Augmented Reality Virtual Reality

In einer neu veröffentlichten Studie der IDC (International Data Corporation), einem internationalen Marktforschungsunternehmen, wird prognostiziert, dass sich der Absatzmarkt von Virtual- und Augmented-Reality-Headsets in den nächsten vier Jahren um das Zehnfache vergrößern wird. Und zwar auf Verkaufszahlen von 100 Millionen Euro im Verbraucher- wie Unternehmensbereich.

Hype-Zyklus: Teilweise wilde Spekulationen

Gartner Life Cycle VR

Virtual Reality und Augmented Reality sind relativ neue Technologien und haben in den letzten Jahren einen großen Hype verursacht. Wie es meistens in den Anfangsphasen einer neuen Technologie ist, sind die Studien und Prognosen teilweise wild-spekulativ. Dabei ist es wenig verwunderlich, dass bei den Aussagen von “wird die Welt wie wir sie kennen komplett verändern” bis “VR wird wieder in der Versenkung verschwinden” alles dabei war. Dass Virtual Reality und Augmented Reality zum Milliardengeschäft werden wird, wurde allerdings nie wirklich bezweifelt. Die Frage war lediglich ‘wann’ und ‘was wird vorher alles passieren’. Wenn man nach dem bekannten Gartner Hype Cycle geht, der den Hype-Zyklus darstellt, den die Einführung einer neuen Technologie bei ihrer Einführung durchläuft, befindet sich zumindest Virtual Reality gerade einer Phase, die zu realistischen Einschätzungen führt. Das heißt so viel wie: In der Öffentlichkeit entsteht ein Verständnis für die Vorteile und die praktische Umsetzung der neuen Technologie – aber auch für deren Grenzen.

AR-Markt soll größer werden als VR

Mittlerweile wurden jedoch einige Verkaufszahlen bezüglich der Virtual-Reality-Brillen veröffentlicht. So konnte unter anderem Sony mit der Playstation VR durchaus einen Überraschungserfolg erzielen. Somit kann ein Marktforschungsunternehmen wie IDC zumindest auf greifbare Zahlen zurückgreifen – was zu einigermaßen realistischeren Analysen führen sollte. Nicht zuletzt war auch 2016 besonders relevant für die Branche, weil in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt wirtschaftliche relevante Head-Mounted-Displays wie besagte Playstation VR, aber vor allem auch die Oculus Rift und die HTC Vive für den Endkonsumenten verfügbar wurden.

Gleichfalls geht die Marktforschung davon aus, dass Augmented Reality sogar einen noch größeren Markt innerhalb der Branche erschließen wird. Die Schätzungen gehen von einer Verkaufszahlensteigerung von 209 Millionen US-Dollar (2016) auf 48,7 Milliarden im Jahr 2021 aus. Die Verkaufszahlen von VR-Brillen sollen bis 2021 von 2,1 Milliarden US-Dollar (2016) auf 18,6 Milliarden steigen. Allerdings haben weder mögliche Augmented-Reality-Branchengrößen wie Apple oder Magic Leap bis jetzt etwas Greifbares auf den Markt gebracht. Und auch wenn Microsofts Hololens einen fantastischen Eindruck macht, ist sie bis jetzt nur in der Entwicklerversion verfügbar. Wenn man wiederum den Hype-Zyklus betrachtet, befindet sich AR momentan zumindest noch im ‘Tal der Enttäuschung’.

Wie sicher solche Marktforschungsprognosen sind, beweist allerdings IDC selbst mit einer kleinen Anekdote: 2011 prognostizierte das Unternehmen, dass das Windows Phone von Microsoft bis 2015 die Marktherrschaft von Apples iPhone brechen und die Verkaufszahlen sogar überflügeln würde. Der Verkauf des Windows Phone wurde mittlerweile eingestellt.

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