VRChat Mario

Die Social-Network-Software VRChat hat auch dank YouTuber– und Twitcher-Unterstützung in den letzten Monaten einen enormen Hype erlebt, der die Macher auf dem falschen Fuß erwischte. Laut Steam Spy besitzen derzeit rund 3,5 Millionen Anwender die kostenlose App. Allerdings sinkt aktuell die Nutzung. In VRChat kann man eigene Avatare und Räumlichkeiten verwenden sowie mit anderen Usern interagieren.

VRChat: Mehr Installationen, weniger Spieler

Im September 2017 investierte unter anderem HTC  in VRChat und erkor das soziale Netzwerk zur offiziellen Social VR App. Damals war die Welt noch in Ordnung, doch zur Jahreswende mutierte VRChat zur Meme-Maschine und die User-Zahlen explodierten. Das am 1. Januar 2018 veröffentlichte YouTube-Video von PewDiePie mit aktuell über 4,7 Millionen Abrufen dürfte dabei einen erheblichen Anteil am Hype gehabt haben. Zu den Spitzenzeiten tummelten sich rund 20.000 Anwender in den virtuellen Welten. Ein wahrscheinlich nicht unerheblichen Teil des Erfolgs verdankt die Software dem Umstand, dass sie sich auch ohne VR-Brille auf dem PC nutzen lässt. Zahlen darüber, wie viele Anwender mit Headset in der virtuellen VRChat-Welt unterwegs sind, sind noch nicht verfügbar.

Der Erfolg zeigte aber auch Schattenseiten, denn mit steigenden User-Zahlen nahmen die Probleme zu – vor allem für die Entwickler. Trolle wie Gruppen der berüchtigten Ugandan Knuckles verfolgten andere Spieler, Belästigungen, Beleidigungen und andere Probleme brachten die Entwickler dazu, sich auf Steam und der eigenen Webseite mit einem offenen Brief an die Benutzer zu wenden. Und selbst im Netzwerk tätig zu werden, wodurch der Weihnachtsurlaub für die Macher entfiel. Dazu verursacht der zunehmende Datenverkehr höhere Serverkosten, die irgendwie aufgefangen werden müssen.

VRChat-HTC-Vive-SteamVR

Inzwischen beruhigt sich laut jüngsten Zahlen auf SteamDB und Steam Spy der Hype, womit sich die Lage etwas entspannt. „Nur“ noch 8000 waren zu Spitzenzeiten aktuell unterwegs, weniger als die Hälfte als zu Hochzeiten von VRChat. Das reduziert nicht nur die Troll-Gefahr, sondern auch die Serverkosten. Trotzdem kann sich die Software ein solides Fundament verschaffen, denn die Zahl der VRChat-Besitzer steigt weiterhin kontinuierlich an. 400.000 potentielle Anwender sind allein in diesem Monat hinzugekommen und schrauben die Gesamtzahl auf über 3,5 Millionen hoch.

Es bleibt also abzuwarten, wie sich VRChat weiter entwickelt. Für manchen PC-User dürfte das Social-Network aber der ideale Einstiegspunkt gewesen sein, sich eine VR-Brille zuzulegen – zumal Windows Mixed Reality Headsets in Amerika zu Preisen um die 220 US-Dollar zu bekommen waren und dort weiterhin einen recht günstigen Einstieg in „echtes“ VR ermöglichen. Wer neu in VRChat einsteigen will, die Software lässt sich kostenlos via Steam für PC-Brillen downloaden.

(Quellen: Viele, siehe Links im Artikel)

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