Lytro VT Volume Tracer

Es ist nicht lange her, als der Lichtfeld-Spezialist Lytro verkündete, das Standardformat für „begehbare“ VR-Videos entwickeln zu wollen. Nun gibt das Unternehmen in einem Blog-Statement bekannt, dass es die Arbeit einstellt. Neue Produkte sind demnach nicht zu erwarten, der professionelle Service wird nicht weiter geführt. Außerdem trennen sich bei dem Lytro-Team die Wege. Laut einem Bericht sollen die Mitarbeiter bei Google Unterschlupf finden.

Lytro: Keine neuen Produkte, Team teilt sich

Erst kürzlich hat Techcrunch berichtet, dass der VR-Kamera-Hersteller und Lichtfeld-Spezialist von Google übernommen werden soll. Laut The Verge sollen zumindest Mitarbeiter wechseln, was ein Blog-Post von Lytro zu bestätigen scheint. Demnach teilt sich das Team, ohne dass das Unternehmen einen konkreten Namen nennt. Allerdings soll Google laut Informationen von The Verge kein Interesse daran haben, die Technologien von Lytro zu übernehmen, sondern will die neuen Mitarbeiter auf verschiedene Abteilungen verteilen.

Insgesamt kann man Lytros Geschichte als glücklos bezeichnen. Die Lichtfeld-Kameras des Herstellers brachten zwar die Technologie erstmals in ein für Nicht-Profis bezahlbaren Rahmen, floppten aber aus verschiedenen Gründen am Markt. Ab dem Jahr 2015 setzte das Unternehmen dann ganz auf die virtuelle Realität. Bei Lichtfeld-Sensoren werden – ähnlich wie bei Raytracing – Lichtstrahlen durch den Raum geschickt, wodurch sich Tiefeninformationen exakt bestimmen lassen. Die Technik ist zwar Systemen mit zwei Kameras wie bei Smartphones überlegen, leidet aber unter der geringen Auflösung beziehungsweise einem enorm erhöhten und damit teurem Hardware-Aufwand. Lytro arbeitete zuletzt an einem eigenen Format, um Videos für VR interaktiver zu gestalten. Sie lassen sich dann nicht nur aus einem fixen Blickwinkel betrachten, sondern Anwender können sich im begrenzten Rahmen darin bewegen. Vor kurzer Zeit hat Google eine kostenlose App für PC-Brillen veröffentlicht, die diese Möglichkeit demonstriert.

(Quellen: The Verge und Lytro)

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