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Der VR-Titel Skyworld von Vertigo Games erschien am 17. Oktober 2017 für Oculus Rift, HTC Vive und Windows MR. Wir haben den Titel für euch mit der Oculus Rift getestet und präsentieren euch das Top-Down-Strategiespiel mit TCG- und MOBA-Elementen im Video.

Skyworld auf der Oculus Rift getestet

Der VR-Titel vereint TCG-Elemente mit MOBA-Elementen und verpackt das Ganze in einem interessanten Strategiespiel. Dank liebevoll detaillierter Grafik der kleinen Spielwelt und den dazugehörigen Figuren sowie passender Musikuntermalung entsteht eine angenehme, immersive Atmosphäre innerhalb des Spiels. Auch die Veränderung der Spieloberfläche, beispielsweise durch den Wandel der Jahreszeiten, sieht äußerst schick aus.

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Die Steuerung des Spiels funktioniert mit den entsprechenden Motion Controllern der VR-Brillen. Bei den Touch Controllern der Oculus Rift wurden zusätzlich die Näherungssensoren genutzt. Mit Drag-and-Drop-Befehlen werden die Einheiten auf dem Spielfeld platziert. Das Spiel ist sitzend wie auch stehend spielbar. Dabei ist es möglich, um das Spielfeld herumzulaufen und die Spielwelt aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Das ist ein nettes Gimmick, welches euch in Gefechten mehr Übersicht verschaffen kann, jedoch nicht zwingend nötig ist.

Skyworld verläuft rundenbasiert in aufeinanderfolgenden Phasen ab. Zuerst beginnt man innerhalb des Baumodus. In diesem finden taktische Überlegungen statt, wie beispielsweise die richtige Wahl der Standorte für eure Gebäude sowie das Sichern von Ressourcen. Innerhalb der verschiedenen Baumenüs kann man die benötigen Gebäude und Truppen auswählen. Praktisch dabei ist die Option, die Menüs an die gewünschte Positionen zu verlegen, was den Spielfluss nicht unnötig unterbricht.

Zusätzlich kann man für weitere taktische Elemente Steuern erhöhen, was euch kurzfristig einen Goldschub verpassen kann, allerdings auch den Unmut eurer Bürger auf euch zieht. Die ausgewählten Truppen für die anstehende Kampfphase lassen sich durch den Einsatz von Ressourcen in einem weiteren Menü verbessern. Insgesamt drei Upgrades einer Einheit sind dabei möglich. Dort wählt ihr zudem euer Kartendeck für die folgende Kampfphase aus. Durch das Erkunden und Einnehmen angrenzender Gebiete kann man sein Königreich erweitern und dadurch weitere Ressourcen erschließen.

Kampfphase – schnelle Aktionen gefordert

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In der Kampfphase zeigt der Titel dagegen eine völlig neue Facette. Vom bisherigen klassischen und langsamen Strategiespiel wandelt sich Skyworld nun zu einer rasanten Mischung aus TCG und MOBA. Das Spielfeld dreht sich und euch steht euer präpariertes Kartendeck mit den ausgewählten Truppen und Zaubern zur Verfügung. Dabei sitzt ihr eurem Gegner von Angesicht zu Angesicht gegenüber und nutzt eure Magiepunkte zur Beschwörung der Karten.

Die ausgewählten Truppen dürft ihr an unterschiedlichen Pfaden platzieren, woraufhin diese wie klassische MOBA-Vasallen beginnen, auf die feindliche Basis zuzustürmen. Durch die Einnahme spezieller Punkte auf dem Schlachtfeld könnt ihr die gegnerischen Türme zerstören, wodurch euren Einheiten freies Geleit gewährt wird. Mit speziellen Magiekarten könnt ihr direkt ins Geschehen eingreifen und mächtige Effekte wie Feuerbälle oder Zeitverzerrungen erzeugen.

Fazit

Eine Runde innerhalb des Spiels kann aufgrund der vielen verschiedenen Optionen und Möglichkeiten durchaus zeitintensiv sein, weshalb sich der Titel nicht als Spiel für Zwischendurch eignet. Zudem muss man sich zunächst in den Titel einfinden, um die vielen Möglichkeiten gewinnbringend einsetzen zu können. Tut man dies nicht und verliert deshalb die erste Schlacht, so wirkt sich das aktuell sehr stark auf den weiteren Spielverlauf aus. Der dadurch entstehende Nachteil kann bereits spielentscheidend sein, weshalb die Entwickler vielleicht noch etwas an den Balancing-Schrauben drehen sollten.

Auch die Auswahl der Karten innerhalb der Decks für die Gefechte fällt aktuell noch etwas mau aus. So wären mehr Variationsmöglichkeiten und Vielseitigkeit durchaus wünschenswert, denn dadurch würde wesentlich mehr taktische Tiefe in den Kämpfen entstehen.

Da der Singleplayer-Modus aktuell ebenfalls nicht allzu viel Spielzeit mit sich bringt, bietet sich danach nur der Kampf gegen die KI oder andere Spieler online an. Durch die genannten Nachteile ist es jedoch fraglich, wie viele Spieler sich tatsächlich auf den Online-Modus einlassen werden. Mit einem stärkeren Fokus auf die Singleplayer-Kampagne oder dem Nachreichen von DLCs würden die Entwickler Skyworld einen großen Gefallen tun.

Abschließend sei zu sagen, dass Skyworld als Vorreiter des Strategie-Genres innerhalb der VR durchaus richtige Wege geht und viel Spaß macht, jedoch in gewissen Punkten mehr Liebe von den Entwicklern vertragen hätte. Da es aktuell noch nicht feststeht, ob weiterer Content geliefert wird, bleiben die Schwächen des Spiels vorerst bestehen.

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(Quellen: VR Nerds Youtube)

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