Break A Brick

EinBreack A Brickgängige Arcade-Musik, blitzende und funkelnde Klötzchen in einem Sternenmeer. Bunt aufleuchtende Farben und Quadrate mit Gesichtern, welche von einer kleinen Katze in einem UFO abgeschossen werden – all dies ist Break A Brick. Das Spiel des Entwicklerstudios CrazyBunch ist seit dem 2. Juli bereits über den GooglePlaystore zu haben, feiert sein Debut jedoch bald auch auf der Gear VR und bietet den Spielern somit nicht nur kurzweilige Handy-Knobelei sondern auch waschechten VR-Spaß für zwischendurch. Wir haben den wilden UFO-Trip in die virtuelle Realität bereits ausgiebig testen können. Ob Break A Brick also auch in VR überzeugen kann erfahrt ihr im Folgenden.

 

 

CrazyBunch teilt sich ein Büro mit VRNerds/Lucid Trips. Um größtmögliche Objektivität zu waren schreibt ein Redakteur von uns, welcher niemanden von CrazyBunch kennt und auch nicht in unserer Hamburger Redaktion arbeitet, den Test. Sämtliche Aussagen sind daher mit größtmöglicher Objektivität verfasst. Dennoch wollen wir unsere Leser über diesen Tatbestand informieren, um journalistische Standards einzuhalten. 

Die Story von Break A Brick

Bricktator Nugget startete im fernen Klötzchenuniversum einen Putsch gegen Little Lord Bricky um das Klötzchenuniversum an sich zu reißen und danach auch andere Welten zu erobern. Little Breack A BrickLord Bricky wurde zwar vom Thron gestoßen, doch ihm gelang die Flucht ins Katziversum um die dort lebenden Katzen zu warnen. Die noble Ritterin Rescue Cat brach daher sofort an den Rand des Katziversums auf um die einfallenden Invasoren mithilfe seines Raumschiffs zurück zu schlagen. Soweit die Geschichte von Break A Brick, welche zwar ziemlich hanebüchern daherkommt, für das eigentliche Spiel jedoch kaum von Bedeutung ist. Denn statt sich durch ewig lange Dialogzeilen zu quälen stürzt sich Rescue Cat sofort in den Kampf. Gemäß dem Motto alter Spielhallen ist die Story somit nicht viel mehr als einige Zeilen Text auf dem Automaten.

Spielmechanik

Das eigentliche Spiel weist eine entfernte Ähnlichkeit mit dem klassischen Space Invadors auf: Unten ein kleines Raumschiff, oben die immer näher rückenden Feinde. Doch statt den Feinden einfach mit irgend einem beliebigen Geschoss auf die Pelle zu rücken bedient sich Rescue Cat eines anderen Tricks: Mithilfe seines Transportstrahls beamt der Spieler die Feinde in sein UFO nur um sie dann direkt darauf auf einen anderen Gegner zu schleudern und somit beiden den Garaus zu machen. Und hier liegt der eigentliche Trick bei Break A Brick: Als Spieler ist man stets darum bemüht immer zwei Klötzchen gleicher Farbe aufeinander prallen zu lassen und somit den Multiplikator – und damit einhergehend den Highscore – nach oben zu treiben. Was anfangs leicht wirkt wird mit zunehmendem Level jedoch immer schwieriger und schon bald gilt es nicht nur Blöcke verschiedener Farben gegeneinander auszuspielen. Immer neue Klötze mit unterschiedlichen Fähigkeiten machen dem kleinen Kater das Leben ganz schön kompliziert. Da wären zum einen die typischen, farbigen Lakaien von Brickator Nugget welche am meisten Punkte geben, wenn sie von einem Quadrat der gleichen Farbe getroffen werden. Die Regenbogen-Klötzchen indes können Klötze jeder beliebigen Farbe auflösen. Besonders hartnäckige Gesellen, welche sich nur nach mehreren Schuss auflösen gibt es genauso wie ihre deutlich härtere Variante, welche nur mit Dynamitblöcken gesprengt werden können – doch wehe dem, der so töricht ist und diese in sein Raumschiff einsaugt. Als wäre dies nicht genug gibt es auch noch den Kaffe-Block, welcher Rescue Cat einen ordentlichen Energieschub verpasst. Diesen hat sie auch bitter nötig, wenn sie mit den sich bewegenden, boshaften Teufelsblöcken mithalten möchte. Für Abwechslung ist also gesorgt.

Katzen in VR

Doch liefert bereits die 2D Smartphone Variante das selbe, umfangreiche Spielgefühl. Welchen Mehrwert bietet nun also die VR-Version, welche demnächst für die Gear VR erscheinen soll? Die ernüchternde Antwort: Zunächst gar keinen. Weder sehe ich die Klötzchen aus den Augen von Rescue Cat, noch darf ich mich großartig im virtuellen Raum umschauen. Doch was zuerst ziemlich negativ klingt ist es gar nicht. Denn Break A Brick macht auch in VR enorm viel Spaß. Vor allem die Möglichkeit mit einem Blick nach oben die gigantische, nachrückende Klötzchenarmee zu begutachten bringt schon ein wenig Ehrfurcht mit sich, welche die normale Smartphone Variante vermissen lässt. Das Interface ist gut an VR angepasst, die Schrift schmerzt nicht in den Augen und ist gut lesbar. Das Bild ist flüssig und zieht keinerlei Nachruckler mit sich. Dank des eingängigen Soundtracks und dem aufs Spiel zentrierten Sichtfeld verliert man sich schnell in die immer bunter werdende Welt. Oft genug haben wir uns bei dem Gedanken erwischt Nur noch eine Runde – drei Sterne müssen doch zu schaffen sein. Hier bietet Break A Brick enormes Suchtpotential. Natürlich lässt die Immersion zu Wünschen übrig, doch auf dieser liegt auch gar kein Augenmerk. Das Spiel zieht uns von der reinen Spielmechanik immer tiefer in den Bann – auch ohne das Gefühl haben zu müssen, man sei Rescue Cat.

Fazit

Lohnt sich Break A Brick jetzt also überhaupt in VR? Auf jeden Fall. Zwar spielt sich die Smartphone Variante, welche es kostenlos im Google-Playstore gibt ähnlich gut, aber wer die Wahl hat sollte auf jeden Fall zur VR Variante greifen. Die blinkenden Lichter, das aufs Spiel gerichtete Sichtfeld, welches keine großartigen Kopfbewegungen erfordert und die treibende Musik bilden eine einzigartige Sogwirkung, welche einen schnell die Zeit vergessen lässt. Zwar können weder Story noch der Mehrwert der VR-Umsetzung komplett überzeugen, doch Break A Brick beweist eindrucksvoll, dass VR-Spiele nicht unbedingt eine hohe Immersion und Identifikation bieten müssen um Spaß zu machen. Auch kleine Spiele wie Break A Brick entfalten eine ganz neue Wirkung, wenn diese die Welt um einen selbst dominieren.

Gutes

IconPlus Stimmige Grafik

IconPlus Cooler Soundtrack

IconPlus Ansteigender Schwierigkeitsgrad

IconPlus Suchtgefahr!

Weniger Gutes

IconMinus VR Features halten sich in Grenzen

Bilder: CrazyBunch

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