Subnautica VR Oculus Rift

Der Titel Subnautica ist euch sicher bereits über den Weg gelaufen, wenn ihr auf Steam nach neuen Titeln geschaut habt. Das Survival-Spiel erfreut sich außerhalb der VR-Szene großer Beliebtheit und befand sich einige Jahre im Early Access. Nun ist Subnautica final erschienen und deshalb haben wir der Welt erneut einen Besuch abgestattet und geschaut, was sich in den letzten Monaten für Virtual Reality Nerds verändert hat.

Subnautica VR – Inhalt des Spiels

Bei Subnautica handelt es sich um ein relativ klassisches Survival Game. Ihr sammelt Nahrung und Ressourcen, baut nützliche Gegenstände und versucht schlicht zu überleben. Der besondere Clou ist, dass dieses Konzept in eine Unterwasserwelt auf einem fremden Planeten übertragen wurde, was den Überlebenskampf extrem spannend gestaltet. Außer eurer halb zerstörten Rettungskapsel und eurem komplett zerstörten Raumschiff ist um euch herum nur die Tiefsee. Auch an jeglicher Ausrüstung mangelt es euch, weshalb ihr direkt den Sprung ins kühle Nass wagen müsst, um Baupläne, Teile der Rettungskapsel, Fische und viele weitere Dinge zu besorgen, mit denen ihr glaubt, euer Leben verlängern zu können.

Ich kann nicht mehr aufhören

Subnautica VR 3

Subnautica macht in der Virtual Reality absolut süchtig. Zwar ist der Avatar viel zu klein und Motion Controller werden nur als herkömmliches Gamepad verwendet, aber sofern man den ersten Tauchgang überlebt hat, möchte man sofort zurück und weitere Kreaturen, Höhlen und geheime Orte entdecken. Das Spiel sieht dabei sehr ansprechend aus und die belebte Welt verschafft eine herrliche Immersion, von der sich viele Titel eine Scheibe abschneiden könnten.  Die Angst vorm Ersticken kommt in VR noch deutlich dramatischer rüber. Wenn ihr beispielsweise beim Auftauchen fast ohnmächtig werdet, wird euch langsam schwarz vor Augen, was unter der VR-Brille eine sehr aufreibende Erfahrung ist.

Zudem wartet die Welt darauf, erkundet zu werden, welche mit verwinkelten Höhlen und tiefen Schluchten sofort den Entdecker und Forscher in euch anspricht. Mit einer Taschenlampe durch eine unterirdische Höhle zu tauchen, dabei abzuschätzen, wie lange die Luft wohl noch reicht, hat einen extremen Reiz. Diese Einblicke auf Raten führen dazu, dass ihr immer wissen wollt, wie der Weg wohl weiter verlaufen wäre, wenn ihr nicht hättet auftauchen müssen. Durch besseres Equipment könnt ihr im Verlaufe des Spiels aber immer tiefer und weiter tauchen, wodurch nicht erreichbare Regionen irgendwann erreichbar werden. Die Sucht-Spirale ist aktiviert. Theoretisch …

Ich muss aber aufhören! Oder nicht?

Subnautica bietet zwar einen Support für Virtual-Reality-Brillen auf Steam an, doch die Optimierung ließen die Entwickler wohl etwas schleifen. Unser Testrechner mit einer GTX 1080 Ti und einem Intel i7 8700K kann das Spiel nicht gänzlich ruckelfrei bewältigen. Dabei ist zu sagen, dass wir den Eindruck haben, dass auch noch bessere Hardware das Problem nicht lösen würde. Wenn wir beispielsweise etwas Supersampling hinzufügen, wird die Performance erst bei extremeren Werten deutlich schlechter. Die kleinen Ruckler treten bei der 1080 Ti zudem auch sehr sporadisch auf und zerstören daher den Spielspaß nicht komplett. Dennoch nervt dieser Umstand natürlich und auf Besserung brauchen wir jetzt auch nicht mehr hoffen. Zudem ist das Inventar im Spiel nur sehr schwer lesbar, da euer Avatar das Tablet zu nah an euer Gesicht hält. Dementsprechend müssen eure Augen stets stark neu fokussieren, wenn ihr einen Blick auf euer Inventar werfen wollt.

Verrückt ist jedoch, dass selbst die kleinen sporadischen Ruckler und das nervige Inventar-System uns den Spielspaß nicht verderben konnten. Dafür ist der Überlebenskampf einfach zu schön inszeniert und die tauchende Fortbewegung fühlt sich mit dem Gamepad und der VR-Brille nicht besonders unnatürlich an.

Fazit

Subnautica VR

Wer einen sehr leistungsstarken PC besitzt, eine VR-Brille hat und mit kleineren Macken leben kann, der sollte Subnautica unbedingt eine Chance geben. Selten hat uns ein VR-Spiel so sehr fesseln können. Dennoch ist es fraglich, ob eine Version überhaupt angeboten werden sollte, die nicht einmal auf einem High-End-PC mit niedrigen Settings wirklich rund läuft.  Auch das Inventar-System hätten die Entwickler besser gestalten müssen, damit die Sammelleidenschaft nicht zum Alptraum wird. Schweren Herzens müssen wir dem Spiel daher 3 von 5 Freddys geben. Würde das Spiel flüssiger laufen und gäbe es nur ein paar echte VR-Anpassungen, wäre Subnautica sicherlich ein Kandidat für das VR-Spiel des Jahres gewesen. So reicht es leider nur zum Durchschnitt.

Stark
  • Geniale Atmosphäre
  • Spannender Überlebenskampf
  • Einsamkeit und Angst
Schwach
  • Performance
  • Inventar-System
  • Nur wenige Einstellungsmöglichkeit
3 / 5

 


Testsystem: NVIDIA 1080 Ti, i7 8700K, 16GB RAM

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Täglich 2-3 Hotfixes/Optimierungen ;-)
experimental Beta

Jetzt nach dem Gold-Build kommen die VR-Anpassungen, der Titel mausert sich… 👍

Sascha
Mitglied

Das Game ist super und ich kann es mir relativ guter Einstellung meistens flüssig auf einem i7 mit übertakteter gtx 970 auf der Oculus Cv1 zocken. ;)