Goji Play im Test

Schluss mit schnöder Fitnessstudio-Atmosphäre! Das zumindest verspricht Blue Goji, die mit Goji Play ein Produkt entwickelt haben, welches Fitness zum VR-Vergnügen machen soll. Wir haben auf der Gamescom getestet, ob das Produkt hält was es verspricht und ob es Blue Goji damit gelingt, in Zukunft auch Sportmuffel auf den Crosstrainer zu bekommen.

Was ist Goji Play und wie wird es verwendet?

Goji Play

Goji Play verbindet das klassische Cardiotraining mit einer VR-Erfahrung und nutzt dabei den Cardiotrainer als riesigen Controller um das Fitnesstraining in ein immersives Erlebnis zu verwandeln. Man benötigt dafür lediglich einen Cardiotrainer, ein VR-Headset und die Goji Play Controller, die sich an den Handgriffen des Sportgeräts befestigen lassen. Die Controller tracken die Bewegung und sollen diese in die virtuelle Welt übertragen, zusätzlich ist damit eine einfache Steuerung möglich. Kompatibel sind sie sowohl mit Crosstrainern, Steppern und Fahrradtrainern und richten sich dabei in erster Linie an Endkonsumenten für das Training zu Hause. Die Goji Play Controller sind bereits für einen Preis von 120 US Dollar im Handel erhältlich, können bisher aber lediglich mit regulären Spielen genutzt werden. Das VR-Erlebnis wird erst Ende des Jahres möglich sein, denn dann werden die ersten Aktiv-VR-Spiele für die HTC Vive für einen Preis zwischen 5 bis 10 US Dollar verfügbar sein.

So war das Training mit Goji Play

Goji Play auf der GamescomIch muss zugeben, als ich das erste Mal von Goji Play hörte, schossen meine Erwartungen in die Höhe: Die Hoffnung war groß, hier den heiligen Gral für alle Sportmuffel zu finden und damit vielleicht endlich auch mich selbst zum regelmäßigen Cardiotraining zu motivieren und die Kalorien spielend leicht purzeln zu lassen. Tatsächlich gehört eintöniges Cardiotraining dank Blue Goji in die Vergangenheit und der Sport wird eher zur Nebensache. Das Spiel, das ich ausprobieren durfte, verwendete Goji Play an einem Crosstrainer, mit dem man rasant über eine futuristische Neonstrecke raste und dabei Hindernissen ausweichen musste. Das Ganze war eine ziemlich berauschende Angelegenheit und im ersten Moment auch etwas überfordernd. Auf jeden Fall waren Multitasking-Fähigkeiten gefragt, um gleichzeitig auf die Navigation über die Rennstrecke und das Fitnesstraining zu achten. Schwierigkeiten hatte ich vor allem mit der Steuerung: Die Controller ermöglichten es, nach rechts oder links auszuweichen, jedoch hatte ich auf Grund des immersiven Erlebnisses immer wieder das Bedürfnis, mich ähnlich wie bei einer Motorradfahrt mit in die Kurve zu legen, was nicht ganz ungefährlich war. Zum Glück bin ich nicht vom Crosstrainer gefallen, trotzdem war die ganze Angelegenheiten ziemlich schwindelerregend. Ich denke zwar, dass sich dieses Problem durch regelmäßiges Üben sicherlich reduzieren lässt, jedoch bleiben Zweifel übrig, ob damit ein fokussiertes Training möglich ist – Spaß bringt dieses Aktive-VR-Erlebnis aber mit Sicherheit!

 

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