Vicon-Motion-Capture-Origin

Das Mocap-Unternehmen Vicon präsentierte die neue Motion-Capture-Lösung Origin, die zukünftig in diversen VR-Arcades Einzug hält. Das stabile wie einfach einzurichtende System wird erstmals auf der SIGGRAPH 2018 vorgestellt und könnte daraufhin in den VRcades von Bandai Namco sowie Dreamscape Interactive installiert werden.

Vicon – Motion-Capture-System Origin für VRcades

Die Mocap-Technologie von Vicon wurde bereits in zahlreichen Projekten eingesetzt. So findet man die Arbeit des Unternehmens im Hollywood-Blockbustern wie Blade Runner 2049 (2017) und Gravity (2013) sowie Videospielen, wie der kürzlich erschienenen VR-Version von Hellblade: Senua’s Sacrifice wieder.

Nun stellen die Entwickler/innen ein neues System für den expliziten Gebrauch für VR-Zwecke vor. Das Origin-System für Arcades setzt auf eine neuartige Kombination von Soft- und Hardware, um VR-Erfahrungen für mehrere Personen gleichzeitig anzubieten. Zu den Vorteilen der neuen Tracking-Lösung zählen eine stabile und störungsfreie Verbindung sowie eine simple Einrichtung vor Ort.

Dafür setzt Origin auf insgesamt drei verschiedene Komponenten, die mit den Namen Viper, Pulsar und Beacon getauft wurden. Ersteres steht für eine leichte Kamera, welche für die Erfassung von Bewegungstrackern zuständig ist und mit 2.2 Megapixeln, bis zu 240 FPS aufbringt. Die frei konfigurierbaren LED-Tracking-Markierungen Pulsar können sowohl am Körper wie auch an der entsprechenden VR-Ausrüstung befestigt werden.

Für die Kommunikation zwischen Viper-Kamera und Pulsar-Trackern ist das Beacon-Übertragungsgerät verantwortlich. Dieses ermöglicht eine synchronisierte Übertragung der Komponenten über WLAN. Zusätzlich sorgt die Software Evoke für eine stabile Verbindung, indem es das Tracking überwacht und nötige Kalibrationen automatisch durchführt. Entsprechend sollen auch Übergänge zwischen Spielrunden reibungslos fortgeführt werden.

Zum optimalen Einsatz benötigt man für eine Person ungefähr sechs bis acht Viper-Kameras. Bei einer Anzahl von mehr als 16 Personen innerhalb einer VR-Erfahrung müssten 36 bis 38 Kameras eingesetzt werden. Für das Ganzkörper-Tracking einer Person wären ebenso sechs Pulsar-Markierungen nötig. Wie viel die Komponenten letztlich kosten, wurde von offizieller Seite noch nicht veröffentlicht.

Dank einer Partnerschaft mit Dreamscape Immersive sowie Bandai Namco wäre eine Installation innerhalb der entsprechenden VRcades denkbar. Das neue System wird auf der SIGGRAPH 2018 vorgeführt.

(Quellen: Upload VR | Venture Beat | Video: Upload VR YouTube)

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