no man's sky, mmo, virtual realty, oculus rift, ps4,

Als Gamer erkennen wir schnell wo die Grenzen der Spielewelten sind, in denen wir uns aufhalten. Man weiß einfach, dass man die Bergkette am Horizont nicht überwinden kann, dass der Avatar nicht schwimmen kann, oder dass der eigene PC unmöglich eine größere Stadt rendern kann. All das stört uns nicht, solange man in dem begrenzen Raum unterhalten wird und Spaß haben kann. Erst, wenn der spezielle Punkt überschritten ist, wenn jeder Winkel des Spiels durchforstet, das Grau der Minimap völlig verschwunden ist und man das Loot der Endgegner gesichert hat, kann man guten Gewissens die Spieleplattform der Wahl abschalten. Das Spiel ist geschafft.

Was macht man aber, wenn das Spiele-Universum niemals völlig erkundet werden kann? Was wäre, wenn am Rande der Galaxis, im hintersten Winkel eines Sternennebels eine außerirdische Kreatur lebt, die wie Angela Merkel aussieht? Klar, sehr sehr unwahrscheinlich, aber wenn ein Spiele-Universum nur durch mathematische Formeln und Algorithmen mit zufällig generierten Variablen erschaffen wird und mit demselben zufälligen Prinzip eben auch deren Bewohner hervorgebracht werden, wer kann da ausschließen, dass nicht doch irgendwo eine Horde wilder Merkels durch die Dschungelwelten eines abgelegenen Planeten streifen. Auch wenn sich Sean Murry, Managing Director bei Hello Games in den Interviews deutlich von dem Wort zufällig distanziert. Zufall würde in einem Chaos enden, und so nennt er sein Schöpfungs-System “procedural” also verfahrenstechnisch. Das Spiel befolgt also nur bestimmten vorgefertigten Regeln und Algorithmen, um ein ansprechendes Erlebnis und eben kein Chaos vorzufinden. Dennoch sind so nahezu unendliche viele Kreaturen, Objekte und eben auch Planeten möglich.

Weltraumflug, Handel, Kopfgeldjagd, Erkundung, Multiplayer und viel viel mehr.

Genau das ist es, was No Man’s Sky so reizvoll macht. Nicht die wilde Angela, nein die Tatsache, dass irgendwo immer eine Welt erkundet werden kann, in der man Dinge finden, erleben und sammeln kann, die möglicherweise noch kein anderer Spieler zuvor gesehen hat. So kann man Ressourcen sammeln, sie verarbeiten, oder mit ihnen handeln.

Hello Games nennt sich die kleine Entwicklerschmiede aus Süd-England hinter dem traumhaft daherkommenden No Man’s Sky. Manch einem mag das Spiel Joe Danger, das auf den verschiedensten Plattformen erschienen ist, bekannt sein. Mit Joe Danger wurde Hello Games quasi berühmt und ein Kauf von Joe Danger wird das kleine Studio sicher freuen und zeigt die Unterstützung für No Man’s Sky. Dank des Erfolges des Fun-Racers, können die Entwickler sich nun ihren Traum vom Space-Adventure erfüllen. Wer an all die Möglichkeiten denkt, die No Man’s Sky einem bietet, darf das ehrgeizige Project auch ruhig mit den Genre-Kollegen EVE: Valkyrie, Elite: Dangerous oder Star Citizen vergleichen. Auch wenn man bei Hello Games sehr viel Wert darauf legt, dass es keine traditionellen Quests gibt und man menschlichen Mitspielern auch nur extrem selten begegnen wird.

Milliarden von Welten, Kreaturen, Pflanzen, Schiffen und Möglichkeiten. Wie das Ausmaß No Man’s Sky einzigartig macht.

Im den Interviews von Gamespot erzählen die Entwickler über ihre Vision und das geniale Konzept. Auch wenn es kein wirkliches Ziel gibt, und der Spieler auch nicht an die Hand genommen wird, indem ihm jede Steuerungsmöglichkeit erklärt wird, so soll der Spieler versuchen das Zentrum der Galaxis zu erreichen. Auf dem Weg dahin, muss er lernen, wie man die Möglichkeiten die einem No Man’s Sky bietet, richtig nutzt. Bereits jetzt gibt es so viele zufällig generierte Planeten, die selbst die Entwickler nicht alle kennen. Zu diesem Zweck lassen sie Drohnen nacheinander die Planeten abfliegen, die dann ein kleines animiertes GIF (eine komprimierte Grafik, die auch Animationen erlaubt) vom jeweiligen Planeten zusammenstellen, damit sich das Dev-Team einen Eindruck darüber verschaffen kann, wie ihre Welten so ausschauen und wer sie bewohnt. Das Spiel wird ähnlich wie die derzeit größte Weltraumsimulation EVE Online auch nach dem Release weiter verbessert und mit Updates versorgt. Und so erwarten die Entwickler, dass sie eine sehr lange Zeit mit No Man’s Sky beschäftigt sind.

Offiziell ist noch nicht wirklich bestätigt, ob das Sci-Fi Multiplayer Adventure wirklich mit Virtual Reality Headset Support versehen wird. Man teaserte jedoch an, dass man auch mit dem Oculus Rift experimentiere. Da das Spiel auch für die PS4 angekündigt ist, böte es sich logischerweise an für die VR-Brille Project Morpheus zu entwickeln. Auch wird heftig über ein Release auf der Xbox One Konsole von Microsoft gemunkelt. Sollten weitere Informationen bekannt werden, erfahrt ihr es hier.

avatar
1 Kommentar Themen
0 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
1 Kommentatoren
Sebbosaurus Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Sebbosaurus
Gast
Sebbosaurus

Ein spannendes Projekt, auf das ich mich schon sehr freue. Mal den Weltenerkunder raushängen lassen und eben nicht den nächsten Feind bekämpfen zu müssen, um in der Story weiter zu kommen. Natürlich reicht es nicht, den Spieler einfach in die Welt zu werfen. Wo kommt man her? und warum befindet man sich an diesem Ort? sollten schon erklärt werden…bzw. die… Weiterlesen »