Rise of Insanity

Mit Rise of Insanity steht ein neuer Indie-Schocker der Red Limb Studios auf Steam für die HTC Vive und die Oculus Rift bereit, der nicht auf eine Eingabe mit den Motion Controllern setzt, sondern den Xbox One Controller wieder ins Spiel bringt. Wir haben uns den Titel genauer angeschaut und verraten euch, ob nur der Inhalt zum Gruseln ist.

Rise of Insanity: Starker Einstieg

Rise of Insanity ist kein reines VR-Spiel, wurde jedoch direkt mit einem VR-Support am 01. März 2018 veröffentlicht. Mit diesem Wissen ist die Gamepad-Steuerung schnell erklärt, doch die positive Nachricht ist, dass sich das Spiel ansonsten wie ein für VR entwickeltes Game spielt. Alle Texte sind lesbar, Objekte sind groß genug im Untersuchungs-Modus und da die Mechaniken im Spiel recht simpel gehalten sind, wird der Spiele nicht mit endlosen Funktionen, Menüs und Inventar-Systemen überfordert, sondern kann sich komplett auf die Story und die Atmosphäre einlassen.

Rise of Insanity

Die erzeugte Stimmung und die damit verbundene Furcht sind definitiv das Highlight des Spiels. Die düsteren Welten sind mit großartiger Musik und passenden Sounds unterlegt, was die Spannung teilweise in schweißtreibende Regionen befördert. Zwar schaffen es die Entwickler nicht, die 3D-Modelle und Effekte auf einem einheitlichem Niveau zu halten, aber großteils ist das Spiel recht ansehnlich. Während der ersten halben Stunde geht Rise of Insanity zudem recht sparsam mit Jump Scares um, was der VR-Fassung sehr gut steht, doch zum Ende hin werden die Schock-Momente zu dicht und damit zu vorhersehbar und langweilig.

Rise of Insanity

Bei der Steuerung setzt das Spiel komplett auf das Gamepad oder Tastatur und Maus mit flüssiger Fortbewegung und ohne Option für eine Teleportation durch die Welt. Mit dem Gamepad spielt sich der Titel sehr gut und der Spielfluss wird nie durch umständliche Eingaben gestört. Da ihr in Rise of Insanity nur lauft, untersucht und Objekte automatisch dem richtigen Zweck zugewiesen werden (welcher Schlüssel passt zu welcher Tür), bleibt genug Raum, um die Story angemessen zu präsentieren.

Im Spiel schlüpft ihr in die Rolle eines Psychologen, dessen Frau und Sohn ermordet wurden. Ein Trip durch Erinnerungen und Wahnvorstellungen bringt euch nach und nach die Wahrheit näher. Was nach einem spannenden Aufhänger klingt, funktioniert auch zu Beginn des Spiels, doch manche Abschnitte oder Hinweise fühlen sich doch teilweise überflüssig an beziehungsweise nicht komplett durchdacht. Zudem ist das Spiel extrem schlauchig, Räume werden häufig wiederverwertet und es gibt abseits der wichtigen Hinweise eigentlich nichts zu entdecken. Außer sammelbaren Quietscheentchen.

Fazit

Rise of Insanity

Rise of Insanity beginnt extrem stark, doch es baut zum Ende hin spürbar ab. Die Welt wirkt mit der Zeit einfallsloser, die Jump Scares werden auf eine zu hohe Frequenz gebracht und das Level-Design ist teilweise nicht besonders einfallsreich. Dennoch bietet das Spiel eine tolle Atmosphäre und hat uns damit schnell in seinen Bann ziehen können. Für einen Preis von 9,99 Euro auf Steam ist die gebotenen Qualität aber durchaus angemessen.

Stark
  • Gestaltung der ersten Schauplätze
  • Sound und Musik
Schwach
  • Qualität in vielen Bereichen durchwachsen
  • Zu häufige Jump Scares
3 / 5

 

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