LucidCam

LucidCamVor etwa einem Jahrzehnt wollte sich ein Kalifornier selbst beim surfen Filmen. Er entwickelte eine portable, stoßsichere Kamera, startete eine Massenproduktion für Sportler und ging schließlich vor einem Jahr an die Börse. Soweit der Erfolgskurs der Sportler-Kamera GoPro.
So wie GoPro die Marke für Filmaufnahmen im Sportbereich ist, möchte Han Jin, CTO und Co-Founder von LucidCam auch sein Produkt auf dem Markt positionieren: Als massentaugliches Produkt für VR-Filme.

Hinter diesem Traum steckt Hans Lebensgeschichte: In China geboren, in Deutschland aufgewachsen und schließlich in die USA gezogen um an der University of California zu studieren, erkannte Han früh die Probleme, welche sich ergeben wenn die eigene Familie über den ganzen Erdball verstreut lebt.
Mit LucidCam jedoch möchte Han und sein Team eben jene Entfernung negieren, sie gänzlich unwichtig werden lassen. Dank Virtual Reality Brillen wie der Oculus Rift soll es so bald möglich sein die schönsten Erlebnisse mit Familienmitgliedern und Freunden zu teilen. Und das nicht nur als einfaches Foto, oder als Film auf Youtube. Dank der neuartigen Technologie, soll es möglich sein ganz in die gezeigten Erlebnisse einzutauchen.
Um eben dies zu erreichen geht die handliche Kamera einen anderen Weg, als viele bisher erhältliche Kameras für VR-Filme. Statt auf einem festen Stativ zu verharren um möglichst gut mit dutzenden Kameras 360° Filme aufzunehmen, erzeugen die Kameralinsen ein stereoskopisches, 180° Bild der Landschaft. Eine im Hintergrund arbeitende Anwendung sorgt mit dem parralax Effekt für eine natürliche Tiefenwahrnehmung.

LucidCam

Sichtweite des menschlichen Auges VS Bildausschnitt von LucidCam

Das Lucidcam entgegen der weit verbreiteten 360° Einstellung nur die Hälfte der Umgebung anzeigt hat dabei einen einfachen Grund: Bei einem Tets mit über 500 Probanden fand das Team heraus, dass die Tester beinahe nur nach links und rechts, nie jedoch nach hinten sahen. Daher kamen sie zu dem Schluss, dass für eine handliche, leicht zu nutzende VR Kamera ein Aufnahmespektrum von 180° vollends ausreiche. Vor allem, da ein Mensch in der Regel sowieso nur ein Sichtfeld von 70° besitzt.
Natürlich eignen sich diese Kameras somit nicht für Hollywoodspielfilme, da ein schwarzer Rahmen das Gezeigte umgrenzt. Doch Han Jin hat die typischen jungen Video-Filmer im Visier die heute mit Smartphone oder GoPro schnell Material aufnehmenum dieses anschließend mit Freunden und Familie, oder gar der ganzen Welt zu teilen.
Um all dies auch im Zeitalter des Internets zu erreichen, tüftle man noch an der kompremierung der Video-Dateien: 100 MB für 15 Minuten VR-Material sei die Zielgröße.

Noch Ende diesen Jahres soll die LucidCam auf den Markt kommen und dann zwischen 500 und 600 US-Dollar kosten. Ganz wie die feste Branchengröße GoPro

Bilder: LucidCam

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