VR∙Nerds

VR-Training für sicherheitsgefährdende Berufe

Viel Spaß!

Wissenschaftler der Universität Exeter arbeiten gemeinsam mit Cineon Productions und Experten der Nuklearindustrie um ein gemeinsames Training für Industrien mit kritischen Sicherheitsbedingungen, zu entwickeln.

Erhöhte Sicherheit durch Virtual Reality

Die Ausbildungseinheit nennt sich Cineon Training und soll zukünftig im Bereich des Militärs, Wehrdienstes, Luftfahrt und der Arbeit im Nuklearbereich zum Einsatz kommen. Durch das neue VR-Training sollen Unfälle in diesen gesundheitsgefährdenden Bereichen vermieden werden. Dr. Sam Vine von der Universität Exeter leitet das Projekt in Zusammenarbeit mit Cineon Productions und den Nuklearexperten.

Das Cineon Training befindet sich noch in der Entwicklung und soll umfassend auf viele verschiedene Bereiche einsetzbar sein. Das Training basiert auf der 360-Grad-Technologie mit VR-Headsets, um die Effektivität von Angestellten zu erhöhen und Gefahren durch Unfälle zu vermeiden. Des Weiteren kommen Eye-Tracking und eine physiologische Überwachung der Auszubildenden zum Einsatz, um ein Verständnis der Lerneffekte zu erhalten. Außerdem wollen die Projektleiter dadurch herausfinden, wie Fehler während eines Einsatzes, besonders in Stresssituationen, entstehen.

Fundiertes Training basierend auf Forschungsergebnissen

Das Ziel des Projekts ist eine umfassende Ausbildung durch eine Kombination aus Technologie, wissenschaftlicher Theorie und Messmethoden wie Eye-Tracking zu erschaffen. Dadurch sollen die Mitarbeiter effektiver in kritischen Situationen agieren lernen, ohne sie dabei körperlich zu gefährden. Bekannt ist, dass die Simulation einer gefährlichen Situation, die Reaktion bei echter Gefahr durchaus verbessert. Der Mitarbeiter ist in der Lage auf gelernte Verhaltensweisen zurückzugreifen. Das Projekt basiert auf der zehnjährigen Forschung der Universität, die ebenfalls die angewandte Software entwickelt. Durch die Arbeit mit der der Nuklearindustrie trug das Projekt bereits Früchte. Jedoch möchten die Zuständigen in Zukunft enger mit Experten der Bereiche Luftfahrt, Notfallmedizin, Bergbau und Bauwesen zusammenarbeiten.

Das Team veranstaltet am 27.4. einen eintägigen Workshop für Sicherheitsexperten innerhalb der Nuklearindustrie und Trainer in anderen Bereichen. Laut Dr. Sam Vine simulieren die verwendeten Methoden und VR-Technologien stresshafte und risikobehaftete Umgebungen durch die VR-Headsets.

Das Training klingt vielversprechend und wird bald hoffentlich international angewendet. Die Langzeiteffekte müssen noch erforscht werden, jedoch wird deutlich wie viel Einfluss die VR-Technologien mittlerweile in der realen Welt haben.

(Quellen: phys.org)