MIT-Drohne-Motion-Tracking-VR-Technologie

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) arbeiten an einer neuen Methode, um Hochgeschwindigkeits-Drohnen mit künstlicher Intelligenz durch den Einsatz von VR-Technologie zu trainieren. Durch das System Flight Goggles sollen nicht nur Kollisionen mit der Umwelt reduziert werden, sondern auch neue Einsatzfelder für andere Fahrzeuge mit KI eröffnet werden.

Flight Goggles – Hochgeschwindigkeits-Drohnen lernen durch Virtual Reality

Das neue System Flight Goggles soll Drohnen mit künstlicher Intelligenz in automatisierten Flugrouten durch den Einsatz von VR-Umgebungen trainieren.

Dabei manövrieren sich die unbemannten Luftfahrzeuge durch einen virtuellen Flugparkour in einem leer stehenden Raum. Das System trackt währenddessen die Bewegungen der Drohne und rendert zeitgleich eine fotorealistische Abbildung der derzeitigen virtuellen Umgebung in 90 FPS, welche direkt auf den Prozessor des technischen Flugobjekts gesendet wird. Einfacher ausgedrückt: Die Drohne fliegt halluzinierend durch einen leeren Raum und lernt dadurch die komplexe Umgebung.

Die neue Methode sorgt nicht nur für weniger Gefahren im Luftraum durch die Reduzierung der Kollisionsgefahr, sondern verringert ebenso die Reparaturkosten der kostspieligen Fluggeräte massiv.

In verschiedenen Testabläufen wurde der Erfolg des Systems unter Beweis gestellt: In 361 Versuchen kollidierte die Drohne insgesamt dreimal beim Durchfliegen eines virtuellen Fensters. In einem darauf folgenden Testdurchlauf im offenen Feld flog die Drohne daraufhin in 119 Durchläufen 113-mal komplikationsfrei durch das reale Fenster. In sechs Fällen mussten die Versuchsleiter eingreifen, um einen Crash zu vermeiden bzw. kollidierte die Drohne direkt mit dem Hindernis. Ein solches Ergebnis wäre ohne den Einsatz von VR-Technologie unmöglich, da jede Veränderung der Umgebung bereits Probleme für das Flugfahrzeug in hohen Geschwindigkeiten erzeugt.

Das System ist zwar für Flugdrohnen gedacht, könnte jedoch ebenso in anderen automatisiert ablaufenden Fahrzeugen, wie beispielsweise selbstfahrenden Autos eingesetzt werden. Durch den Einsatz der VR-Technologien und Motion Tracking ist eine KI wesentlich besser in der Lage Gefahren auf der Fahrbahn frühzeitig zu erkennen und Objekten auszuweichen.

Flight Googles soll auf der internationalen Konferenz für Automatisierung und Robotik IEEE detailliert vorgeführt werden.

(Quellen: Upload VR | MIT News | Video: Sertac Karaman Youtube)

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ole
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Ich sehe jetzt schon die vollautonome Drohnenarmee, die Google Streetview 2.0 realisiert. Alles voll mit fiepsig surrenden Drohnen die ein permanentes 3D Modell der gesamten Welt für die Googlecloud ausmessen.

Peter
Gast
Peter

Schon eine gruselige Vorstellung. Aber selbst wenn es kein Permanentes 3D Modell ist, kann es sicherlich auch die Indoor Navigation voranbringen.

ole
Mitglied

Absolut! Die Vorteile werden insgesamt irre. Open world mixed reality funktioniert nur mit sowas und das brauchen wir unbedingt. Aber man darf sich nichts vormachen: das kommt zu einem gewissen Preis. Das gleiche mit autonomen Fahren. Das wird auch ganz großes Kino und die Verkehrstoten werden weniger und alles wird besser. Aber es wird auch viel mehr Lieferwagen und mobile… Weiterlesen »