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Eine neue Kooperation zwischen Automobilhersteller Nissan und VR-Start-up HaptX sorgt für die Integration von haptischen VR-Handschuhen beim Entwicklungsprozess von Automodellen. Der HaptX-Handschuh ermöglicht es, das simulierte Innenleben der Fahrzeuge innerhalb der virtuellen Umgebung händisch auszutesten und dadurch zukünftige Designschritte zu verbessern. Dadurch werden nicht nur Kosten gesenkt, sondern zudem ein realistisches und natürliches virtuelles Arbeitsumfeld geschaffen.

Nissan und HaptX – Partnerschaft zur Optimierung des Autodesigns mit haptischen VR-Handschuhen

Nissan setzt zukünftig auf VR-Technologie zur Verbesserung des Designprozesses in der Autoentwicklung. Dafür kommt der HaptX-VR-Handschuh des gleichnamigen Unternehmens zum Einsatz. Dieser erlaubt es, das Innenleben der Automobile in virtueller 3D-Umgebung unter realistischen Bedingungen auszutesten. So wird Lenkrad, Schalter oder Handschuhfach in der Simulation zum Greifen nahe, wodurch zukünftige Designentscheidungen getroffen werden können.

Dank haptischem Feedback wird dabei sogar ein natürliches Gefühl beim Anfassen der Objekte simuliert. Um dies zu ermöglichen, sind innerhalb des VR-Eingabegeräts diverse Sensoren und über 130 Aktuatoren verbaut. Dabei handelt es sich um kleine Hohlräume, die passend zum simulierten Objekt mit einer Flüssigkeit befüllt werden, um Gegendruck zu erzeugen. Der Einsatz der VR-Technologie in der Autoentwicklung bringt dabei einige Vorteile mit sich, wie die Partner verkünden. So äußert sich Joe Michaels, Chief Revenue Officer von HaptX, optimistisch über die zukünftige Kooperation:

Wir treten in eine neue Ära des Designs ein, bei der Nissan die Richtung weist. Wir fühlen uns geehrt, dass unser HaptX-Handschuh vom erstklassigen Designteam von Nissan als Werkzeug eingesetzt wird. In Zusammenarbeit können wir den Fahrzeugkonstruktionsprozess radikal verbessern, sodass die Automobilhersteller bessere und schnellere Entscheidungen treffen können.”

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Image courtesy: Nissan | HaptX

Zusätzlich ist es dank der VR-Technologie möglich, enorme Ressourcen zu sparen. Durch die Simulation der Fahrzeuge in 3D wird der Bau von physischen Prototypen passé. Ein kosten- und zeitaufwendiger Prozess, der Jahre in Anspruch nehmen kann. Diese Zeitspanne soll nun auf Tage reduziert werden und dadurch zeitgleich ein besseres Endprodukt für die Kunden ermöglichen. So verkündet Jake Rubin, CEO von HaptX:

Die Automobilhersteller sahen sich im Designprozess mit unvollkommenen Optionen konfrontiert. Herkömmliche VR-Controller sind unnatürlich, unzureichend und bieten kein realistisches Feedback, während physikalische Modelle in Originalgröße sehr teuer und in ihrem Nutzen begrenzt sind. HaptX-Handschuhe gehen auf diese Einschränkungen ein, indem sie es Autodesignern ermöglichen, ihre neuen Fahrzeugmodelle während des gesamten Designprozesses zu spüren und Rapid Prototyping innerhalb der VR zu ermöglichen.”

Laut dem Unternehmen soll die Methode bereits bei der Entwicklung von zwei Nissan-Modellen zum Einsatz gekommen sein. Dazu zählt der Nissan Leaf sowie der Nissan IMs.

(Quelle: HaptX | Video: HaptX YouTube)

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