Oculus Rift Version 2

Seitdem Oculus VR die erste Konsumentenversion „The Rift“ für das erste Quartal 2016 angekündigt hat, drehten sich die Schlagzeilen fast ausschließlich um die Zeit der Rift CV1 (Consumer Version 1). Die VR-Szene ist so begeistert vom HMD und den derzeit bekannten Specs, dass fast niemand auch nur einen Gedanken an die weitere Zukunft und die nächste Konsumentenversion – aka CV2 – verschwendet. Bis jetzt.

Auch die Rift CV1 kann noch besser werden

Bislang wissen wir, dass selbst die vorgestellte Rift Version unter Umständen nicht mal die finale Version sein wird. Palmer Luckey sagte selber, dass sich die „Displaytechnologie [der CV1] im Zeitraum zwischen Jetzt und Release deutlich verbessern wird.“ Luckey spielt hier wohl nicht auf eine veränderte Panelgröße, Pixeldichte oder Auflösung ab (obwohl auch dies möglich sein könnte), vielmehr sind wohl Verbesserungen der Pixelfüllrate, Helligkeit und der Schlierenbildung bei schwarzen Pixeln zu erwarten.

Fliegengitter Effekt

Fliegengitter leb wohl: Je höher die Pixelfüllrate, desto geringer der Abstand zwischen den Pixeln.

Was aber wissen wir über die zweite VR-Brille aus dem Haus Oculus? Arbeitet man bei Oculus schon an der nächsten Version des HMDs?

Nächste Rift Version schon in der Planung

Natürlich“ bestätigt Oculus VR Gründer Palmer Luckey gegenüber UploadVR. „Es gibt bestimmte Dinge…es gibt bestimmte Komponenten mit langen Vorlaufzeiten, manchmal Jahre, oder maßgeschneiderte Optimierungen, die nicht in die langfristige Planung der Unternehmen passen. Das sind die Dinge in die man anfangen muss etwas Arbeit reinzustecken, wenn man ein Produkt pünktlich auf den Markt bringen will.“ Was diese Optimierungen und Komponenten sind, ließ Luckey offen, öffnet jedoch Tor und Tür für wilde Spekulationen. Lasst uns anfangen etwas zu spekulieren.

Surreals Vision bevor man anfing für Oculus VR zu arbeiten

Oculus VR hat eine beachtliche Menge an Ressourcen in die Computer Vision Technologie (Optische Echtzeit Bildverarbeitung) gesteckt indem man hochspezialisierte Firmen wie Surreal Vision, The 13th Lab und Nimble kaufte.  Ein weiterer Partner – Microsoft – investiert mit HoloLens ähnlich intensiv in die Computer Vision Szene und hat einige der fortgeschrittensten und geheimen Projekte in dem Bereich.

Die Idee von Augmented Reality (AR) Funktionen in einem VR-Headset ist nicht wirklich neu, wurde jedoch auch noch nicht wirklich perfektioniert. Einige frühere Konzeptbilder zeigten auch eine Kameralinse an der Front der Oculus Rift VR-Brille. Dieses Feature fehlt jedoch in der vorgestellten Version der Datenbrille. Da Oculus so stark auf die Computer Vision Technologie setzt, könnte die Rift CV2 also durchaus eine integrierte Kamera aufweisen, um eine Reihe von Herausforderungen zu meistern.

In dem Video sieht man wie William Steptoe mit Hilfe von 2 Kameras eine Mixed Reality (MR) erschaffen konnte. Seit neustem arbeitet er bei Oculus

Als bekannt wurde, dass Surreal Vision von Oculus VR gekauft wurde, stellte das Team klar, dass man weiter an der Vision arbeiten wolle die virtuelle Welt mit der echten physischen Welt zu verbinden, um echte Telepräsenz zu ermöglichen.

Desweiteren ist es auch gut vorstellbar, dass wir weitere Fortschritte im Bereich des Finger-Trackings sehen. An dieser Technologie arbeite Oculus bekanntlich in Zusammenhang mit den Oculus Touch Controllern. Hier könnte die übernommen Firma Nimble die Entwicklung vorantreiben, auch wenn Nate Mitchell in einem Interview gegenüber Venture Beat andeutete, dass man die Arbeit von Nimble „wohlmöglich nicht einmal in der CV2 oder CV3 sehen wird“.

Inside-Out Tracking könnte viele Probleme lösen

Dass man bei Oculus eines Tages auch ein „Inside-Out Tracking“ realisieren möchte, klingt mehr als logisch. Mit dieser Tracking Methode bräuchte man keine externen Kameras oder Sensoren mehr um die Position des Headsets im Raum zu erkennen. Eine Reihe integrierter Sensoren im Headset könnte dann die Position des HMDs im Raum erkennen, und dies dann auch so genau, wie es externe Sensoren wie Constellation oder Lighhouse derzeit können. Dies würde nicht nur das Problem der Verdeckung beheben, sondern auch mobile VR-Brillen mit Positional Tracking ausstatten. Ein weiterer Effekt wäre es, dass die Sensoren Umgebungsobjekte erkennen können und man nicht mehr über den Couchtisch oder die herumhuschende Katze stolpern würde.

Frontansicht des Rift Konzepts

Im Konzept sieht man eine Frontkamera.

Um die Spekulationen weiter zu befeuern, bestätigt Oculus‘ CEO Brendan Iribe, dass man in Zukunft einige Ankündigungen bezüglich der Forschungsabteilungen machen wird. „Wenn man kabellos sein möchte und man eines Tages keinen externen Sensor mehr will, wie soll das funktionieren, wenn man in freier Umgebung herumläuft? Das würde mit einem Kamerasensor funktionieren“, so Iribe.

Schließlich wird man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch eine höhere Auflösung der verarbeiteten Displays sehen. Es ist wahrscheinlich, dass, wenn wir 4K Displays noch nicht in der kommenden Oculus Rift Version sehen, dass wir diese, oder sogar höher auflösende Panels in der Rift CV2 sehen werden. Die Gerüchte im Displaybereich und noch bessere Auflösungen und Pixeldichte lassen auf ziemlich großartige Dinge hoffen.

The Rift (CV1) hat Priorität

Trotz all dieser wunderbaren Spekulationen, stellt Palmer Luckey jedoch eines klar. „Wir arbeiten hauptsächlich an der ersten Version der Rift VR-Brille“. Dennoch scheint man einen relativ kleinen Produktzyklus mit den Oculus Rift HMDs anzupeilen. Dieser soll laut Iribe „kleiner als der Lebenszyklus von Spielekonsolen“ was etwa fünf Jahren entspricht und „dichter an der Neuvorstellung neuer Smartphones mit etwa einem Jahr sein“. Unter Umständen müssen wir also gar nicht mehr so lange warten, bis wir mehr über eine CV2 erfahren.

Was meint ihr? Wie realistisch sind die Features der spekulativen CV2? Diskutiert in den Kommentaren und vergesst es nicht:

Keep it Virual. []-)

[Bilder: Oculus]

 

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