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Das deutsche Traditionsunternehmen Zeiss will mitmachen im VR-Zirkus. Seit über 150 Jahren stellt die Firma eine Bandbreite an Produkten her. Die meisten haben mit Optiken zu tun, wie es die hauseigenen Kamera- und Mikroskoplinsen oder Brillengläser zeigen. Eine Einmischung in den VR Bereich, liegt da nahe, zumal hier gerade die optischen Linsen das Bild der VR-Brillen den großen Sichtbereich ermöglichen.

Bereits in der Vergangenheit zeigte Zeiss entsprechende Geräte wie etwa die Zeiss Cinemizer OLED, konnte sich damit aber nicht behaupten. Zu teuer waren sie, zu sehr Spielerei. Nun versucht es der Konzern erneut – mit der Virtual-Reality-Brille Zeiss VR One.

VR-Brille dank Smartphone

Optisch ist die Zeiss VR Oneihren Mitstreitern sehr ähnlich. Wie Samsungs Gear VR und Oculus Rift erinnert sie mehr an eine Ski- als an eine Sonnenbrille, wie es noch bei der Cinemizer OLED der Fall war. Wie die Gear VR von Samsung ist die VR One nur eine Halterung für das Smartphone, der Anschluss von externen Geräten ist nicht möglich. Dafür kostet die Zeiss VR One aber auch deutlich weniger als die Konkurrenten: Lediglich 99 Euro kostet der Adapter samt Linsen, der Versand soll im Dezember 2014, noch vor Weihnachten, geschehen.

Wenige Smartphones unterstützt

Um den Zeiss VR One Adapter nutzen zu können, schiebt man sein Smartphone seitlich in die Brille ein. Zurzeit gibt es Fassungen für das iPhone 6 und das Samsung Galaxy S5. Auch wenn Kunden weitere Smartphones vorschlagen können, die man bei Zeiss unterstützen möchte, wird man in Zukunft definitiv nicht alle Smartphones unterstützen können, lediglich Geräte zwischen 4,7 und 5,3 Zoll passen in die Brille. Phablets wie Samsungs Galaxy Note 4 oder das iPhone 6 Plus bleiben so außen vor.

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Eigenes Entwicklungs-Kit

Technisch hat die Brille kaum mehr vorzuweisen als die vermutlich hervorragenden Zeiss-Linsen. So gibt Zeiss auf seiner Tumblr-Seite zum Produkt an, dass das VR One Headset die internen Sensoren des Smartphones nutzt. Trotzdem bietet der Hersteller ein eigenes Entwickler-Kit an, mit dem sich Apps an die Brille anpassen lassen. Auch zwei Apps kommen von Zeiss: eine zur reinen Betrachtung von Medien wie Fotos oder Videos und eine Augmented-Reality-App.

Fazit

Für knapp 100 Euro ist der VR Adapter von Zeiss zwar günstiger als Samsungs Gear VR und das Oculus Rift. Hier muss man aber trotz der generellen VR-Tauglichkeit definitiv hervorheben, dass sowohl das Rift Headset als auch Samsungs Gear VR eigene interne Hardware (inkl. Sensoren) liefert, die speziell für die Virtuelle Realität zugeschnitten ist. Eher ist das VR One Headset mit den Mitstreitern wie Durovis Dive, Stooksy oder Altergaze zu vergleichen. Und mit diesen verglichen, ist die Zeiss VR-Lösung eher teuer. Inwiefern die Linsen der deutschen Firma hier einen nennenswerten Mehrwert bieten, bleibt abzuwarten. Eine Menge Android und iOS Apps gibt es aber schon.

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