steam

Die Software-Politik auf Steam soll sich zukünftig radikal ändern, verkündete Erik Johnson in einem kürzlichen Blogeintrag. Demnach wird das Vorgehen gegen kontroverse Spiele und Software massiv gelockert, sodass nur noch illegale Titel und Spiele mit der Intention des offensichtlichen Trollings aus dem Store entfernt werden. Die Regulation des Angebots soll von der Community selbst übernommen werden.

Steam – Zukünftig alles erlaubt außer illegale Software und offensives Trolling

Die Diskussion über die Veröffentlichung kontroverser Spiele auf der Plattform Steam wird bereits seit Längerem geführt. Tagtäglich veröffentlichen Entwickler unzählige Titel für die potenzielle Spielerschaft. Bei einer derartig großen Anzahl an Games spielen auch anstößige Inhalte, wie sexuelle, rassistische oder menschenverachtende Themen eine Rolle. Dies bildet ein Problem, das für eine Spaltung innerhalb der Community sorgt. Viele Besucher wünschen sich mehr Kontrolle und Regulation vonseiten der Betreiber, während andere komplett gegen eine Zensur der Inhalte sind.

Active-Shooter-Steam

Der Titel Active Shooter lässt Spieler einen Amoklauf nacherleben und goß nach seiner Entfernung auf Steam neues Öl ins Feuer.

Valve meldete sich nun in einem Blogpost zu Wort und beschreibt den zukünftigen Umgang mit dem Thema. Demnach bildet es ein schwieriges Problem für die Mitarbeiter des Unternehmens, die kontroversen und gemeldeten Inhalte in Videospielen einzustufen. Dabei geht es nicht um die Frage, ob im Steam Store gewaltsame Inhalte oder Content für Erwachsene angeboten werden soll, sondern um die Themen Politik, Sexualität, Rassismus, Gender, extreme Gewaltdarstellungen, etc. Besonders das Medium Videospiel selbst, bildet bereits Definitionsprobleme und wirft weitere Fragen über angebrachte Inhalte auf.

Da es für die Betreiber hochproblematisch ist, auf sämtliche Wünsche der Community zu reagieren und eine Entscheidung zu treffen, die alle Parteien glücklich stimmt, besinnt man sich einfach auf seine Grundwerte zurück: Eines der Grundprinzipien von Steam war es ursprünglich, den Store für so viele Entwickler wie möglich zu öffnen. Dabei sollte nicht Valve für eine Regulation des Angebots sorgen, sondern die Spieler selbst sollten eine Entscheidung darüber treffen dürfen, was sie kaufen möchten und was nicht. Demnach wählt man einen demokratischen Ansatz und verbannt zukünftig lediglich illegale Software und Spiele von der Plattform, die offensichtlich der Intention des Trollings folgen.

Den kompletten Blog-Post findet ihr hier.

Was haltet ihr von dieser Entscheidung? Entzieht sich Valve seiner Verantwortung oder ist der demokratische Ansatz gerechtfertigt? Lasst uns eure Meinung in den Kommentaren wissen.

(Quellen: Steam)

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