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Oculus entfernt DRM-Überprüfung des VR-Headsets

Quelle: Oculus

Viel Spaß!

Oculus hat es in letzter Zeit nicht besonders leicht und kommt in der Berichterstattung häufig weniger gut weg als die Konkurrenz. Doch Oculus ist daran auch nicht ganz unschuldig. Mit dem vorletzten Update der Oculus Software, führte Oculus ein DRM-System ein, das überprüft, ob wirklich eine Oculus Rift am PC angeschlossen ist. So sollte verhindert werden, dass andere VR-Brillen wie die HTC Vive oder OSVR auch mit Software aus dem Oculus Home Store laufen. Auch wenn Oculus diesen Schritt als Schutzmaßnahme gegen Raubkopierer beschreibt, so sperrte das Unternehmen zunächst den Revive Treiber aus. Der Revive Treiber ermöglicht es Oculus Home Spiele mit der HTC Vive zu spielen. Dies war Oculus dem Anschein nach ein Dorn im Auge. Lange hat es aber nicht gedauert und der eingebaute Schutz wurde vom Entwickler des Revive Injectors wieder umgangen. Nun zeigt Oculus sich einsichtig und entfernt die Überprüfung des VR-Headsets.

Keine DRM-Überprüfung der VR-Brille mehr

Oculus Home in der Rift

Auch wenn man jetzt denken könnte, dass Oculus den Schutz nur zeitweise entfernt, um ihn in verbesserter Form wieder zu integrieren, so ist dies zum Glück nicht der Fall. Oculus sagt, dass das Unternehmen ständig nach Mitteln gegen die Softwarepiraterie sucht und dennoch die Überprüfung des Headsets bewusst entfernt hat und auch in Zukunft ein solches System nicht in Oculus Home integrieren wolle. Das Unternehmen glaubt, dass der Schutz des Contents der Entwickler wichtig und für den langfristigen Erfolg von VR unabdingbar ist. Daher wird man weiterhin versuchen den Content bestmöglich zu schützen.

Diese News bedeutet aber nicht, dass zukünftige Oculus Home Updates den Revive Treiber bewusst oder unbewusst wieder aus dem Oculus Home Store aussperren könnten. Wer also teure Spiele im Oculus Home Store kauft und keine Oculus Rift besitzt, sollte sich bewusst sein, dass man mit einem Hack arbeitet und dieser natürlich nicht offiziell von Oculus unterstützt wird. Solltet ihr also in Zukunft Probleme beim Starten der Software haben, dann ist das Geld im Zweifel verloren.

[Quelle: Motherboard]