Augmented Reality, microsoft hololens, virtual reality

Immer mehr Entwickler versuchen durch ihre VR-Apps die Leben von anderen Menschen zu verbessern. Dazu zählt auch der HoloLens Entwickler Javier Davalos aus Portland. Dieser zeigt, wie die Mixed-Reality-Brille den visuell Beeinträchtigten helfen kann.

Mit auditivem Feedback durch die Umgebung

Die neueste App für die Microsoft HoloLens hilft dem Träger mit Soundgeräuschen beim Durchqueren eines Raums. Durch die verschiedenen Töne wird die Person durch den Raum navigiert. Wie das aussieht, wird in folgendem Video dargestellt.

Wie im Video gezeigt erstellt die App partielle Kartenabschnitte des Raums für den Träger. Je nachdem in welche Richtung dieser schaut, wird die Distanz zu einem Objekt durch verschiedene Töne aufgezeigt. Die Idee dafür kommt aus dem Tierreich: Wie eine Fledermaus ist der blinde Mensch in der Lage durch Geräusche sein Ziel zu erreichen. Die Fledermaus nutzt dafür einen biologischen Sonar, der Geräusche sendet und ein Echo empfängt, um Hindernisse in seinem Pfad zu erkennen. Die App sendet stattdessen lautere oder leisere Töne, je nach Entfernung zum Objekt.

In der monoskopischen Version hört der Träger verschiedene Töne, je nachdem welches Objekt sich vor ihm befindet. Die App unterscheidet diese anhand ihrer Oberfläche. So haben verschiedene Wände oder Objekte ihr eigenes Geräusch. Dadurch könnte sich der Nutzer nach einiger Zeit die Position der Objekte im Raum merken.

Stereomodus ersetzt Sehfähigkeit

Wechselt man die App in den Stereomodus, wird es noch spannender. Die Brille arbeitet nun mit zwei verschiedenen Sensoren und sendet abwechselnde Geräusche auf beide Ohren. Somit soll ein kompletter Ersatz beider Augen geschaffen werden. In diesem Modus kann die App nämlich noch genauer die Objekte vor ihr bestimmen. So werden beispielsweise die Ecken von Tischen oder das Ende einer Wand erkannt.

HoloLens-Javier-Davalos-App-Blinde-Hilfe

Außerdem können im Stereomodus einfache Kommandos durch die Spracherkennung gegeben werden. So kann man nach der Entfernung zum Objekt vor sich fragen oder in welcher Richtung Norden liegt. Eine weitere Möglichkeit ist das Zählen von Treppenstufen.

Die App befindet sich aktuell noch in der Bearbeitungsphase. Der Entwickler Javier Davalos sucht nach Testern mit visueller Beeinträchtigung zur Weiterentwicklung. Wir dürfen also gespannt sein, inwiefern sich das Projekt entwickelt.

(Quellen: TheJavierDavalos)

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Jason
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Das ist wieder ein schönes Beispiel dafür wie die Technologien wie VR oder in diesem Fall AR das Leben einzelner Menschen fernab von Videospielen bereichern kann! #ineedrobinsoninmylife

Carsten
Mitglied

Wahnsinn, welche Möglichkeiten diese Technik bietet! Oo
#INeedRobinsonInMyLife