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Oculus Quest: Tracking nur Indoor in geschlossenen Räumen vorgesehen

Viel Spaß!

Die Oculus Quest bietet dank der neuen Inside-out-Tracking-Technologie sowie der vier verbauten Weitwinkelkameras im Gehäuse große Bewegungsfreiheit für seine Nutzer/innen. In einem Interview hackten die Journalisten von Upload VR auf der OC5 über die Limitierungen der Tracking-Technologie nach und klären in einem Interview mit Verantwortlichen von Oculus die Frage, warum die VR-Brille nicht Outdoor unter freiem Himmel nutzbar sein wird.

Oculus Quest – Tracking funktioniert möglicherweise nur Indoor

In einem Interview stellte Sean Liu, Head of Hardware Product Management, klar, dass das Tracking der kommenden Oculus Quest“nur für Indoor-Nutzung vorgesehen ist.”  Die Verantwortlichen präsentierten auf der Oculus Connect 5 verschiedene Setups, um die Tracking-Möglichkeiten aufzuzeigen. So wurden die VR-Titel Tennis Scramble und Dead and Buried Arena in unterschiedlich großen Spielfeldern vorgeführt. Der Grund dafür, warum die Tracking-Technologie nicht für die Outdoor-Nutzung vorgesehen ist, erklärt er mit einer Analogie:

“Der einfachste Weg sich die Funktionsweise des Trackings vorzustellen, ist der Vergleich der Sensoren mit dem menschlichen Auge. Wenn du innerhalb einer Umgebung ein Buch lesen kannst, können die Sensoren ebenso die Umgebungspunkte tracken. […] Wenn du dich an einem hellen Tag außen aufhältst und die Augen zusammenkneifen musst oder eine Sonnenbrille benötigst, um zu sehen, haben die Sensoren ein ähnliches Problem.”

Zudem nutzen die Kameras Ankerpunkte in der Umgebung, um korrekt zu funktionieren. So werden Objekte und Wände um die Spieler/innen herum verwendet, um das System zu stabilisieren. Auf freiem Feld fehlen diese möglichen Referenzpunkte.

Neben den technischen Schwierigkeiten kommt die potenzielle Gefahrenquelle hinzu, welche durch eine Outdoor-Nutzung entsteht. Durch die fehlende Sicht beim Tragen der VR-Brille sind die Nutzer/innen auf das Guardian-System angewiesen. So erläutert auch der Product Marketing Manager von Oculus, Allison Berliner:

Guardian muss immer aktiviert sein, wenn man mit der Oculus Quest spielt. Es bietet den besten Weg, um eine sichere Spieleerfahrung zu gewährleisten. Deshalb haben wir eine Menge Ressourcen in die Verbesserung des Guardian-Systems gesteckt, damit es reibungslos funktioniert.”

In einem offenen Feld mit zu viel oder zu wenig Beleuchtung könnte das Sicherheitssystem jedoch nicht richtig funktionieren, wodurch Kollisionen mit Menschen oder Objekten entstehen könnten. Ob das Insight-Tracking funktioniert, zeigt stets eine LED-Leuchte an. Allerdings ist es durchaus möglich, dass die Nutzung trotz aller Bedenken der Verantwortlichen auch außerhalb unter speziellen Bedingungen funktioniert. So ließ Sean Liu im Gespräch wissen:

Sagen wir einmal so: Ich persönlich habe schon eine Menge Dinge mit dieser Brille getan. Aber wir empfehlen ausdrücklich die Nutzung in geschlossenen Räumen.”

Wie weit das Tracking-System also tatsächlich ausgereift ist und ob man mit der Oculus Quest doch außen (gegebenenfalls unter der Beobachtung von Freunden oder Familie) spielen kann, wird sich zum offiziellen Release im Frühjahr 2019 zeigen.

(Quelle: Upload VR)