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Varjo kündigt AR-Funktion für Bionic Display VR-Headset an

Viel Spaß!

Auf dem Mobile World Congress 2018 stellt das Start-up Varjo sein Headset mit Bionic Display aus. Nun schieben die Finnen eine Ankündigung hinterher, die aufhorchen lässt. Denn das VR-Headset mit hochauflösendem Display im Fokus-Bereich soll auch Augmented Reality beherrschen und damit AR und VR als Lösung aus einer Hand zusammenführen.

Varjo Bionic-Display-Headset soll AR und VR vereinen

Bisher sind die Welten streng getrennt: Auf der einen Seite gibt es die bekannten VR Headsets, auf der anderen AR-Brillen wie die HoloLens, Meta 2 und irgendwann in diesem Jahr die Magic Leap One. Varjo will mit seiner Hardware nun beide Nutzungsarten ermöglichen und verwendet dazu die Fähigkeiten eines speziellen Prozessors von Socionext, der auf die Verarbeitung von Bildern zugeschnitten ist.

Der CEO Urho Konttori von Varjo sieht in Socionet einen starken und verlässlichen Partner für State-of-the-art Bildverarbeitungslösungen. Mit der Socionext-Milbeaut-Technologie habe das finnische Unternehmen einen Weg gefunden, die echte und digitale Welt auf einem beispiellosen Niveau bezogen auf Realismus, Qualität und Latenz zu vereinen.

Wie das Gesamtpaket dann letztlich aussehen wird, bleibt allerdings noch abzuwarten. Es kann sein, dass Varjo die AR-Fähigkeit gleich in das Headset einbaut oder ein Add-on wie das ZED Mini anbietet. Das Zubehör für Oculus Rift und HTC Vive konnte in ersten Tests überzeugen, vor allem das Sichtfeld ist sehr viel weiter als bei den derzeitigen reinen AR-Brillen. Die ZED mini nimmt über zwei Kameras die reale Umgebung auf und leitet das Bild mit geringer, aber spürbarer Latenz an die VR-Brillen weiter. Prinzipbedingt entspricht die Auflösung des Bildes nicht der Realität.

Hier könnte die Varjo etwas dichter an die Wirklichkeit heranrobben, denn das Unternehmen hat mit seinem Bionic Display eine interessante Lösung verwirklicht. Ein Microdisplay in der Mitte bietet ein hochauflösendes Bild in Full HD, während ein zweiter Bildschirm dahinter gröber auflöst. Sinn des Verfahrens ist es, dass alles im Fokusbereich des Betrachters scharf dargestellt wird – Stichwort Retina. Allerdings gibt es noch ein Problem, denn das Fokus-Display müsste per Eye Tracking den Augenbewegungen des Benutzers folgen. Die Finnen arbeiten zwar daran, haben aber ein solches bewegliches System noch nicht realisiert.

Wer an der Varjo dennoch interessiert ist, kann sich auf der Webseite des Herstellers als möglicher Partner registrieren. Billig wird der Spaß ob mit oder ohne AR indes nicht, das Unternehmen peilt einen Preis zwischen 5000 und 10.000 US-Dollar für Prototypen seines Headsets an.

(Quelle: Road to VR)