Google ARCore

Apples Vorstellung von ARCit auf der WWDC im Juni muss für Google ein Schock gewesen sein: Schließlich hat der Suchmaschinenriese und Android-Entwickler mit Tango schon lange im Augmented-Reality-Bereich Fuß fassen wollen. Im Gegensatz zu ARKit benötigt Tango aber spezielle Hardware, die erst in zwei Smartphones zu finden ist. Einen Tag vor Apples Pressekonferenz, auf der der Konzern seine neuen iPhone-Modell präsentieren wird, veröffentlich Google einige Experimente zu seiner jüngst vorgestellten Augmented-Reality-Lösung ARCore.

ARCore: Von Streetview bis zur Espressomaschine

Zu den jetzt von Google im Blog vorgestellten Experimenten gehört auch ein im Prinzip alter Bekannter. Nämlich um das Training, eine bisher unbekannte Espressomaschine zu bedienen. Das VR-Experiment zeigte Erfolg, die Probanden lernten in der virtuellen Realität wesentlich besser als durch YouTube-Video-Anleitungen. Während die Menschen, die in der virtuellen Realität gelernt hatten, nur zwei Durchgänge für einen guten Espresso brauchten, benötigten YouTube-Lernende im Schnitt drei Durchgänge. Nun hat Google die Anleitung in die Augmented Reality mit ARCore gebracht. Mit besseren Ergebnissen als in VR? Laut Google-Blog haben es Anwender gleich beim ersten Versuch geschafft, einen Espresso mit perfekter Crema an der ihnen neuen Maschine herzustellen.

Google ARCore Espresso

Ein anderes Experiment mit ARCore nutzt Streetview und lässt einen in das Britische Museum hereinzoomen. Ein weiteres Projekt richtet sich an Architekten, die Entwürfe direkt über die echte Umgebung projizieren können. Damit lassen sich dann Bauvorhaben direkt vor Ort quasi in der „Realität“ begutachten. Diese und viele weitere ausgewählte Experimente wie beispielsweise Morph Face stellt Google auf seinem Blog und auf der Seite thisisarcore.com vor. Googles ARCore setzt zwingend Nougat alias Android 7 voraus. Morgen ab 19 Uhr hat dann Apple sicherlich seine Antwort parat und wird einige ausgewählte ARKit-Projekte vorstellen. Mit iOS 11 werden alle aktuellen iPhones und iPads ARKit nutzen können. Wir werden zeitnah berichten, was sich Neues in dem Sektor tut.

(Quelle: Google-Blog)

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