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Sandbox VR: VR-Startup sammelt 68 Millionen US-Dollar für VR-Arcade

Image courtesy: Sandbox VR

Viel Spaß!

Das VR-Start-up Sandbox VR betreibt eine VR-Arcade und kämpfte lange Zeit um die Sicherung der eigenen Existenz. Nun konnte sich das Unternehmen in einer ersten Finanzierungsrunde Gelder in Höhe von 68 Millionen US-Dollar sichern für ein Arcade-Komplettpaket mit Vollversorgung zur Bereitstellung von Multiplayer-VR-Erfahrungen. Dazu zählen Vertrieb, Technologie und Content. Grund dafür ist ein virales Facebook-Video, welches genug Aufmerksamkeit für die VR-Visionäre erzeugte.

Sandbox VR – VR-Startup erhält 68 Millionen US-Dollar in einer ersten Finanzierungsrunde

Steve Zhao, CEO und Co-Gründer des chinesischen Start-ups Sandbox VR arbeitete lange Zeit als Spieleentwickler in seinem Unternehmen Blue Tea Games und veröffentlichte zahlreiche PC-Videospiele (z. B. Dark Parables) für den Markt. Doch die Industrie veränderte sich und somit auch das Interesse an den Spieletiteln des Studios.

Im Jahr 2015 entdeckte er die VR-Industrie mit seiner zukunftsträchtigen Technologie und den immersiven Möglichkeiten des neuen Mediums. Mit visionärem Gründergeist packte er all seinen Mut zusammen und gründete das Studio GloStation mit dem Ziel, das Holodeck in die Realität umzusetzen. Doch der Markt entwickelte sich nur langsam, und als 2016 die Oculus Rift und HTC Vive offiziell erhältlich wurden, musste ein Ersatzplan zur Überbrückung her.

So arbeitete das Team zunächst an einem VR-Spiel, um sich über Wasser zu halten. Leider nur mit mäßigem Erfolg, denn auch wenn das Spiel sich gut verkaufte, zehrte die Entwicklung dennoch 80 % des bestehenden Budgets auf. Eine Summe, welche durch die spärlichen Käufe im kleinen VR-Markt kaum aufzuheben war. Und der Traum des Holodecks bestand weiter.

Image courtesy: Sandbox VR

Also zurück zu den Wurzeln und der Entwicklung einer Arcade-Einrichtung, welche diesem Wunsch deutlich näherkommt. Mit kaum Kapital in den Taschen und einer spärlichen Demo-Version einer VR-Erfahrung begann das Klinkenputzen im Jahr 2017, um Investoren für das ambitionierte Projekt zu gewinnen. Nach vielen Rückschlägen setzte er alles auf eine Karte, investierte seine gesamten finanziellen Rücklagen in das neue Projekt Sandbox VR und arbeitete mit seinem Team über Monate hinweg ohne Pause auf Hochtouren, um seinen Traum zu verwirklichen.

Mit der Existenzangst im Nacken entwickelten sie in kürzester Zeit die erste VR-Sandbox für Arcades und öffneten daraufhin die Tore ihrer Arcade-Einrichtung. Doch das Interesse blieb aus und die Zeit lief den Devs davon – bis sich eines Tages alles dank eines viralen Facebook-Videos ändern sollte.

Eines Morgens wurde das besagte Video über 10.000 Mal geteilt, die Arcade wurde für Monate hinweg ausgebucht und das Interesse am Produkt stieg ins Unermessliche. Die Investoren klingelten dank der medialen Aufmerksamkeit sturm bei den Verantwortlichen und nun wurde die erste Finanzierungsrunde mit einem Investment in Höhe von 68 Millionen US-Dollar gesichert. Geleitet wurde das Ganze vom Risikokapitalunternehmen Andreessen Horowitz, zu den Investoren zählen unter anderem Floodgate, die Stanford University und Alibaba.

Dank dieser harten Zeit und dem stetigen Willen nicht aufzugeben, gesellt sich Sandbox VR nun im Arcade-Markt an die Seite von großen Einrichtungen, wie The Void und Dreamscape Immersive. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das ambitionierte Projekt in Zukunft entwickeln wird.

(Quellen: Upload VR | Medium: Blog | Videos: Sandbox VR YouTube | UploadVR YouTube)