Suma-Tomb-AR

Die Firma  Ryoshin Sekizai hat sich eigentlich ganz handfest auf das Gravieren von Grabsteinen spezialisiert. Nun brachte das japanische Unternehmen eine eigene AR-App auf den Markt, die ihr Geschäft in virtuelle Gefilde überträgt. Dank Suma Tomb können Trauerende das Bild oder ein Video ihrer verstorbenen Liebsten auf einer virtuellen Grabstätte dauerhaft anzeigen lassen.

Suma Tomb: Virtuelle Friedhofbesuche durch Augmented Reality

Die japanische Firma Ryoshin Sekizai veröffentlichte die AR-App Suma Tomb, die es ermöglicht, ein 2D-Bild oder Video an einer festen Position dauerhaft zu platzieren. Damit erhalten die Verstorbenen ihre letzte Ehrung nicht nur auf einem Grabstein graviert, sondern bleiben einem in der virtuellen Welt erhalten.

Doch nicht nur die Darstellung eines Bildes ist möglich, auch eine Nachricht lässt sich hinterlassen. So zeigt eine Sprachblase in einem Promobild verstorbener Eltern den Text: „Pass auf dich auf. Wir werden immer auf dich achtgeben.“ Das Bild mitsamt Nachricht muss dabei nicht auf einem echten Friedhof liegen. Man kann es nach freiem Belieben zuteilen und beispielsweise den Lieblingsort des oder der Verstorbenen oder das eigene Zuhause auswählen.

Suma-Tomb-AR

Die Idee zum Konzept kam dem Vorsitzenden von Ryoshin Sekizai namens Yoshiyuki Katori nach dem Tod seines Onkels. Dabei dachte er sich bei einem Grabbesuch, wie viel leichter ihm die Trauer fiele, wenn sein verstorbener Onkel ihm noch ein letztes Mal eine Nachricht übermitteln würde. Schon allein Worte wie „Wie geht es dir?“ oder „Halte durch!“ wären eine riesige Erleichterung gewesen.

Die Kosten für die Bereitstellung des Services belaufen sich auf umgerecht rund vier Euro im Monat. Doch der Anbieter zeigt Herz, denn immerhin soll das erste Jahr für Trauerende kostenlos sein. Nach dem Ablauf der kostenlosen Zeit wird die Asche der Verstorbenen zudem bis zu 15 Jahre gelagert, vorausgesetzt, die monatlichen Gebühren werden weiterhin gezahlt. Auch, wenn einem die Idee am Anfang etwas eigenartig erscheint – es ist schön zu sehen, wie AR und VR die Kreativität auch außerhalb der Technik-Gemeinde beflügelt. Und vielleicht spendet die App ja wirklich manch Trauerndem Trost.

(Quellen: VRScout/prtimes.jp)

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