Frankfurter Buchmesse, Storydrive

Hallo Leute, machen wir es kurz: Ich befinde mich auf der Frankfurter Buchmesse – um genau zu sein bei dem tollen Event “StoryDrive” mit dem Thema “Heroes” – was die VR Nerds auf einer Buchmesse zu suchen haben? Finden wir es doch gemeinsam heraus. Ich sitz mit meinerm Laptop bei der Veranstaltung und werde live Bloggen. Verzeiht also Tippfehler – das alles geht hier echt schnell. Los gehts! Heute morgen hatte ich erstmal ein nettes Meet and Greet mit wichtigen Persönlichkeiten der Verlagswesens – Schwerpunkt Education. Hatte auch ein kurzes Interview mit Jill Jones – Managerin Director von McGrew-Hill-Education. Sie findet VR faszinierend und ist sich sicher, dass dies Einzug in Klassenzimmer halten wird um neue Inhalte interessant aufzuarbeiten und Kindern beim lernen zu helfen.

Alexander Bard

Und nun sitze ich bei dem ersten Vortrag von Storydrive – Redner ist Alexander Bard. Ein Mann, der aussieht wie er heißt, sich Cyber-Philosoph nennt und Marie Antoinnette die Lindsay Lohan ihrer Zeit nennt. Der Mann hat es drauf. “Internet ist etwas, das sich nur in unserer Tasche abspielt – es ist voller Idioten und wir wollen nichts damit zu tun haben – Aber jeder von euch verbringt mehr Zeit digital als Zeit beim schlafen” Und da hat er leider wirklich recht – wir müssen quasi die non digitale Welt noch einmal kennen lernen. Alexander Bard: “Burning man sieht von oben aus wie non-digitales Internet!”

“Wir erschaffen Gott” – Alexander Bard

Alexander Bard erklärt uns die Welt – wir sind vernetzt. Allein in Kenia ist jeder online. In Kenia, so Bard bezahlt man sein Taxi mithilfe des Handys. Seine Ansichten gleichen sich stark mit meinen, wie ihr in “Gott in unserer eigenen Realität” nachlesen könnt

Peter Gornstein

Kommen wir nun zu Peter Gornstein, Global Cinematic Director bei Crytek. Also geht es jetzt für mich um die Wurst – Immerhin war der gute Mann auch an “Ryse Son Of Rome” beteiligt, welches übrigens heute (10.10.14) auf Steam veröffentlicht wird. Er wird darüber reden wie wir Geschichten erzählen können und wieso wir das tun. Er wollte Kunst machen, wurde aber quasi beim Film abgewiesen: “Tut mir leid, wir machen Filme keine Kunst. Das ist Buisness” sollen sie wohl zu ihm gesagt haben.

Na, wer wird daraus schlau? – Die Auflösung ist folgendes: Jeder der das Video sieht erfindet in seinem Kopf eine eigene Geschichte. Genau darum geht es in diesem kleinen Video. Genau wie bei VR – unser Kopf ist der eigentliche Produzent. Alles andere – VR Brillen, Videospiele, all das sind nur Mittel zum Zweck. Unser Geist erzählt die besten Geschichten.

Oha wir bekommen sogar einen kurzen Einblick hinter die Kulissen von “Ryse”. Auch zu finden auf der Website von Peter Gornstein. Der Global Cinematic Director hatte seine ersten Filmerfahrung mit fünfzehn und einer riesigen, schweren Filmkamera welche er sich auslieh – erstaunlich welche Lebenswege sich hier finden. Aber wie man Geschichte in VR erzählen kann – dazu hat er sich noch nicht geäußert.

Ich konnte Peter Goldstein ein paar kurze Fragen stellen und laut ihm  ist es wichtig den Spieler mit dem Protagonisten mitfühlen zu lassen – sie müssen verschmelzen und die gleichen ziele verfolgen. Der Spieler muss den Helden nachvollziehen können vor allem wenn es um Virtual Reality geht. Es ist nicht unmöglich, allerdings ist es wichtig das der Spieler die gleichen Ziele verfolgt wie die Spielfigur.

Lars Lundström

Lars Lundström, Drehbuchautor & Producer von u. a. „Real Humans“ oder „Wallander“ &, Matador Film, Schweden erklärt uns warum Roboter oftmals die besseren Helden sind. Menschliche Roboter. In seinem Vortrag ging es vor allem um Charakterentwicklung und die Bedeutung eines Protagonisten für die Geschichte. Dies ist selbstverständlich eine Tatsache, die in allen Medien Gültigkeit besitzt.

“One day you´re the hero, the other day you´re a douchebag”

Lars Lundström über komplexe Realitäten. 

Tatsächlich endet hier leider auch schon der Teil der Veranstaltung, welcher sich mit Geschichten und deren Umsetzung auseinander setzt. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Verschmelzung von Buch, Film und Spiel geben – einige abschließende Worte werde ich dann zu Hause vor meinem Desktop-PC finden.

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