Intel NUC VR

Eine der spannendsten Neuvorstellungen auf der CES in Las Vegas im Januar waren neue NUC-Modelle von Intel. Als Revolution kann man den Kombiprozessor nennen, der einen Intel Core i7 und eine Vega-Grafikeinheit von AMD beherbergt. Die GPU im Spitzenmodell des NUCs kommt damit auf beeindruckende 1536 Shader-Rechenkerne. Der Mini-PC schafft den VRMark-Orange-Test und wäre mit seinen Abmessungen von 221 x 142 x 39 mm der kleinste VR-fähige PC.

Kleiner NUC ganz groß: Leistung im Miniformat

Im Januar 2018 anlässlich der Vorstellung des neuen NUC-Modells auf der CES berichteten wir schon ausführlicher über den Mini-PC von Intel. Inzwischen sind weitere Details zum frischen Kleinrechner bekannt geworden. Neu sind die beiden Modelle NUC8I7HVK und NUC8I7HNK, sie sollen noch in diesem Monat auf den Markt kommen. Während die abgespeckte Version 800 US-Dollar kosten soll, will Intel das interessantere Modell NUC8I7HVK für 1000 Dollar anbieten.

Intel NUC VR

Anschlussvielfalt beim NUC.

Preisbrecher sind die Mini-PCs mit diesen Preisetiketten zwar nicht, der Formfaktor bietet aber einigen Spielraum für etliche VR-Szenarien – wenn die Leistung ausreicht. So wären beispielsweise Installationen für VR-Arcades sowie VR-Points in Einkaufszentren, Kinos oder Flughäfen einfacher zu realisieren. Über den Kombi-Prozessor könnte man sich aber auch eine neue Generation von Rucksack-PCs vorstellen, die eher als Leichtgepäck daherkommen.

Das Top-Modell mit der leistungsfähigeren Intel-CPU und RX Vega M von AMD konnte in einem ersten Test der koreanischen Webseite Playwares.com überzeugen. Etliche herausforderndere 3D-Spiele liefen in höchster Grafikqualität und Detailstufe flüssig in Full HD. Interessanterweise bietet der NUC Menüs an, um das System leicht zu übertakten.

NUC Benchmark

Neben den üblichen Spiele-Benchmarks gibt es von Futuremark einen speziell für VR entwickelten Leistungs-Test, der die Tauglichkeit von PC-Systemen für VR abklopft. Im Futuremark VRMark ließen sich mit der Übertaktung rund 10 Prozent mehr an Leistung aus dem NUC herauskitzeln. Im Orange-Room erreicht das Topmodell dann immerhin 5773 Punkte. Ein respektabler Wert, denn ein System gilt laut Benchmark-Entwickler ab 5000 Punkten als VR-tauglich. Theoretisch, in der Praxis muss sich noch zeigen, wie gut sich der Mini-Rechner tatsächlich in Zusammenspiel mit anspruchsvolleren Titeln schlägt.

(Quelle: Playwares.com)

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