Kamera des HTC Vive Pre Headsets / neues Kamera Feature der HTC Vive
Tower Tag auf Steam

Chet Faliszek hat sich während der CES mit Road to VR getroffen und ein paar Fragen zur Kamera des HTC Vive Pre Headsets und zu neuem Content beantwortet. Was können wir aus diesem Interview lernen und wie sehen andere Eindrücke zu diesen Informationen aus?

Kamera des HTC Vive Pre Headsets

HTC Vive Pre

HTC Vive Pre || Quelle: HTC

Die Kamera der Vive Pre dient einem vorrangigen Zweck. Sie soll euch noch mehr Sicherheit bei der Verwendung von HTCs VR-Brille bieten. Durch das Einblenden der echten Welt habt ihr ein höheres Sicherheitsgefühl. Dies ist extrem wichtig für Virtual Reality, da ihr ansonsten nicht richtig “abschalten” könnt. Je besser ihr euch auf die Technik und die damit verbundene Sicherheit verlassen könnt, desto eher werdet ihr euch komplett in den virtuellen Welten verlieren können.

HTC und Valve nennen die Kamera des HTC Vive Pre Headsets wohl ungern eine “Pass Through” Kamera (dies kann die Gear VR und andere mobile Headsets für das Smartphone), sondern sie nennen es “Front Facing” Kamera, also eine Kamera die nach vorn gerichtet ist. Dies hängt damit zusammen, dass die Kamera kein Bildsignal sondern Daten an das Headset übermittelt (Siehe Videoausschnitt von tested.com). Dadurch ist auch die Erkennung der Ecken von Objekten möglich und die Latenz besonders gering.

HTC Vive Chaperone System

Die Aussagen von Chet sind aber natürlich nur Theorie und es scheint, als könnte sich diese Technologie noch zum Release der fertigen HTC Vive verbessern. Das wäre zwar schön, aber es gibt uns leider auch das Gefühl, dass die HTC Vive noch nicht in der finalen Phase der Produktion angekommen ist. Chet sagt im Zusammenhang mit der Front-Facing Kamera:

“We’ll see what we’re shipping, I don’t want to make any promises of what we’re shipping and when we’re shipping it, but the goal is always for safety and always to help.” [Quelle: Road to VR]

Bei der letzten “The Long VR Minute” von Tested.com sprachen Jeremy Williams, Will Smith (ehemalig Mitbetreiber von Tested) und Norman Chan über die Kamera des HTC Vive Pre Headsets. Leider klingen Norman und Will nicht wirklich überzeugt. Die erkannten Linien der echten Wänden decken sich nicht mit denen der virtuellen Wände, welche die HTC Vive einblendet, wenn man zu nah ans Ende des Spielfeldes kommt. Es besteht also eine gewisse Verschiebung bzw. ein gewisser Abstand beim aktuellen HTC Vive Pre Headset, welcher eine Art Tiefe im Bild vortäuscht. Die Kamera kann aber keine Tiefe wahrnehmen. Daher beschreibt Norman das Bild als seltsam.

Neuer Content für die HTC Vive

Hier lässt sich Chet nur wenig von Road to VR entlocken. Chet sagt, dass sie nicht für die Entwickler sprechen wollen und nicht einen Titel besonders hervorheben werden. Es soll aber am Ende des Monats auf dem Developer Showcase viele neue und bisher ungesehene Titel geben. Er möchte aber, dass die Entwickler es selbst vorstellen und zeigen, was die Vive mit ihrer Software zu bieten hat.

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DarkBlooster
DarkBlooster
5 Jahre her

Das bestätigt mich in meiner Annahme, dass der Durchbruch, weshalb sie sie noch nicht zu Weihnachten bringen wollten, etwas mit einer Stereokamera oder etwas ähnlichem zu tun hat, wodurch Tiefe wahrgenommen werden kann. Man könnte zwar theoretisch mit einer einzelnen Kamera einen Raum abtasten und dreidimensional erfassen, aber sobald etwas nicht mehr statisch ist – bspw. wenn sich die Ninjakatze nähert, oder das gefüllte Glas umgestellt wird – wird das mit der dreidimensionalen Darstellen schwierig.
Das Optimum beim bestehendem Entwicklungszweig wäre tatsächlich eine Stereokamera, die denselben Abstand wie die Augen des Trägers hat und dieselben Daten dann auch dreidimensional in den wahrgenommenen Raum des Trägers projizieren kann.