Microsoft bereitstellt.

Während Systeme wie HTC Vive, PSVR und Oculus Rift externe Kameras oder Laserstationen benötigen, ermöglichen Inside-Out-Systeme die räumliche Erfassung ohne zusätzliche Hardware im Zimmer. Das macht die Installation wesentlich komfortabler und flexibler. Die kommenden Microsoft Mixed-Reality-Brillen beispielsweise von Acer, HP und Lenovo verwenden das Inside-Out-System.

Neben der Bestellseite hat uSense auch ein Entwicklerportal freigeschaltet, auf dem sich das SDK herunterladen lässt.

(Quelle: VR Focus)

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