Oculus Go VR

Nun ist sie da, die autarke Brille Oculus Go. Und sie scheint einen guten Start hinzulegen. Zumindest belegt das Headset hervorragende Ränge in der Kategorie Videospiele auf Amazon in Amerika. Hierzulande muss man die VR-Brille noch direkt bei Oculus ordern.

Oculus Go: Hoffnungsvoller Start und Chance für VR

Die Oculus Go löst gleich einige Probleme der bisherigen VR-Systeme: Die autarke Brille lässt sich Out of the Box verwenden. Fragen nach der richtigen Leistung für einen PC oder das passende Smartphone für eine Halterung entfallen. Gegenüber Handy-Brillen wie der Samsung Gear VR ergeben sich weitere Vorteile: Durch die eingebauten Lautsprecher mit 3D-Sound ist man nicht mehr gezwungen, externe Kopfhörer zu benutzen, um ordentlichen räumlichen Klang zu erleben.

Oculus Go Varianten

Dass die autarke Brille einen Nerv zu treffen scheint, zeigen erste Rankings auf Amazon.com. Die Version mit 32 GB erklimmt derzeit Platz 7 bei den Amazon-Charts in der Kategorie Videospiele. Die 50 Dollar teurere Oculus Go mit 64 GB schiebt sich sogar noch davor auf Platz 6. Amazon.com führt beide Produkte getrennt und fasst sie nicht zusammen, wodurch das tatsächliche Ranking theoretisch noch höher ist. Da es sich um eine relative Zahl handelt, bleibt abzuwarten, wie am Ende die tatsächlichen Verkaufszahlen ausfallen. Neben Amazon.com führt der Händler Best Buy die Brille online und in seinen Filialen. In anderen Ländern ist die VR-Brille noch nicht bei Händlern aufgetaucht, sondern nur direkt über Oculus zu beziehen.

Während Mark Zuckerberg mit der Oculus Go klar den Massenmarkt anvisiert, ist die VR-Brille geeignet, in vielen anderen spezialisierten Feldern Fuß zu fassen. Sei es in Museen, Krankenhäusern, Flugzeugen oder anderen Szenarien. Ein Projekt erreichte uns, bei dem in Polen VR-Brillen in Hospizen eingesetzt werden sollen, um Sterbenden zu ermöglichen, wenigstens in der virtuellen Realität noch Sehnsuchts-Orte auf der Welt besuchen zu können. Mit der Oculus Go werden solche Projekte sehr viel einfacher und wesentlich günstiger umzusetzen sein als bisher.

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biobern
Gast
biobern

Wie kann die Brille so billig sein? Die Auflösung entspricht der sehr teuren HTC Vive pro (diese kann allerdings zumindest 90 Hertz) und auch vergleichbare Google Daydream-Setups kosten das Mehrfache.

crusty
Gast
crusty

Man nehme den richtigen Hersteller (Xiaomi) und lässt sie dann in einer großen Masse in China Fertigen.
Zusätzlich lässt man dann noch teure Sensoren weg. Die OGO ist eigentlich trotzdem nicht Billig, Andere Hersteller sind einfach nur unverschämt teuer.

Stefan
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… statt OLEDs werden “nur” LCDs verbaut. Keine großartigen Sensoren (3DOF, also kein Raumtracking), Technik auf Niveau des Pixel1. Das Display ist gut, aber detailliert wird’s trotzdem nicht (Grafik). Dennoch kann man damit Videos in “Groß” schauen, da die Displays gut sind – aber ein Sykrim VR wird man darauf nicht erleben.

biobern
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biobern

Ah ja, das fehlende OLED hatte ich übersehen. Trotzdem ein Hammerpreis. Die großen drei Kabel-VR-Lösungen sollten sich langsam schämen für ihre niedrige Auflösung. Sony nehme ich am ehesten aus, denn da sieht man auch jetzt schon kein Fliegengitter und es geht am ehesten um niedrige Preise und Kompatibilität.
Wenn wenigstens ein perfektes REZ Infinite kommt, werden sie viele Fans haben.

mat
Gast
mat

Bei der GO handelt es sich am -ende technisch um ein abgespecktes Handy, das auf VR spezialisiert ist. Standardkomponenten sind günstig. Außerdem kann Facebook es sich leisten, die GO ohne viel Marge anzubieten, da sie erstmal nur die Marktanteile haben wollen. Abkassiert wird später. Und falls es nicht funktioniert, stört es Facebook finanziell eher weniger