Front Defense
Tower Tag auf Steam

Bereits im letzten Jahr haben wir darüber berichtet, dass es HTC finanziell nicht besonders gut geht. Teilweise war die Aktie so erschreckend niedrig, dass viele Menschen den Untergang von HTC in greifbarer Nähe sahen. Heute gab HTC wieder Fakten zur aktuellen Situation bekannt und diese lesen sich auch nicht besonders gut für das Unternehmen aus.

HTC bleibt im Abwärtstrend

HTC Vive kostet 899 Euro

Das HTC Vive Set || Quelle: HTC

Heute zeigte HTC seinen Bericht für das erste Quartal 2016, also die Zahlen von Januar bis März. Anstatt des erhofften Aufschwungs geht es für HTC weiter bergab und die Einnahmen und der Gewinn sind im Vergleich zum ersten Quartal im Jahr 2015 deutlich gesunken. HTC hat im ersten Quartal Einnahmen in Höhe von ca. 45.6 Millionen US-Dollar verbucht, was ein Rückgang von ca. 64% im Vergleich zum Vorjahr (127 Millionen US-Dollar) ist. Laut HTC CEO Cher Wang hat das neue VR-Headset des Unternehmens, die HTC Vive, einen großen Boost gegeben. Außerdem soll sich auch das neue Smartphone von HTC, das HTC M10, bestens Verkaufen. Beide Produkte sind aber erst zu Beginn des zweiten Quartals erst in den “Handel” gekommen.

Die schlechten Zahlen zum Gewinn von HTC im ersten Quartal könnten an dem Aufwand für die Auslieferung und der Produktion dieser neuen Produkte liegen. Doch kann ein VR-Headset zu einem Preis von 799 US-Dollar (in Deutschland ca. 950 Euro) den den angeschlagenen Smartphone Hersteller gesunden?

50.000 HTC Vive im Umlauf

HTC gibt natürlich keine offiziellen Zahlen zum Verkauf der HTC Vive raus. Upload VR hat aber die SteamSpy Zahlen von den Spielen verglichen, die es kostenlos zur HTC Vive dazu gibt. Es kann natürlich sein, dass nicht jeder HTC Vive Käufer alle kostenlosen Spiele installiert. Bei drei gratis Spielen ist die Wahrscheinlichkeit aber hoch, dass ein Großteil der Käufer mindestens eines dieser Spiele installiert hat.  Fantastic Contraption, Job Simulator und Tilt Brush bewegen sich bei 50.000 Besitzern. Lediglich Job Simulator kommt nur auf weniger als 35.000 Exemplare. Da die neue Job Simulator Version zuvor nicht vor dem Release bereitstand, könnte man davon ausgehen, dass ca. 35.000 Vives im Umlauf sind. Beachten muss man bei dieser Zahl aber auch, dass Steam nicht in allen Ländern verfügbar ist. So haben Besteller aus China keine Möglichkeit die Spiele auf Steam zu aktivieren.

Gegen diese Zahlen spricht jedoch, dass “The Lab” bereits die 100.000 Downloads geknackt hat und auch am 5. April mit dem Start der HTC erschienen ist. Aktuell bleibt uns also nur das Spekulieren, bis wir endlich offizielle Zahlen von HTC bekommen.

 

[Quelle: Upload VR]

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BenniBoom
BenniBoom
5 Jahre her

Na, ich drücke HTC die Daumen, dass die Vive das Ruder rum reißt.

Leider wissen sehr, sehr viele noch gar nichts von VR.
Etwas mehr PR, würde dem neuen Markt gut tun.

Sicher tut sich da etwas, wenn die Lieferprobleme überstanden sind.

Techreviewer
5 Jahre her
Reply to  BenniBoom

Bis der VR Markt richtig anläuft wird sicherlich noch gut ein Jahr vergehen. Die Playstation VR wird meiner Meinung nach das erste, marktfähige VR Headset. Die Rift CV1 und die HTC Vive sind mehr oder weniger Versuche auch den Ottonormalverbraucher zu erreichen, doch die meisten Verbraucher werden keinen leistungsstarken Rechner besitzen um diese VR Brillen überhaupt vollumfänglich nutzen zu können. Weihnachten 2017 sieht die Sache sicherlich wieder anders aus ;)…

Christoph
Christoph
5 Jahre her

ich befürchte die spiele downloads lassen nicht wirklich darauf schließen wieviele vive im umlauf sind. ich wette es gibt etliche user die the lab geladen haben ohne eine vive zu haben, da sie dachten dann könnte man es auf nem normalen bildschirm spielen … oder können die in ihrer statistik nur user mit spielzeit im game ermitteln?